Bücher grüner leben

ZERO WASTE HOME

07/01/2016

Im wegschmeißen bin ich immer große klasse.  Ich liebe das befreiende Gefühl, Dinge loszulassen und sie zu entsorgen.  Am besten gefällt mir natürlich, wenn ich die Dinge verkaufe und Geld dafür bekomme. Vieles gebe ich aber kostenlos weiter und freue mich, wenn es weg ist und sich noch jemand darüber freut. Bisher ist aber auch vieles in unseren Restmüll gewandert. Kleinkram, den ich weder verkaufen noch verschenken möchte … doch dazu gleich mehr!

16.04 188

Als Ordnungscoach ist mir schon lange klar: je weniger ich in mein Haus lasse, desto weniger muss ich anschließend recyclen. So gehe ich schon seit Jahren nie ohne Einkaufsbeutel oder Einkaufskorb einkaufen. Weder Lebensmittel noch Anziehsachen kommen mir in die Tüte. Ich habe immer einen Beutel dabei (für den Notfall sogar klein gefaltet in der Handtasche) und eine echte Aversion gegen Einkaufstüten (seit September begleiten mich auch die Tüllbeutel von Onya Bags für Obst & Gemüse).

Neulich war meine Apothekerin am Boden zerstört, als ich den von ihr angebotenen Einkaufsbeutel abgelehnt habe. „Aber wir haben doch extra so hübsche!“ sagte sie und zeigte mir eine Jutetasche im Louis Vuitton-Style. Ich musste lachen, denn in unserer Apotheke gibt es sowieso oft irgendwelche skurrilen GiveAways. Kleinigkeiten, die den Kunden erfreuen sollen. Ich lehne immer rigoros ab.

Mich beschleicht aber das Gefühl, dass wir, die ablehnen, eine Ausnahme bilden und der normale Bürger alles mit nimmt, was er kriegen kann. Ist ja umsonst!

Ist ja schrecklich!

Meine Kinder bekommen bereits eingetrichtert, möglichst nichts anzunehmen, was sowieso in 2 Wochen im Müll landet. Das ist der Grund, weshalb es von uns schon lange keine GiveAway-Tütchen mehr gab, wenn Kindergeburtstag gefeiert wurde.

Oder wenn ich an Halloween denke, zieht sich alles bei mir zusammen. Natürlich finden die Kinder es toll, verkleidet durch das Dorf zu ziehen – aber müssen sie am Ende mit einer riesigen Tüte Süßigkeiten zurück kommen, die eigentlich niemand mag? Ich finde es doof, denn entweder schmeiße ich nach 4 Wochen alles weg, was noch in der Schüssel liegt oder ich schaue dabei zu, wie die Sachen vor sich hin gammeln.

Der ein oder andere mag jetzt denken, dass ich ein Spielverderber bin. Aber mittlerweile sehen meine Kinder es ein, dass man nicht allem hinterher jagen muss, was „kostenlos“ angeboten wird.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: wir produzieren zu viel Müll! Ein jeder von uns. Doch je bewusster ich die Dinge in mein Haus lasse, desto weniger Gedanken muss ich mir später darum machen. Schwierig finde ich tatsächlich alles, was mit dem Badezimmer zu tun hat, aber darüber schreibe ich ausführlich im nächsten Monat.

Bea Johnson hat in ihrem Buch Zero Waste Home die drei R’s aufgelistet, denen man folgen sollte, wenn man sich für Müllvermeidung interessiert

refuse – reduce – reuse – recycle – rot

ablehnen, reduzieren, wiederverwenden, zur wertstoffsammlung, kompostieren

Für mich persönlich geht es erst einmal darum, den Inhalt der Restmülltonne sowie unseren Verpackungsmüll (gelbe Tonne) zu reduzieren.

So habe ich in dieser Woche

  • unsere Restmülltonne umbestellt. Bisher wurde sie alle 14 Tage abgeholt, jetzt nur noch alle 4 Wochen. Die 14-tägige Abholung war noch aus der Zeit der Wickelkinder. Meine jüngste Tochter ist jetzt aber 9 Jahre alt!
  • zwei Kisten mit oben genannten Kleinkram an die Malteser gespendet. Alles Sachen, die ich nicht verkaufen (die viele Zeit, die ich dafür aufwenden müsste, ist es mir nicht wert) aber auch nicht wegschmeißen möchte (den Inhalt der Restmülltonne minimierend). Die Sachen werden jetzt sortieren und kommen in den Charity Shop der Malteser gebracht. Alle Erlöse sind für Projekte der Malteser in der Stadt Münster bestimmt
  • eine Kiste mit Büchern, die seit einem Jahr nicht bei Tauschticket angefordert wurden, auch an die Malteser gespendet
  • keine Blumen beim Discounter gekauft, weil sie in Folie eingewickelt waren
  • überlegt, ob wir einen Komposthaufen anlegen könnten. Aber soweit sind wir noch nicht
  • zwei defekte, elektronische Geräte zum Wertstoffhof gebracht. Und mich darüber geärgert, dass „neu kaufen“ oft günstiger ist als „reparieren lassen“
  • einen Aufkleber für den Briefkasten bestellt, um keine Werbung mehr zu erhalten. Zwar habe ich schon lange die meisten Kataloge & Co abbestellt, doch auch der Rest, der sich im Briefkasten verirrt, soll zukünftig
    nicht mehr in unserem Müll landen
  • die App Finderzimmer für Spielzeug ausprobiert. Aber noch keine Erfahrungswerte sammeln können

In unserem Abstellraum steht jetzt eine neue leere Kiste. Jedes Mal, wenn mir etwas in die Hände fällt, was ich nicht mehr mag oder benutze, kommt es dort hinein. Besuch darf gerne einen Blick rein werfen und sich raus nehmen, was er mag. Ist die Kiste voll, fahre ich dann wieder los, um den Inhalt zu spenden.

 

Wenn ich bei Kunden im Einsatz bin, versuche ich natürlich Papier, Glas und Plastik und die Dinge, die zu verkaufen oder zu verschenken sind, sowie Altkleiderspenden, zu trennen. Meist lässt sich bei größeren Aktionen der große Restmüllsack aber nicht vermeiden! Wichtig ist nur, dass man es nach einer groß angelegten Ordnungsaktion nicht wieder zu so viel Restmüll kommen lässt. Das Zauberwort für Ordnung ist dann tatsächlich ABLEHNEN.

 

In diesem Sinne: sagt auch mal NEIN

ordentliche Grüße

Denise

  • Katrin 07/01/2016 at 6:06

    Du sprichst mir aus der Seele. Diese schreckliche Give Aways überall, die man sowieso nicht braucht. Ich nehme sie auch nicht. Meine Kinder sind da noch etwas anfällig, aber das krieg ich schon auch noch aus ihnen raus.

  • Open House 07/01/2016 at 6:19

    Vielen Dank für den Tip mit den Onya-Bags!

  • Daija 07/01/2016 at 7:17

    Mich hat Bea Johnson im letztes Jahr mit Ihrem Buch auch sehr inspiriert. Es ist wirklich toll und voller praktischer Tipps. Warum wir wohl alle dazu tendieren, Freebies mitzunehmen? Ich bin schon vile besser geworden, doch manchmal nehme ich noch kostenlose Zeitschriften etc mit. Was machst Du an Kindergeburtstagen statt Tuetchen?
    Komposttonnen gibt es ja auch, vielleicht passt das fuer Euch besser?

  • klitzekleinedinge.com 07/01/2016 at 7:27

    Die Idee mit der Kiste finde ich klasse!
    Und du hast recht: Ich ertappe mich auch viel zu oft dabei, dass ich etwas nur nehme, weil es kostenlos ist, obwohl ich es gar nicht brauche.

    Liebe Grüße, Biene

  • Herbst Liebe 07/01/2016 at 8:21

    Tauschticket kannte ich noch gar nicht, werde es aber auf jeden Fall zukünftig nutzen. Vielen Dank für den Tipp.
    Herzlichst Ulla

  • Nadini 07/01/2016 at 8:40

    "ZERO WASTE HOME

    Im wegschmeißen bin ich große klasse."

    …da musste ich schon ein bisschen lachen.. 😉 😉 😉

  • Anja von schoenesleben.net 07/01/2016 at 8:42

    Tüte in die Handtasche. Wird gemacht. Schöner Post!!

  • Anonym 07/01/2016 at 8:43

    die idee müll zu sparen ist ja von grund auf ein solider gedanke und auf jeden fall nachahmenswert,ja und schön wenn man sich es leisten kann,aber was machen menschen die auf jeden cent angewiesen sind,die kaufen ihre blumen beim discounter in folie weil woanders zu teuer.und auch äpfel im 2 kilo beutel weil sonst zu teuer,oder brot abgepackt weil sonst zu teuer.und so könnte ich immer weiter aufzählen. nicht umsonst sind unsere öffentlichen tafeln überfüllt. und auch die werbung im briefkasten ist wichtig um angebote mitzubekommen,weil jeder cent umgedreht werden muss.es ist nicht füe alle machbar sich am ökotrend zu beteiligen.l.g. Andrea

    • Anonym 09/01/2016 at 9:37

      Hallo Andrea,
      ich glaube, eine Möglichkeit, trotz schmalem Budget und Einkauf beim Discounter Müll zu reduzieren, ist es, diese überflüssigen Verpackungen einfach direkt im Markt zu lassen. Der Müll fällt zwar trotzdem an, aber entsorgen muss es der Händler, den kostet es Geld und wenn es genug Menschen gibt, die das machen, werden sich die Ketten überlegen, ob es ihnen das wert ist. Ich ärgere mich z. B. immer sehr über die eingeschweißten Gurken, Plastikverpackungen um Bananen – und zwar insbesondere dann, wenn es ein Bioprodukt ist.
      Außerdem glaube ich aber auch, dass viele Verhaltensweisen, die dem Umweltschutz dienen, auch dem Portemonnaie gut tun. Eigene Stoffbeutel mitnehmen statt Plastiktüten im Markt zu kaufen ist nur ein Beispiel. Mit natürlichen Rohstoffen wie Efeublättern oder Kastanien waschen ein weiteres.
      Viele Grüße,
      Bianca

  • Malcesine 07/01/2016 at 9:10

    Bei unserem EDEKA gibt es schon seit längerem Papiertüten für Obst und Gemüse, da ich Kartoffeln lose kaufe, finde ich die ganz praktisch und umweltfreundlich.
    Das mit den kostenlosen Sachen ärgert mich sehr, da meine Mutter z. B. die mittlerweile überall erhältlichen Gratis-Kundenmagazine mitschleppt sowie Flyer u. ä. Der Kram liegt dann, größtenteils ungelesen!, ewig bei ihr rum. Letztens habe ich wieder bei ihr ausgemistet, es war schlimm …
    Der Sinn von Give-Away-Tüten an Kindergeburtstagen erschließt sich mir auch nicht. Das Geburtstagskind steht doch im Mittelpunkt, warum sollen alle anderen dann auch noch was kriegen. Genau so blöd wie "Mitfreugeschenke" für Geschwister …

  • Blaustern 07/01/2016 at 9:27

    Oh erwischt. Du hast natürlich recht mit ablehenen kann man sehr viel Müll vermeiden, doch oft hat sich der Geber ja recht viel Mühe gemacht, da fällt es mir einfach schwer die Geste abzulehnen. Umgekehrt wäre ich vermutlich auch entäuscht. Allerdings ist manches wirklich ausgeufert und das sollte man durchbrechen.
    Die Kiste finde ich toll. Ich treffe mich regelmäßig mit einer Gruppe Frauen. Wenn eine was hat, was ihr nicht mehr gefällt oder niemand in der Familie schmeckt so bringt sie es mit, fast immer mag es jemand anderes und die Dinge haben oft schon viel Freude gemacht. Mir zum Beispiel leckere Pralinen, im kleinen Tütchen – kaum Müll :).
    Danke für deine Tipps.

    Liebe Grüße Jutta

  • Anonym 07/01/2016 at 9:32

    Liebe Denise

    Die kleinen Geschenken, die bei uns alle Familienmitglieder vom Zahnarzt oder Apotheke oder von einer Tombola mit nach Hause bringe, sammle ich in einer Schachtel und wenn ich dann Inhalte für den Adventskalender brauche, packe ich die kleinen Sachen in Stoffsäckchen und verschenke sie. So brauche ich meist fast nix mehr neues dazuzukaufen, die Giveaways sind wiederverwertet und die Kinder freuen sich darüber. Oder aber ich gebe sie an Kindergeburtstagen als Lottopreise. Funktioniert immer sehr gut.

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz

  • AnnJ 07/01/2016 at 9:53

    Und man muss richtig schnell sein mit "es geht ohne Tüte, danke" sagen, sonst ist der Einkauf ratzfatz eingeplastikt (das fällt mir vor allem in Klamottenläden auf). Dabei sind selbergenähte Einkaufsbeutel doch auch immer ein hübsches kleines "hier, für dich"-Mitbringsel.
    Ich gehe auch nie ohne Einkaufstasche aus dem Haus, auch wenn ich keine Einkäufe vorhabe – man weiß ja nie, was dazwischenkommt! 🙂

  • viel-krempel 07/01/2016 at 9:58

    Finde ich super, deinen Ansatz…
    Bei uns wird es am Samstag bei der Sternsingeraktion zu größeren Süßigkeitenmengen kommen, die vielfach nicht gegessen werden. Mal sehen wie wir damit umgehen…
    Annette

    • Nadine Göller 08/01/2016 at 16:51

      Heute war bei uns ein Artikel dazu in der Zeitung. Die Sternsinger haben einen großen Teil ihrer geschenkten Süßigkeiten, an "die Tafel" gespendet und noch einen großen Teil ins Flüchtlingsheim.
      Finde ich super!

  • Caro von Zuckergewitter 07/01/2016 at 10:15

    Danke für die Inspiration, liebe Denise.

    Ich hab direkt mal eine Mail an ein Versandhaus geschickt, von dem immer haufenweise unnötige Kataloge kommen, damit die eben keine mehr schicken.

    Für die Tüllbeutel liegt hier auch schon alles zum selber machen bereit 🙂

    Liebe Grüße
    Caro

  • hamburg von innen + verena 07/01/2016 at 11:14

    Die Kisten-Idee ist wirklich gut!
    Ich überlege auch immer, wenn ich was aussortiere, wem ich damit wohl noch eine Freude machen könnte. Mit der Kiste ist das natürlich noch viel besser 🙂

  • Anonym 07/01/2016 at 11:43

    ein schöner Beitrag 🙂
    vieles davon praktizieren wir schon sehr lange und dringend empfehlenswert finde ich den klassischen Komposthaufen im Garten. Wir haben im letzten Sommer mit großem Erfolg die erste Erde nach 2 Jahren kompostieren "ernten" können und für neue Pflanzbeete genutzt – SUPER!!!!
    Unbedingt nachmachen 🙂
    (Und so schwer und kompliziert ist es wahrlich nicht)

    beste Grüße
    Sabrina

  • Augusthimmel 07/01/2016 at 11:46

    Was für ein schöner Artikel! Habe gerade einen ganzen Tag Aussortieren im Kinderzimmer hinter mir. Und ich blicke mit leichtem Schauder in Richtung Februar und damit auf den nächsten Kindergeburtstag. Das wird wieder eine Lawine unnützer Dinge geben, die schon bald auf dem Müll landen.
    Ich arbeite noch daran, so einen Satz wie "Im Wegschmeißen bin ich große Klasse!" glaubhaft und ehrlich von mir zu geben.
    Vermute, dass das noch ein längerer Weg wird …
    Danke für deine Motivation.
    LG, Kirstin

  • Roxy | early birdy 07/01/2016 at 11:49

    Ein paar sehr guter Ideen hast du da! Nachdem ich mir vorgenommen habe am Wochenende mal ordentlich zu entmüllen, werde ich mir das Eine oder andere gerne zu Herzen nehmen.

  • Franziska 07/01/2016 at 12:32

    Wir haben kürzlich eine Schreibtischlampe gesehen, wo man das LED-Leuchtmittel nicht austauschen kann. D.h. ist das Leuchtmittel kaputt, kann man die Lampe nur noch wegwerfen. Ist das nicht schrecklich?
    Lg

  • Anjalein 07/01/2016 at 13:18

    Ein sehr guter Post, Du sprichst mir aus der Seele. Meine kleine Handtaschen-Tasche ist immer dabei, die Kinder nehmen mittlerweile schon selbst Jutetaschen mit zum Einkauf und auch im Wegwerfen bin ich schon recht gut …. Lieber nehme ich allerdings auch vieles mit zum Flohmarkt oder verschenke hier in unserer Flüchtlingsunterkunft. Viele Grüße, Anja

  • Nordlicht 07/01/2016 at 17:06

    Beim Kindergeburtstag wurde bei uns immer gebastelt und gemalt. Das Ergebnis war das Mitnehmgeschenk.
    z.b. Muscheln im Sommer gesammelt zur Kette basteln, Blumentöpfe bemalen und bepflanzen (Kräuter aussäen), weisse einfache Shirts mit Stoffmaler bemalen (vor dem Heimweg noch Bügeln zum Fixieren), dito mit Käppis usw.

  • marry 07/01/2016 at 17:33

    Hallo Denise,
    kostenlose Probe nehme ich an, wenn ich sie wirklich verwenden (oder ausprobieren) möchte. Ansonsten lehne ich freundlich ab, was bisher zwar erstaunt aber akzeptierend zur Kenntnis genommen wurde.
    'Meine' Sternsinger bekommen eine Spende für die Dose und wenn sie mögen!! jede/r eine Clementine!
    Was die Reparatur von Kleinelektronik anbelangt habe ich sehr gute Erfahrung in einem (von mittlerweile mehreren) Repaircafe in unserer Stadt gemacht. Hilfe zur Selbsthilfe!!!
    Mein Radio-Wecker mit CD-Player funktioniert wieder und ich kann abends mein Hörbuch genießen!

    Liebe Grüße
    Marry

    • Andrea Couturier 13/01/2016 at 13:25

      Ich freue mich gerade sehr, dass das repair café hier schon genannt wurde. Daran habe ich auch gleich denken müssen. War auch schon dort und es ist erstaunlich, was dort alles wieder Instand gesetzt werden kann.
      Ansonsten: schöneAnregungen, Danke Denise!

  • Bine W. 07/01/2016 at 18:11

    Ich versuche schon seit geraumer Zeit Plaste-Müll zu vermeiden, finde es aber im Alltag ziemlich schwierig – ich habe inzwischen fast alle Putzmittel auf Ecover umgestellt, da diese "sinnvolle" Flaschen haben. Und es gibt nur noch Seife als Stück und die ohne Folie verkauft wird. Eine Zeitlang gab es bei einer Drogeriekette (ich glaube, die mit dem Pferd) Geschirrspülerpulver in einer Pappverpackung – leider haben sie inzwischen auf Folie umgestellt. Ich habe recht viele Beutel genäht, die ich im Auto, im Fahrradkorb und meiner Handtasche verteilt habe.

    Und auch wenn fast alle Kinder Give-Aways in den Kindergarten mitbringen, boykottieren wir es – zum richtigen Kindergeburtstag bei uns Zuhause gibt es "Preise" aus der Schatzkiste (die ich das ganze Jahr mit Mitbringseln/ Werbegeschenken fülle) und keine "fertig" gepackten Tüten.

    Ich bin sehr auf deine kommenden Posts zu dem Thema gespannt :).

    LG
    Bine

  • Mumbai 07/01/2016 at 18:30

    toll, welche Reaktionslawine dieses Mullvermeidungsthema ausloest. Auch ich erblicke jedesmal
    erstaunte Gesichter wenn ich zu den ohnehin schon zu viel verpackten Artikel (ich schrieb bereits
    darueber in deinem vorigen blog) das ueberfluessige Plastikbag ablehne und ich es nur in meine
    Tasche stecke (auch wenn es sich manchmal um meine schoene Designerhandtasche handelt, in der auch schon manchmal 1 Milchflasche landee). Zu dem Thema Elektrogeraete haette ich
    auch viel zu entscheiden, wenn man laesst. Denn dass Reparaturen teurer sind als ein neues
    Geraet ist mal wieder so ein Trick um das Brutto National Produkt steigern zu koennen.

  • Anonym 07/01/2016 at 18:50

    Liebe Denise, du hast einen tollen Blog! Als stille Leserin schaue ich gerne bei dir "vorbei"! Aber wir haben nicht nur Müll im Haus. Der Haushalt besteht aus Dingen, die man einmal aus gutem Grund angeschafft hat und die einfach "in die Jahre" gekommen sind. Sie gleich wegzuschmeißen, bloß weil sie nicht mehr so modern sind, finde ich auch keine Lösung. Vielleicht sollte man die Neuanschaffungen grundsätzlich kontrollieren, ob man das Alte unbedingt durch etwas Neues ersetzen muss? Dinge haben auch eine Wertigkeit und diesen Wert sollte man sich vor Augen halten. Dafür hat man einmal viel Geld ausgegeben. Wenn ich da an meine Weingläser-Sammlung denke… sie entsprechen nicht dem Design von "de.ot" oder I.ea aber sie haben für mich einen ideellen Wert! In diesem Sinne sollte man sich wirklich überlegen, ob man immer alles gleich neu braucht und farblich passend, wie es ja zur Zeit "en vogue" ist… Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Arbeit (würde mir auch gefallen!!!) und deinem Blog! Ich find ihn sehr wichtig!!! lg Anna

  • Anonym 07/01/2016 at 19:22

    Das hier in drn Kommentaren angebrachte Argument mit den Prospekten, die man braucht, um durch Angebote Geld zu sparen, kann ich so nicht unterschreiben. Schon lange habe ich zb von Kaufland und Aldi die Newsletter abonniert. Einmal die Woche klicke ich mich in 5 Minuten durch und vervollständige ggfs meine Einkaufsliste. So kann ich Angebote nurzen und hab trotzdem keinen Prospektmüll.

  • Rosanita 07/01/2016 at 20:24

    Liebe Denise,
    ich habe das Buch von Bea Johnson auch gelesen und obwohl sie wirklich manchmal sehr drastisch ist, kann ich es wirklich nur empfehlen! Seitdem überlege ich auch immer zweimal, bevor ich etwas mit nach Hause nehme. Ich finde Deinen Blog toll und bewundere deinen Ordnungssinn. In meinem Blog Rosanisiert (www.rosanisiert.de) schreibe ich über das Thema Ordnung für Unordentliche und mein Leben als Anonyme Chaotin. Ich freue mich schon auf deine weiteren Beiträge! Viele Grüße Anita

  • Anonym 07/01/2016 at 22:10

    Gugug was ist das für ein toller Wandorganizer für die Hefte? Wo kann man den kaufen oder möchtest du deen evt verkaufen 😉 grüssle kiener3"at"bluewin.ch

  • mamas kleine fee 07/01/2016 at 23:10

    Liebe Denise,
    ich freue mich beim Lesen deines Artikels, dass ich die meisten deiner Vorschläge bereits umsetze. Sehr gespannt bin ich auf deinen Artikel zur Müllvermeidung im Badezimmer, denn ich glaube eigentlich, dass es hier fast am leichtesten ist, Müll zu vermeiden (mal abgesehen von den geschenkten Duschgels und Shampoos, die die Kinder so bekommen). Aber es ist sicher auch vieles an Müllvermeidung im Bad Geschmackssache. Wie gesagt, ich bin gespannt!
    Das Thema Geburtstags-Giveaways finde ich sehr spannend. Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass diese gar nicht nötig sind, weil das Geburtstagskind im Mittelpunkt steht und nicht die Gäste. Da hier aber jeder Tütchen mitgibt, komme ich mir "geizig" vor, das nicht zu tun und mache es ebenfalls. Allerdings nutze ich nur Butterbrottüten und kann es wirklich überhaupt nicht nachvollziehen, warum andere Eltern Geld für diese kleinen Plastiktüten mit irgendwelchen kindlichen Motiven ausgeben. Die sind doch wirklich nur für den Müll produziert. Eine Weile habe ich die gesammelt, weil ich dachte, dass ich sie irgendwann einmal upcycle, aber in der letzten Aufräumaktion sind sie dann doch in den Müll geflogen. Ich weiß nicht, was ich damit machen soll, aber eigentlich habe ich wirklich ein schlechtes Gewissen, sie in den Müll zu werfen. Sooo viel Schaden, den man der Umwelt damit antut… Am liebsten wäre mir, dass sie erst gar nicht gekauft und produziert würden. Lehnst du sie ab, wenn deine Kinder welche an Geburtstagen erhalten? Kann man andere Eltern darauf aufmerksam machen, dass das nicht gerade umweltfreundlich ist? Ich habe ja schon Angst davor, mich dann unbeliebt zu machen, muss ich ehrlich sagen. Hast du auch schon das Gefühl gehabt, dass die Gastkinder eine Erwartungshaltung gegenüber einem Giveaway hatten? Wie haben deine Kinder auf das Weglassen der Giveaways reagiert? Oder hast du eine Alternative zu den Tütchen? Das ist wirklich ein Thema, das mich brennend interessiert. Vielleicht schreibst du nochmal etwas dazu? Das würde mich freuen! Der nächste Geburtstag steht bei uns im Februar an und ich bin schon am Planen…
    Ganz liebe Grüße
    Cordula

  • Oma macht das schon 08/01/2016 at 13:15

    Deine Posts finde ich sehr gut,
    aaaaber ich würde mir keine Täschchen kaufen
    und mit dem Auto wegfahren, um die Sachen zu verwerten,
    finde ich auch nicht so super.
    Ich habe mir Einkaufsnetze gehäkelt, sie sind wirklich klein zusamenzulegen um in der Tasche Platz zu finden
    und Taschen aus defekten Regenschirmen genäht,
    die sind mindestens genau so gut.
    Liebe Grüße
    Nähoma

  • liebe design 08/01/2016 at 13:20

    Liebe Denise,

    Du hast mich inspiriert.

    Angefangen habe ich, aber noch bin ich weit entfernt davon, so konsequent Ordnung zu halten…

    Hier, kannst Du gucken, wie Du mich inspiriert hast – danke dafür:

    http://www.liebedesign.de

    Viele sonnige Grüße,
    Sara

  • Frau Gäbel 08/01/2016 at 15:45

    Liebe Denise,

    bevor Bonbons von St. Martin oder anderen Süßigkeitensammelaktionen vergammeln, kannst Du sie, wie viele andere Lebensmittel auch, bei http://www.foodsharing.de als Lebensmittelkorb reinsetzen. Diese Plattform ist in den letzten jahren sehr gewachsen, teilweise gibt es aber geografisch immer noch einige "tote" Zonen. Dann schau am besten bei Facebook, viele regionale Foodsharinggruppen sind da besser organisiert. Bei uns gibt es außerdem ein foodsaving der Malteser, auch dort können Lebensmittel verschenkt oder getauscht werden. Viel Erfolg! Maike

  • Kerstin und ich 08/01/2016 at 15:45

    Liebe Denise,
    bin gespannt auf weitere Beiträge zum Thema Zero Waste. Müllvermeidung im Bad interessiert mich besonders, weil ich das echt schwierig finde. Wir sind vor kurzem wieder auf ein Stück Seife, statt Flüssigseife oder Duschgel umgestiegen, ist billiger, hält länger und verursacht weniger Müll. Aber was macht man mit Shampoo, Deo, …? Ich bin gespannt.
    Auch ich habe im letzten Jahr versucht, unseren Müll weiter zu reduzieren und genau zu überlegen, ob bestimmte Anschaffungen wirklich sein müssen. Was ich aber schon ewig vorhabe aber bisher nie umgesetzt habe: Ein Schild "Keine Werbung" an den Briefkasten zu hängen. Habe ich gestern erledigt, dank deiner "Erinnerung". 🙂
    Liebe Grüße,
    Kerstin M.

    • Anonym 09/01/2016 at 9:51

      Hallo Kerstin,
      es gibt auch festes Shampoo, z. B. von Lush, aber auch anderen Anbietern. Ich nutze das seit einer Weile (konnte mir das vorher nie vorstellen) und bin begeistert! Habe sogar festen Conditioner bei Lush gesehen. Dort ist zero waste auch ein wichtiger Teil des Konzepts. Ich habe es selbst noch nicht probiert, aber Deo lässt sich auch mit Natron selbst herstellen – schau doch einfach mal im Netz!
      Viel Erfolg!
      Gruß, Bianca

  • Yumie Papiergut 08/01/2016 at 17:23

    Wie recht du hast. Genau so handhabe ich es auch.
    Im Aussortieren bin ich auch super und mir fällt das auch nicht sehr schwer, aber was ich schwer finde ist dann wirklich jemand zu finden, der es gebrauchen könnte. Die Hilfswerke lehnen bei uns materielle Spenden meist ab.

    LG Tina

  • Nicole von Familieordentlich.de 08/01/2016 at 18:26

    Liebe Denise,

    überflüssige Dinge weggeben fällt mir nicht besonders schwer. Schwer ist es tatsächlich eher keine überflüssigen Dinge mehr ins Haus kommen zu lassen. Ich denke, Du hast schon einen guten Ansatz gefunden. Bin gespannt, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße,
    Nicole

  • Anonym 08/01/2016 at 19:17

    liebe anonyme vom 7.1. um 20.22 uhr.
    ich finde das einsparen unnützer verpackungen und alles was gut ist um unsere umwelt zu entlasten sehr wichtig. ich habe selber 5 kinder und 2 enkel,für die wir dies anpacken sollten. nur ist es unmöglich schon wieder so einen kommentar zu schreiben. wissen sie wieviel rentne rhier in deutschland an der armutsgrenze leben und gar kein internet haben ,oder sozial schwache familien die auch nicht in den genuss von internet kommen weil e snicht finanzierbar ist. manchmal muss man mal über den tellerrand hinausschauen und mitdenken.leider ist unsere gesellschaft finanziell sehr gespalten.ich muss das täglich beruflich erleben.wer kann der sollte und muss etwas tun und den anderen sei es doch zugestanden sich noch über werbung anders informieren zu können und zu müssen.l.g Andrea

  • Anonym 09/01/2016 at 9:54

    Hallo Denise,
    ich bin so froh über deinen Artikel! Ich lese deinen Blog schon seit einer Weile (wenn auch in letzter Zeit wie die meisten anderen in meinem Feed eher sporadisch) und weiß noch, wie ich einmal recht entrüstet darüber war, wie du dich für das Wegwerfen anstelle des Wiederverwertens ausgesprochen hast. Wiederverwerten ist zeitaufwändiger, aber ich glaube, es lohnt sich. Unsere Umwelt wird sich bedanken. Ich bin froh, dass der Trend der Müllvermeidung immer größere Kreise zieht und hoffe, dass es sich als mehr als ein Trend herausstellt. Ich freue mich auf weitere Posts zu diesem Thema!!
    Viele Grüße,
    Bianca

  • Anonym 09/01/2016 at 10:03

    Liebe Denise!

    Ganz große Klasse. Ich hoffe Du hältst das durch und inspirierst uns das ganze Jahr hindurch.
    Was ich immer schade finde… man wird "Zeug" oft schlecht wieder los. Malteser o. ä., die etwas annehmen, gibt es in meiner Gegend nicht. Und andere Spendensammler nehmen lieber Geld als Sachspenden.
    Deshalb habe ich mir vorgenommen lieber noch 3x mehr drüber nachzudenken, bevor ich überhaupt erst etwas kaufe.

    Liebe Grüße,
    Simone G. aus B. / Ger.

  • diekleineschneiderei 10/01/2016 at 7:42

    Hallo Denise!
    Gestern habe ich eine Kofferraumladung zum hiesigen Bürgershop gebracht. Gerade die Zeit zum Jahresende/-anfang scheint eine gute Zeit zum Ausmisten und Aufräumen zu sein. Man sammelt immer viel zu viel Zeug an, was eigentlich unnötig ist. Collect momnets – not things!
    Seit dem Film plastic planet versuche ich auch v. a. Plastikverpackungen oder auch Alltagsgegenstände aus Plastik zu vermeiden, bzw. Alternativen zu finden. Ist gar nicht so leicht, oft ein Kampf gegen Windmühlen. Aber v. a. als Vorbild für unsere Kinder sollten wir uns nicht von, auf dem ersten Blick, unbequemeren Lösungen abschrecken lassen.
    Danke auch für Dein Büchlein (7 Tage für ein aufgeräumtes Leben). In einer Woche habe ich es nicht geschafft aber ich habe gute Impulse bekommen und freue mich seit dem immer wieder aufs neue wenn ich Ordnung schaffe.
    Vielen Dank für die vielen Anregungen und tollen Bilder auf deinem Blog!
    Herzliche Grüße, Désirée

  • Eclectic Hamilton 10/01/2016 at 12:12

    DAnke für die tollen Tipps. Ich möchte dieses Jahr auch einiges ausmisten und verändern. Werde öfters mal bei dir vorbeischauen!!!

    Greetings & Love & a wonderful sunday
    Ines

  • Katrina L 10/01/2016 at 20:42

    Schöne Anregungen, die das Leben auf lange Sicht erleichtern…in mehrfachem Sinne. Danke!
    Übrigens hat mich eine Kundin, die meine Briefkastenaufkleber bestellt hat, auf diesen Blog aufmerksam gemacht.
    Bei Interesse guckt in meinem Dawandashop….Bitte keine Werbung und ähnliches biete ich als hübsche funktionale Aufkleber für den Briefkasten an.
    http://de.dawanda.com/product/32043529-2-x-wetterfestes-banner-fuer-den-briefkasten
    Ich selbst hab' ihn auch am Kasten…und es funktioniert (zumindest bis auf Ausnahmen).
    Grüße in die Runde,
    Katrina Lange

  • Anonym 11/01/2016 at 20:23

    Hallo Denise,

    habe auch so einen Aufkleber auf meinem Briefkasten. Am Samstag hab ich mich total geärgert, weil da trotzdem gefühlte 2 Kilo Werbung drin waren.
    Beim vorletzten Umzug hatten wir auch einen riesigen Kellerraum voll mit Kram. Alles mögliche, was sich so über die Jahre angesammelt hatte. Habe alles, was wir nicht mehr gebrauchen konnten in Umzugskartons gepackt (insgesamt 33 Stück) und hab eine Kleinanzeige geschaltet. Das wurde dann auch prompt komplett abgeholt und ich hatte keine Arbeit mehr damit.

    Mittlerweile hab ich ein Sozialkaufhaus in der Nähe, das auch regelmäßig Spenden von uns erhält. Leider haben wir immer noch zu viele Sachen, aber ich versuche weiterhin am Ball zu bleiben und mich von Dingen zu trennen.

    Viele Grüße,
    Natascha S.-R.

  • Frau Katja 12/01/2016 at 10:42

    Liebe Denise,

    ich hätte da eine Frage: Dein Zeitschriftenhalter an der Wand, finde ich wirklich sehr schön und da bei uns sich einige schöne Exemplare auch stapeln, wäre es toll, wenn Du Dein kleines Geheimnis verraten könntest, wo Du den her hast?

    Beste Grüße,
    Frau Katja

    • Denise Colquhoun 12/01/2016 at 10:56

      Der Zetschriftenhalter ist von Madame Stoltz. Über eBay lässt sich sicher ein Anbieter finden.

      Viele Grüße
      Denise

  • Anonym 12/01/2016 at 18:27

    Hallo,
    wir benutzen schon seit Jahren zum Duschen und Haarewaschen spezielle handgesiedete Seifen. Oft in Bioqualität. Das klappt super und diese ganze Plastikflaschengedöns steht nicht rum. Auch, wenn ich für den Urlaub packe, ist das schnell und platzsparend erledigt. 2 Stück Seife- fertig!
    LG
    Sonja

  • Sophie 03/02/2016 at 17:21

    Inspiriert von deinem Artikel habe ich gerade 5 Säcke Kleidung zum Altkleider Container gebracht. Gutes Gefühl:)

    Liebe Grüße,
    Sophie

    http://www.weekdayswithsophie.wordpress.com

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