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Die Spionin von Paulo Coelho

21/12/2016

Windig, kalt und grau draußen?

Wenn das mal nicht das perfekte Wetter für Kuchen, Kaffee und ein gutes Buch ist!

Gerade habe ich das neue Buch „Die Spionin“ von Paulo Coelho zuende gelesen.

Es geht um Mata Hari, eine Powerfrau, die zu ihrer Weiblichkeit steht, selbstbestimmt lebt und ihre Unabhängigkeit liebt. Genau für diese Lebensart wurde die Künstlerin verurteilt und als mutmaßliche Doppelagentin an den Pranger gestellt.

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Ich gestehe: bis zu diesem Buch wusste ich nicht viel über Mata Hari. Ich hatte zwar irgendwas mit „Spionin“ und „Erotische Tänzerin“ im Kopf, doch da ich weder einen Film gesehen, noch ein Buch über diese sagenumwobene Frau gelesen habe, war ihre Lebensgeschichte absolutes Neuland für mich.

Wer war Mata Hari?

Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos? Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven, allerletzten Brief aus dem Gefängnis ihr außergewöhnliches Leben selbst erzählen: vom Mädchen Margaretha Zelle aus der holländischen Provinz zur exotischen Tänzerin Mata Hari, die nach ihren eigenen Vorstellungen lebte und liebte und so auf ihre Art zu einer der ersten Feministinnen wurde. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, lässt sie sich – erotisch wie politisch – auf ein gefährliches Doppelspiel ein.

Leider habe ich niemanden außer Ihnen, dem ich diese Zeilen anvertrauen kann. Wir alle wissen, dass ich nicht wegen dieser dummen Behauptung spioniert zu haben, verurteilt wurde, sondern weil ich beschlossen habe, die zu sein, die ich immer zu sein geträumt habe – und einen Traum zu verwirklichen hat immer seinen Preis.

 

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Dieser Stein hier ist für meinen Traum, akzeptiert und respektiert zu werden, ohne mich dafür anderen unterwerfen oder mich selbst verraten zu müssen. Warum mache ich es mir nur so schwer? Wieso vertue ich meine Zeit mit Sorgen, Reue, dunklen Gedanken, die mich am Ende zu ihrer Sklavin machen und mir das Gefühl geben, an einem Fels gekettet zu sein, wo ich den Raubvögeln als Nahrung diene?

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Ihr einziges Verbrechen war, eine unabhängige Frau zu sein.

Eine unabhängige Frau zu sein ist gar nicht so einfach. Besonders Anfang des 20. Jahrhunderts! Wenn man das Buch liest, wird einem bewusst, dass es vielleicht auch heute nicht immer leicht ist, eine unabhängige Frau sein zu wollen – aber es ist eindeutig einfacher geworden!

Mein erstes Buch von Paulo Coelho ist übrigens gleich eins meiner Lieblingsbücher geworden: „Veronika beschließt zu sterben“. Mit „Die Spionin“ hat mich Paulo Coelho wieder mit seiner Art & Weise, Geschichten zu erzählen, total überzeugt. Fesselnd bis zur letzten Seite, in einer so wunderbaren Sprache, die sich besonders entspannt lesen lässt. Eine Empfehlung, um gerade jetzt, an grauen Wintertagen, dem Alltag für eine Weile zu entfliehen.

Auf der Seite vom Diogenes Verlag gibt es bis zum 31.07.2017 ein Gewinnspiel, bei dem man eins von insgesamt 50 Paar hochwertigen Ohrringen von DSE (limited Edition), verziert mit Swarovski Kristallen, gewinnen kann. Die Gewinnspielfrage kann man ganz einfach mit der Leseprobe beantworten.

 

Gemütliche Grüße

Denise

 

 

 

  • Brigitte 22/12/2016 at 9:21

    Liebes Frl. Ordnung,

    gestatte, dass ich dieses Buch ganz anders empfinde und deiner Empfehlung widerspreche.

    Abgesehen davon, dass ich Paulo Coelho nicht mag, ich halte ihn für einen schwülstigen alten Mann, der seine Phantasien in seinen Büchern auslebt, und seine Altmänner-Weisheiten streut; so finde ich auch, dass für die paar Seiten des Buches in großer Schrift und halbleeren Seiten 20 Euro eine Menge Geld sind.

    Ich habe das Buch gelesen, in zwei Stunden, warum eine Mata Hari eine Feministin sein soll, weil sie sich für Geld zeigt und verkauft, entzieht sich mir. Sie wird mir in diesem Bändchen nicht wirklich nahgebracht.

    Nun ja, über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, wer Paulo Coelho mag, wird auch das Bändchen mögen, ich würde allerdings keine 20 Euro ausgeben, da hat der Diogenes-Verlag lesenswertere Schriftsteller im Angebot (Martin Suter, Donna Leon, Martin Walker, Magdalen Nabb).

    Beste Grüße einer VIelleserin – Brigitte

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