Ordnung Pläne

Donnerstag = OrdnungsTag

28/04/2016

Hast Du einen Plan?

Du hast keinen Plan? Dann hast Du genau hier die Erklärung für Dein Ordnungs-Dilemma! Denn: wer keinen Plan hat, der wird immer wieder vom Weg abkommen! Du willst aber nicht vom Weg abkommen, denn sonst würdest Du nicht jeden Donnerstag bei mir vorbei gucken …

Je mehr Du sortieren, ausmisten und aufräumen musst, desto länger wird Dein Plan sein. Aber das ist nicht schlimm, denn je mehr Punkte auf Deinem Plan stehen, desto mehr kannst Du später abhaken.

Wie lange hast Du gebraucht, um all den Kram in Deinen Schubladen anzuschaffen?

Jahre?

Siehst Du!

Erwarte also nicht, dass sich der gesamte Plunder in Luft auflöst.

Wenn Du jeden Abend versuchst, 15 Minuten diesen Plunder zu minimieren, wird es Dich weiter bringen als wenn Du Dich 15 Minuten mit der Frage beschäftigt „Wo bekomme ich bloß den Antreib her, um mein Chaos zu beseitigen?“

Weniger nachdenken – mehr handeln!

Eine Leserin hat mich gefragt, ob ich schon mal etwas über Energie oder Antrieb geschrieben hab?

Explizit vielleicht noch nicht, es gibt also bisher keinen Beitrag mit dem Titel „So findet Ihr den richtigen Antrieb zum (Wieder-) Anfang“  aber ich bekomme jede Woche genügend Feedback um behaupten zu dürfen: wer Donnerstags bei mir keine Motivation zum Anfangen findet, nun … dem kann ich nicht helfen (außer direkt vor Ort, aber dazu müsste man mich eben buchen).

Was ich eigentlich sagen will: der Antrieb muss von Dir selber kommen!

Du willst es schön haben? Dann musst DU etwas dafür tun!

Genau wie: Du willst, dass der Boden sauber ist? Dann musst DU ihn regelmäßig putzen!

Du willst etwas zu essen im Kühlschrank haben? Dann musst DU einkaufen gehen!

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

Ich bin auch oft ohne Antrieb. Oft genug habe ich keine Lust, die Betten frisch zu beziehen oder am Abend noch die Küche aufzuräumen. Oft genug habe ich keine Energie, um die Schränke der Kinder nach zu klein gewordenen Sachen zu durchforsten oder Klamotten bei eBay einzustellen. Und jede Woche auf’s neue den Haushalt in Schuss bringen finde ich sowieso doof. Viel lieber würde ich in der Zeit ein schönes Buch lesen oder ein Rezept ausprobieren.

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Aber es nutzt nichts! Ordnung ist wichtig für einen reibungslosen Alltag.

Mich treibt der Wunsch nach einer ordentlichen Umgebung an und so erledige ich die Dinge, die auf meinem Plan stehen, ohne groß darüber nachzudenken. Vielleicht verschiebe ich die ein oder andere Sache mal auf die nächste Woche (davon geht die Welt nämlich nicht unter), doch die Erfahrung hat gezeigt: wenn ich am Ball bleibe, ist die Arbeit überschaubar!

Kleines Beispiel gefällig?

Du wünscht Dir Ordnung in der Küche. Also erstellst Du einen Plan. Was muss alles gemacht werden?

  • Schubladen sortieren und auswischen
  • Teller, Tassen & Co überprüfen
  • Oberschränke sortieren
  • Gewürzschublade neu ordnen
  • Arbeitsplatte leer räumen, putzen, neu sortieren
  • Küchenfenster putzen
  • Kühlschrank leer räumen & auswischen

All diese Sachen kannst Du am nächsten, frei verfügbaren Tag erledigen. Zeitaufwand, je nach Größe der Küche, Anzahl der Schubladen und Menge Deines Besitzes: mindestens 3-6 Stunden. Wenn das für Dich in Ordnung ist, dann trage diesen Termin fest in Deinen Kalender ein.

Du könntest aber auch, als Alternative,

  • jeden Tag nur einen dieser Punkte erledigen oder
  • jeden Tag nur 15 oder 30 Minute nach und nach diese Liste abarbeiten
  • jedes Wochenende mindestens eine Stunde in Deine Küche investieren

Je nach dem, wie Deine Zeit es zulässt und wie es Dir in den Kram passt. Du entscheidest!

Frage mich aber nicht, wie Du es schaffen sollst, damit anzufangen!?

FANG EINFACH AN

Jetzt sofort oder sobald Du Zeit hast … und wenn es nur eine Schublade ist, um die Du Dich kümmerst …

Wir können jeden Tag auf’s neue einen Anfang machen!

 

In diesem Sinne,

ordentliche Grüße

Denise

Nächste Woche fällt der OrdnungsTag aus!

Wegen dem Feiertag und weil ich im Mai ein paar wichtige Projekte haben,

die gerade viel Zeit in Anspruch nehmen!

 

 

 

  • Biene 28/04/2016 at 6:44

    Ich versuche morgens und abends 10 Minuten fürs allgemeine Aufräumen einzuplanen – so nimmt das Chaos nie Überhand.

    Es stimmt schon, je mehr man grübelt desto chaotischer wirds. Einfach irgendwo anfangen und machen, auch wenn es nur für ein paar Minuten am Tag ist. Nach einer Weile sieht man wirklich einen Unterschied!

    Liebe Grüße, Biene

  • Ilka 28/04/2016 at 7:47

    Sag mal liebe Denise, wie bist du in unsere Büroküche gekommen? Das erste Foto sieht verdächtig danach aus.
    Und wenn das geklärt ist – du hast so schön aufgeräumt, und jetzt ist alles wieder wie vorher… müssen wir wohl doch selber ran.
    Viele Grüße
    Ilka

  • Karfunkelstein 28/04/2016 at 9:07

    „Weniger nachdenken – mehr handeln!“ Deswegen halte ich mich auch nicht (mehr) an langen Planungen und Listen auf. Denn eine solche Planung ist oft auch nichts weiter als Prokrastination. 😉
    Liebe Grüße

  • Maria 28/04/2016 at 11:27

    Etwas zu tun und erledigt zu haben setzt Energien frei. Nachdem mein Beet vom Giersch befreit war (43 Eimer Wurzeln, https://sindimgarten.wordpress.com/2016/04/27/beet-ohne-giersch-teil-ii/) hat sich die Speisekammer wie von selbst neu sortiert.

  • Lili 28/04/2016 at 11:44

    Wir können jeden Tag auf’s neue einen Anfang machen!

    Genau darum geht’s, einfach anfangen, ob nun mit dem schon lange vorgenommenen Plan, wieder Sport zu machen oder aufzuräumen. Einfach (immer wieder) anfangen, denn es gibt nicht den perfekten Tag für dies oder jenes, bis zu dem man warten müsste. Auch dann wäre danach immer weiter zu machen oder immer wieder „neu anzufangen“.

    Das finde ich aber auch das Tröstliche, wenn man mal wieder der Schweinehund das Kommando übernommen hat. Einfach (wieder) anfangen.

    Danke für Deine Anregungen
    Lili

  • Simone 28/04/2016 at 16:53

    Liebe Denise,

    das waren ja mal klare Worte. 😉
    Gefällt mir!

    Liebe Grüße,
    Simone G. aus B. / Ger.

  • Petra 28/04/2016 at 17:02

    Wow toll geschrieben – Toll auf den Punkt gebracht –
    Bin mal 15 Minuten in der Küche 😉
    LG Petra

  • Mumbai 28/04/2016 at 17:09

    etwas erledigt zu haben loest doch auch ein gutes Gefuehl aus. Persoenl. handhabe ich es z.B. bei der Kueche so, dass wenn
    ein kochfreier Tag bzw. nur „kleines Kochen“ ist, ich die Zeit nuetze um irgend etwas in der Kueche in Ordnung zu bringen.
    Dann „das Gefuehl etwas erledigt….“ siehe oben….herrlich

  • Elvira 28/04/2016 at 19:13

    Liebe , ein Danke für die Motivationstipps. Ich finde so wie jeder Mensch anders ist, so auch die
    Ordnungstechniken.
    Ich nutze gerne mal eine kleine Leerlaufzeit in der Küche um nebenher eine Schublade usw zu sortieren, da ich oft viel in der Küche zu tun habe.
    Was mir auch hilft, bestimmte Tätigkeiten zu kombinieren, dann ist die Zeit nicht zerrissen für die versch. Dinge

    LG

  • Nicole 28/04/2016 at 21:05

    Ich persönlich habe mir tatsächlich eine Liste gemacht, auf der jede einzelne Schranktür und jede einzelne Schublade aufgelistet ist. Einfach mal 10 Minuten machen hat bei mir nicht geholfen. Nach einem halben Jahr sah alles noch so aus wie vorher. Die Technik – immer mal ein bisschen – funktioniert vielleicht, wenn man mal eine Grundordnung hat.
    Eben genau das hat mich auch sehr frustriert und ich hatte bald keine Lust mehr überhaupt etwas zu tun. Jetzt ist meine größte Motivation der Fortschritt. Die ersten beiden Zimmer sind komplett fertig, und auch in den anderen Räumen sind einzelen „Schränke“ bereits durchgestrichen. Wenn man den inneren Schweinehund das ein oder andere mal überwunden hat und es immer weniger zu tun gibt (wobei es immer noch genug arbeit ist…), dann wird der Hund immer leiser und die Arbeit macht irgendwann sogar Spaß. Von mal zu mal ein wenig mehr!
    Liebe Denise, Danke für deine vielen wervollen Tips.
    Nicole

  • Ela 30/04/2016 at 9:18

    Ich habe mir vor Wochen schon – als ich auf meinen Sohn warten musste- eine Liste gemacht, was mich in meinem Haushalt schon lange stört und verändert werden muss. Erschreckenderweise habe ich damit 4 Seiten in meinem Kalender gefüllt – zum Glück nur DIN A6 :-). Wenn ich jetzt Zeit (und Muse) habe, oder mich vor anderen Aufgaben drücken will, schaue ich nach und starte meine Aufräumaktion. Es ist schön zu sehen, was ich im Laufe der Zeit an kleinen und großen Projekten geschafft habe. Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, dass einige Probleme, die ich schon abgehakt hatte, immer wieder neu entstehen und angepackt werden müssen (schlechte Angewohnheiten …), aber diese Liste hilft wirklich. Das Foto hat mich übrigens motiviert, endlich die Kaffeetassen im Schrank, die keiner benutzt, auszusortieren. Und wieder ein Haken auf meiner Liste !
    Die Kindersachen stelle ich übrigens nicht mehr bei ebay ein, weil sich der Zeitaufwand im Vergleich zum Gewinn nicht lohnt. Die kommen alle in eine Kiste und als Spende zum Kinderschutzbund.

  • Doro 30/04/2016 at 9:29

    Im Grunde hast du ja sehr Recht. Ein paar Minuten am Tag machen einen großen Unterschied.
    Ich habe es ein paar Monate so gehandhabt, bin dann aber wieder in alte Muster zurück gefallen. Dafür putze und räume ich mir jetzt Samstag den Hintern ab (und auf), weil ich eben unter der Woche zu faul war 10 Minuten zu tun.
    Total doof.
    Das sollte ich dringend wieder ändern.

    Danke 🙂

  • Conny 01/05/2016 at 13:49

    Liebe Denise, eigentlich gilt Dein post für so ziemlich alles im Leben, was wir gerne auf die lange Bank schieben… Danke für Deinen virtuellen Hinterntritt … 😉 Der kann ja nie schaden… Hab nen schönen Sonntag liebe :-*

  • Fräulein Ordnung zu Besuch bei Patrick Hufen | Fräulein Ordnung 05/05/2016 at 9:00

    […] heutige OrdnungsTag fällt aus, wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Dafür habe ich ein anderes Schmankerl für Euch: ein Beitrag, den ich eigentlich […]

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