Bücher Kinderzimmer

Donnerstag = OrdnungsTag | Kinder + Aufräumen

03/11/2016

Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum suchen?

Ist es nicht eher so, dass man im Familienalltag einfach keine Zeit hat, um ständig Dinge zu suchen? Haushalt, Kinder und Beruf halten einen laufend auf Trab. Oft hat man als Eltern schon genug Chaos im Kopf – wäre es da nicht viel schön, wenn wenigstens die eigenen vier Wände vom Chaos befreit sind?

Eine ordentliche Umgebung schafft Ruhe und Zufriedenheit, Platz für kreative und gemütliche Stunden im Kreise seiner Liebsten. Das Beste daran: man kann jederzeit damit anfangen!

ordnungstag-mit-kindern-leben-03

Aufräumen ist doof!?

Aufräumen macht oft keine Freude, besonders wenn draußen die Sonne scheint und sich nicht nur Kinder lieber mit Freunden verabreden wollen, als ihr Zimmer aufzuräumen. Doch ohne Ordnung versinken wir im Chaos. Ohne Ordnung sind wir ständig auf der Suche, kaufen vielleicht neu, was wir gerade nicht finden oder haben keinen Platz für wirklich wichtige Dinge.

Wieso also nicht einfach versuchen, aus dem leidigen Thema eine entspannte Sache zu machen? Keine Pflichtveranstaltung am Abend sondern eine knackige halbe Stunde an einem verregneten Nachmittag, an dem man eh nicht aus dem Haus kann oder am Sonntag Vormittag, nach einem schönen Frühstück mit der Familie.

Es geht darum, gemeinsame Routinen zu entwickeln, um sich das Leben so einfach wie möglich zu machen. Nicht darum, wer das ordentlichste Zimmer hat!

Wie wäre es, in der Woche den Weg zum Bett frei zu halten, um Nachts unfallfrei zum Bett zu kommen, aber die großen Aufräumaktionen auf die Wochenenden oder verregneten Nachmittage aufzusparen?

Kinder wollen in ihren Zimmern spielen, lernen und schlafen. Um das tägliche Spielzeugchaos im Griff zu behalten gibt es nur ein Rezept: reichlich praktischen Stauraum und konsequentes Aufräum-Training

ordnungstag-mit-kindern-leben-04

Ordnung lernen

In vielen Familien ist Aufräumen ein heikles Thema und „Ordnung schaffen“ hat nicht selten einen faden Beigeschmack. Oft wird geschimpft, gedroht und Druck ausgeübt.

Eltern erwarten von ihren Kindern, dass diese ihr Zimmer aufräumen, aber haben sie es ihnen überhaupt jemals richtig beigebracht?

Haben die Eltern selber je gelernt, wie man richtig Ordnung hält?

Ständig zur Ordnung zu ermahnen trägt einfach nicht zum entspannten Familienklima bei. Besser wäre es, wenn Eltern als Vorbild agieren und zum Beispiel einmal im Monat gemeinsam mit ihrem Kind deren Sachen sortieren, damit sie sehen und verstehen, wie es funktioniert

Eltern sollten sich selber hinterfragen, bevor sie Ordnung als immer wieder kehrendes Streitthema auf den Tisch bringen, denn:

Ordnung kann so schön sein!

Aufräumen kann Spaß machen, wenn man den Druck und die Erwartung heraus nimmt.

ordnungstag-mit-kindern-leben-02

Was wir uns vor Augen halten sollten: Ordnung ist nichts, was man einmal macht und damit ist alles erledigt. Ordnung schaffen und halten ist ein stetiger Prozess und so wie wir regelmäßig den Boden saugen und das Badezimmer putzen müssen, so müssen wir auch immer wieder auf’s neue Ordnung schaffen.

Die Arbeit ist allerdings wesentlich schneller erledigt, wenn nicht alles voll gestellt ist und wenn wir es regelmäßig machen! Wer sich selber einen Gefallen tun möchte, sollte also ein Mindestmaß an Ordnung halten, damit sich die Kinder etwas abgucken können.

Tohuwabohu

aus dem hebräischen, wird meist übersetzt mit ‚wüst und leer‘

bezeichnet ein heilloses Durcheinander und wird modernisiert

mit Wirrwarr oder Chaos übersetzt

ordnungstag-mit-kindern-leben-05

Ordnungstipps die garantiert Spaß machen?

Findet Ihr in meinem neuen Buch Aufräumen mit Fräulein Ordnung: Entspannt und stressfrei mit Kindern leben.

Ordentliche Grüße

Denise

Der Text stammt aus meinem neuen Buch – die Fotos sind

unbearbeitete Exemplare meiner Tochter

  • Stefanie schiestl 03/11/2016 at 7:08

    Ich lese ja nun schon länger deinem Blog und versuche immer wieder Dinge daraus umzusetzen!! Ich liebe es einfach bei dir zu lesen und nehme mir viel zu Herzen!!
    Meine Töchter sind 2,5 Jahre und 6 Wochen alt…als sie ein neues Zimmer bekommen hat (musste ja Platz machen für unsere kleinste) war mir wichtig viel Platz zu schaffen mit Schubläden und Körben an die sie auch ran kann….ich hab mich da eine wenig an montisorie orientiert!! Als ich meiner Mama erzählt habe das ich schon immer versuche meiner „großen“ Ordnung beizubringen, hat sie mich ausgelacht und gesagt das ist doch noch viel zu früh!! Finde ich jetzt nicht…natürlich sag ich nicht „Räum dein Zimmer auf“ damit wäre sie heillos überfordert, aber räum die Steine in die Kiste funktioniert schon super. Oder wenn sie was neues spielen will, muss erst das alte Spiel weg und sie muss mir dabei helfen. Eine Routine ist auch geworden, bevor es zum Zähneputzen nach oben geht, muss sie erst was aufräumen…bei uns sieht es natürlich auch immer wieder wie auf einem Schlachtfeld, aber sie versteht das man auch mal was aufräumen muss!!
    Danke für deine vielen Tipps und dein Buch hab ich gerade bestellt….
    Herzliche Grüße
    Steffi

  • Gabi 03/11/2016 at 7:51

    Gute Denkanstösse! Wir haben damals zudem noch immer Aufräumwettbewerbe veranstaltet, wer hat die Kiste am schnellsten eingeräumt? Das zieht vor allem bei Jungs 🙂 (und hat ihnen nicht geschadet, sie sind auch jetzt als Erwachsene ordentlich) Damit nicht so viel Zeug rumflog, haben wir Themenkisten gepackt und immer im Wechsel welche in den Keller gebracht und dafür andere wieder hochgeholt. So war nicht so viel zum rumschmeißen da.
    Lieben Gruß
    Gabi

  • Karin 03/11/2016 at 8:05

    Hallo Denise, schon einige Monate sind vergangen, seit ich mir in meinem Alltagschaos Zeit genommen habe wieder mal deinen Blog Eintrag zu lesen und siehe da, es ist aktuell.. haha (wie immer) das mit dem Weg schaffen durch die Unordnung unter der Woche finde ich top – va mein 15-jaehriger Sohn ist ueberhaupt nicht zu motivieren (zum Glueck ist sein Zimmer ganz oben, dh ich muss es mir nicht anschauen, es ist ja sein Zimmer.) Bei den Maedels ist es anders, die Mittlere macht jeden morgen ihr Bett und ihr Zimmer ist immer aufgeraeumt! (woher sie das hat, und wie lange noch? 🙂 ) aber die Kleinste ist ein Ordnungsverweigerer – sie laesst alles liegen und macht mich wahnsinnig! Hast du irgendwelche Motivationstipps? Das mit den Regentage finde ich schon mal einen guten Start aber ausser ich helfe ihr dabei, kommt sie nicht oder selten auf die Idee ihre Spielsachen/Malbuecher etc auch im Wohnzimmer, wegzuraeumen.. chaotische Gruesse 😉 Karin

  • Petra 03/11/2016 at 8:23

    Liebes Fräulein Ordnung,

    gerade war ich auf dem Blog Deiner Tochter.

    Sie macht unglaublich schöne Fotos. Ich bin soooo begeistert!

    Leider hat sie keine Kommentarfunktion. Deshalb hier.

    Dein Buch hab ich auch schon gelesen. Ich kann es nur empfehlen.

    Herzliche Grüße

    Petra

  • Sue 03/11/2016 at 9:27

    Hallo Denise,
    ich kann dir in allem zustimmen. Mein Eindruck ist, dass viele Erwachsene die ganze Woche über eher nichts aufräumen/putzen und dann am Wochenende alles auf einmal machen müssen, was dann natürlich wahnsinnig viel ist und zu Frustration führt. Außerdem wird die Wohnung so von Tag zu Tag ungemütlicher, bis man sich nicht mehr richtig wohlfühlt. Kinder lernen das dann so und verinnerlichen vor allem, wie nervig Aufräumen ist.
    Wenn man aber stattdessen jeden Abend sich 20 Minuten Zeit nimmt (zum Beispiel die Zeit vor den Nachrichten) und einfach hier und da das Gröbste beseitigt, ist es sehr entspannend und man fühlt sich gleich wieder wohl. Auch für Kinder wird das so ein vertrautes Ritual.
    Liebe Grüße

  • Sunnys Haus 03/11/2016 at 14:59

    Liebe Denise,
    da sprichst Du einen sehr wichtigen Punkt an: hat es ihnen überhaupt jemand beigebracht… ich glaube, das ist oft der Knackpunkt. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit, dass das immer ein Thema war und nie gelöst werden konnte. Tatsächlich habe ich erst viel später, als Erwachsene, wirklich gelernt, wie man richtig aufräumt und dann – fast noch wichtiger – die Ordnung auch hält. Ich glaube, man macht sich meist nicht klar, dass die Kinder gar nicht wissen (können), wie das eigentlich funktioniert, wenn man es nicht erklärt und vorlebt. Immerhin gibt es ja genug Erwachsene, die es auch nicht wissen.

    Neben ausreichend Stauraum finde ich es noch wichtig, gar nicht erst so viele Sachen anzusammeln. Die meisten Kinder haben viel zu viele Dinge und sind damit oft überfordert. Wir fühlen uns ja auch befreit, wenn wir unnötiges weggeben können und nur von Dingen umgeben sind, die wir brauchen und die uns Freude machen. Kindern geht es da durchaus ähnlich. Meist kann man ja leider nicht vermeiden, dass man viele Dinge geschenkt bekommt. Aber wenn es irgendwie möglich ist, die Dinge überschaubar zu halten, hilft das sehr weiter. Aufräumen und Ordnung halten wird sofort so viel einfacher.

    Liebe Grüße
    Birgit

  • Nicca 03/11/2016 at 15:16

    Hey,
    ein sehr schöner Beitrag. Zwar habe ich selbst noch keine Kinder, aber dafür einen jüngeren Bruder, deshalb kann ich die Tipps sehr gut gebrauchen und werde sie mir auch schon mal für die Zukunft merken. 🙂
    glg, Nicca von kosmeticca.blogspot.com

  • Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen