Bücher Familie

behind the scences: „Aufräumen mit Fräulein Ordnung“

29/09/2016

Entspannt und stressfrei mit Kindern leben

So entspannt und stressfrei wie der Titel verspricht, war die Zeit, in der ich mein zweites Buch geschrieben habe, leider nicht. Das hatte allerdings weniger mit den Kindern als mit den Begleiterscheinungen meines Lebens in der Zeit zu tun. Eine Woche, bevor das Manuskript für das Buch fertig sein sollte, gab es einen Todesfall in meiner Familie. Damit stand die Welt erst einmal eine Weile still. Irgendwie hat es dann trotzdem noch geklappt und zu Weihnachten lag der Vertrag in der Post. Die folgenden Wochen konnte ich nur sporadisch an dem Buch arbeiten, denn ich musste den Rechner mit meinem Mann teilen, der täglich mit Bewerbungen schreiben beschäftigt war (oder mit meinem Blogumzug, für den ich ihm sehr dankbar bin!). Die Stimmung in unserem Zuhause war auf jeden Fall das Gegenteil von „harmonisch, entspannt und stressfrei“. Ich war müde und gereizt, habe mir Sorgen um die Zukunft gemacht und der neue Job im Baumarkt, den ich seit Ende Februar hatte, war eine große Umstellung für mich. Fast täglich habe ich „Ich muss an meinem Buch arbeiten!“ geseufzt, ohne wirklich produktiv zu sein. Ich ging mir selber schrecklich auf die Nerven!

Wie soll man ein „Gute Laune“ Buch schreiben, wenn die eigene Laune ganz weit unten ist?

Ich lasse mich nicht unterkriegen! Schon gar nicht von widrigen Umständen! Arschbacken zusammen und Ärmel hoch! Nach dem blöden Durchhänger war ich im April und Mai wie eine Wahnsinnige unterwegs und habe meine Ideen umsetzen lassen, die ich für das Buch hatte. Paula (meine Tochter und persönliche Fotografin für dieses Projekt), war ständig in „Alarmbereitschaft“ und musste vorübergehend ihre Wochenendplanung mit mir absprechen.

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behind-the-scences-aufraeumen-09Zusammen haben wir Freunde besucht, Zimmer fotografiert und Tische dekoriert.

Das war eine anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit.

Anstrengend, weil immer alles sofort klappen musste. Wir hatten nur noch wenig Zeit und wenn das Licht doof war, dann mussten wir einfach das Beste daraus machen.  Klar, dass es kein Regen gab, als wir einen „Spaziergang im Regen“ fotografieren wollten und als mir kurz vor Schluss klar wurde, dass wir mehr Fotos von Essen als von Kinderzimmern hatten, bekam ich nochmal mächtig kalte Füße …..

Schön, weil wir  tolle Stunden mit wunderbaren Menschen verbracht haben – und weil wir immer etwas leckeres auf dem Tisch stehen hatten, was nach der Fotosession gegessen werden musste 🙂

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Sonnenaufgang

Unser letztes Fotoshooting fand an einem Feiertag, morgens um 5 Uhr statt. Wir wollten das Licht vom Sonnenaufgang nutzen und sind mit Tasse und Decke bewaffnet zu meiner Freundin gefahren, die einen schönen großen Garten hat. Ich hatte eine weiße Schlafanzughose an und genaue Vorstellungen, wie das Fotos aussehen sollte …

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Am Ende sieht man auf keinem der Fotos, weder wo wir waren, noch welche Tageszeit gerade war – und natürlich auch nichts von der Schlafanzughose. Doch der Aufwand hat sich trotzdem gelohnt. Für dieses eine Foto, welches nun im Buch ist.

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Den Aufwand und die Arbeit, die man mit solchen Fotos hat, habe ich tatsächlich unterschätzt. Es ist etwas komplett anderes, ob man für einen Blog oder für ein Buch fotografiert. Die Arbeit für den Blog finde ich unter’m Strich auf jeden Fall sehr viel befriedigender, weil es nur ein kleiner Bruchteil der vielen Arbeit in so ein Buch schafft.

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Buchcover

Ende Mai habe ich das Buch dann abgegeben. Es war ein befreiendes Gefühl, diese Arbeit abschließen zu können. Zwar folgte dann noch ein hin & her mit dem Verlag, denn mit dem ersten Entwurf für das Cover war ich so unglücklich, dass ich eine Runde weinen wollte. Viel lieber hätte ich eine Collage mit Paula’s Fotos auf dem Cover gehabt, aber so, wie es jetzt aussieht, ist es auch gut.

img_4048Bei Amazon ist leider noch immer das alte Cover zu sehen – verschickt wird das Buch selbstverständlich mit der hier abgebildeten Collage.

Es ist aber auch möglich, das Buch in jeder anderen Buchhandlung zu bestellen!

Danke schön

An dieser Stelle möchte ich ein dickes DANKE SCHÖN an folgende Menschen schicken:

DANKE an

  • YVONNE, dass wir Dein Haus stürmen und Deine Küche verunstalten durften
  • MELANIE, dass wir mit Kuchen & Kamera bewaffnet vorbei kommen durften
  • FRIEDA, die uns in ihr Haus gelassen hat, obwohl wir uns gerade erst kennengelernt haben
  • VICTORIA für das Probelesen und Feedback geben
  • PAULA, dass Du so geduldig meine Vorstellung umgesetzt hast
  • meine Familie, die diese Zeit mit mir durchgestanden hat!

 

 

 

Nächste Woche geht es dann wieder ganz normal mit dem OrdnungsTag weiter.

Bis dahin (bzw. bis zum 09.10.2016) ist der Lostopf für mein Buch auch noch geöffnet ….

 

Viel Grüße

Denise

 

 

  • Diana 29/09/2016 at 8:58

    Liebes Fräulein Ordnung,
    wahnsinn, wieviel Arbeit dahinter steckt. Und dass Sie das alles geschafft haben trotz der vielen Widrigkeiten, ist bewundernswert. Es ärgert mich immer, wenn Leute sagen „Ich gebe nicht soviel Geld für ein Buch aus, das bisschen Papier“. Dabei steckt soviel mehr dahinter, der/die Autor/in, der/die einen Großteil der (Lebens-)zeit in einem Jahr damit verbracht hat und viel Gehirnschmalz investiert, der Fotograf aber auch beim Verlag sind viele Leute mit einem Buch beschäftigt, bis es dann wirklich druckreif ist . Am Ende ein fertiges Werk in den Händen zu halten und zu wissen, dass man selbst es geschaffen hat, muss ein unglaublich erhebendes Gefühl sein!
    Herzliche Grüße!

  • Karfunkelstein 29/09/2016 at 9:22

    Liebe Denise, wie viel Arbeit tatsächlich in so einem Buch steckt, ist den meisten Leuten wahrscheinlich gar nicht klar. Obwohl ich selbst fotografiere und eine Vorstellung davon habe, was man manchmal alles nicht sieht, um dann trotzdem die richtige Stimmung einzufangen und auch weiß, wie es ist, wenn die Welt still steht… finde ich es dennoch mutig und beeindruckend, dass Du uns auch einen Blick hinter die Kulissen werfen lässt. Danke dafür!
    Gleichzeitig hast Du eine Kindheitserinnerung geweckt, denn Erich Kästner hat sein Fliegendes Klassenzimmer, das im Winter spielt, im Sommer geschrieben. Aber gerade dieses erste Kapitel, in dem er das beschrieben hat, hat für mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, zumal die eigentliche Geschichte für mich tatsächlich immer mit Winter in Verbindung stand und stehen wird, auch wenn die Filmindustrie die Geschichte irgendwann in den Sommer transportiert hat. Erich Kästner hat es für mich geschafft, es im Sommer schneien zu lassen. Und Du und Paula habt es sicher auch geschafft, es an einem trockenen Tag regnen zu lassen, gute Laune und Stressreduzierung zu vermitteln, auch wenn euch nicht immer danach zu Mute war. 🙂
    Liebe Grüße

  • Claudia 29/09/2016 at 10:15

    Hallo Frl Ordnung, ja, das klingt aufregend, turbulent und arbeitsreich. Beim Cover muss ich zustimmen, da hätte ich auch weinen mögen, schrecklich. So wie es jetzt ist, ist es tausendfach besser! Jetzt bin ich doch neugierig geworden und werde es mir wohl auch bestellen. Auf jeden Fall wünsche ich Dir ganz viel Erfolg mit dem Buch, die ganze Mühe hat sich sicherlich gelohnt und macht Dich zu recht stolz! LG C

    • Claudia 29/09/2016 at 15:17

      So, ich habe mir das Buch soeben bei Amazon bestellt und erwarte es für morgen. Ich hoffe, ich schaffe es dieses Wochenende zu lesen, da ich (mit MEINEN Kindern 😉 ) ein ganzes Haus einräumen muss (mit einigen wunderbaren Schätzen, die ich letzten Winter bei der lieben Raumseele erstanden habe 🙂 )! Zudem möchte ich noch einmal ergänzen: Das Cover ist zwar tausendfach besser, aber ich kann Dich da noch nicht so wirklich erkennen, oder irre ich mich ? Viel Erfolg weiterhin, LG C

  • Lebensperlenzauber 29/09/2016 at 10:53

    Liebe Denise,
    ich habe richtig mitgefühlt bei allem was ich gelesen habe und kann es mir zu tiefst vorstellen!
    Froh bin ich, dass du dich nicht unter bekommen lässt egal was das Leben fordert und dich immer wieder aufmachst die Lebenswellen mitzugehen und zu bestehen!
    Alles Liebe und Gute dir auch für die Zukunft und immer genug Mut und Kraft und viele Freudenlichter……

    Das war ja eine ganz intensive und schöne Arbeit auch mit deiner Tochter, so etwas verbindet nochmal auf eine ganz andere Weise..Schön, freut mich für Euch!!! Herzlichen Glückwunsch zu ALLEM!!!!! Tolles Buch!
    Gerne hopfe auch ich in deinen Lostopf und würde mich sehr freuen wenn ich Glück hätte!
    Sei ganz lieb gegrüßt
    von Monika*

  • Katrin 29/09/2016 at 11:16

    Danke für die tollen Einblicke und background-Infos !:-)
    Ich hoffe nun wirklich bald, auch meine Ausgabe in den Händen halten zu können, denn ich bereue es langsam wirklich, unsere lokale Buchhandlung zu unterstützen! Von Amazon hätte ich es längst hier…. (- dabei hab ich meines doch vollster Vorfreude schon im August bestellt!!…-seufz …)

    Ich wünsch euch guten Wochenausklang und schönes Wochenende!
    Mit vielen lieben Grüßen aus Österreich
    Katrin

  • Ilka 29/09/2016 at 17:59

    Liebes Fräulein Ordnung, das ist bei vielen Sachen so, dass Unbeteiligte denken, das wäre mal so fix gemacht. Ich kann mir schon vorstellen, was für enormer Aufwand dahintersteckt (fachlich, emotional, logistisch) und das in der Situation – man möchte ja schließlich was „Ordentliches“ abliefern. Glückwunsch zum Buch und toi toi toi für euch.
    Liebe grüße, Ilka

  • Tanja P. 29/09/2016 at 19:06

    Das war bestimmt eine sehr aufregende Zeit und am Ende wird alles irgendwie gut! 😉
    Ganz liebe Grüsse
    Tanja

  • Petra Schnitzler 29/09/2016 at 20:11

    Liebe Denise,

    herzlichen Glückwunsch zum neuen Buch – als Laie weiß man gar nicht wie viel Arbeit in so einem Buch steckt. Ich habe es gerade bei amazon bestellt 🙂 und bin ganz gespannt…

    Genießt das lange Wochenende!!

    Liebe Grüße*

  • Tina 30/09/2016 at 0:31

    uah – das alte Cover und der alte Titel „aufräumen mit kleinen Helden“ ist wirklich grässlich.
    Gut, dass du dich durchgesetzt hast!
    und schon alleine diese Schuhreihe….

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