DIES & DAS Lifestyle

Post von der Raumseele

23/03/2016

Wir haben neue Post! Die liebe Raumseele hat geschrieben! Ich bin ein großer Fan der vielen tollen Tipps, die sie immer auf Lager hat! Oder wusstet Ihr, dass man Bananenschalen und Kaffeeprött noch gut im Garten verwenden kann? Aber lest selbst:

 

Liebes Fräulein Ordnung

ihr letzter Brief war mir wie immer Freude und Anregung zugleich!!! Ich verdanke ihnen ein paar neue Exponate für meine „rote Liste“ der aussterbenden Wörter und meine Chaosschublade in der Küche ist, dank ihrer griffigen Anregungen, sehr viel übersichtlicher geworden. Alle alten Kugelschreiber sind aussortiert und Korken werden nur noch in einen Einmachglas gesammelt. Für den Müll sind sie mir zu schade, weil sie eine hervorragende Drainage in Blumentöpfen abgeben. Herzlichen Dank auch für ihren Denkanstoß bezüglich des Frischhaltepulvers für Schnittblumen. Es ist weit hilfreicher, diese Tütchen dem Blumenvaser hinzu zu fügen, als sie neben den Schaschlikspießen aufzubewahren. Manchmal braucht der Mensch einfach einen Schubs um unnütze Gewohnheiten abzulegen … aber dafür gibt es ja -Gott sei Dank!- Fachpersonal wie Sie.

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Hier in München haben wir zur Zeit einen echten On-and-off-Frühling! An einem Tag sitzt du im T-Shirt im Garten am nächsten machst du abends den Kamin an, weil das Haus klirrend kalt ist. Aber an den T-Shirt Tagen habe ich schon angefangen an dem einen oder anderen Blättchen herumzuzupfen. Ich würde so gerne die Laubberge unter den Hecken wegharken, aber da wohnt Erwin mit seiner Famile. Offenbar schlafen die alle noch! Haben sie schon mal einen Igel schnarchen gehört? Beim ersten mal hätte ich fast bei der zuständigen Polizeiwache angerufen. Inzwischen schnarchen schon mehrere Generationen Erwins bei uns in der Hecke, wir sind also mit dem Geräusch vertraut. Aber beim ersten mal gehst du jede Wette ein, dass bei dir ein Unhold unterm Flieder hockt, der dir an Leib und Leben will. Aber ich schweife ab, ich wollte eigentlich erzählen, dass ich meinen Garten komplett gedetoxt habe und meine Pflanzen nur noch mit Natron, Bananschalen und Kaffeeprött versorge. Bananschalen sind Superfood für Rosenstöcke. Wenn man Rosen in größere Töpfe pflanzt, einfach Bananschale grob geschnitten mit in den Topf legen oder im Beet eingraben. Den Kaffeeprött aus meiner Maschine verteile ich mit großzügiger Hand über meine Beete. Besonders den Pflanzen, die sauren Boden mögen wie Rhododendron und Hortensien, läuft das Wasser im Munde zusammen wenn sie mich mit dem Kaffeebehälter kommen sehen. Und Natron ist sowieso mein allerliebstes Lieblingsmittel FÜR Rührei, Zähne, verstopfe Abflüsse und GEGEN Sodbrennen, Mehltau und Unkraut auf Gartenwegen. Ich fülle Natron in einen alten Scheuerpulverstreuer und besprenkele die Unkräuter, die sich trauen aus meinen Kieswegen zu sprießen. Regelmäßg gestreut, erspart das Zupferei und chemische Keule. Natron sollte man allerdings nicht auf den Rasen streuen. Das gibt braune Flecken. Wollen Sie noch ein Mittel gegen Mehltau und viele Arten von Blattläusen wissen? Giftfrei und bienenfreundlich!

Je ein Teelöffel Natron, Speiseöl und Geschirrspülmittel auf 3 Liter Wasser. Umrühren in Sprühflaschen umfüllen und die befallenen Pflanzen regelmäßig damit behandeln. Am besten abends oder an Tagen ohne pralle Sonne. Meine Freundin Birte übrigens mag Pflanzen ausschließlich als großdimensionierte Kunstdrucke an der Wand. Sie wohnt in einem schicken Zwei-Zimmer-Appartement in der Innenstadt und kann nicht verstehen, warum sich Menschen mit ihren Gärten freiwillig soviel Arbeit machen… Ach, Himmelherjeh! Mit ihnen vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich wollte doch noch über etwas anderes schreiben, das auch viel Arbeit macht: Männer!

Ich hab neulich ein herrliches Kleinmöbel auf ebay ersteigert. Nicht sehr breit, nicht sehr tief und gerade so hoch, das es ein paar Zentimeter größer ist als die Lichtschalter in unseren Räumen angebracht sind. Ich stellte das Schränkchen an die hübsche Stelle im Gästezimmer, die ich ihm zugedacht hatte und erfreute mich an seinem Anblick. Um den Lichtschalter zu betätigen, muss sich meine Hand nun in einem anderen Winkel dem Schalter nähern. Die Handhabung erfolgt nicht mehr frontal, sondern seitlich zugewandt, aber sie bleibt, zumindest in meinen Augen, komfortabel wie eh‘ und je. Nun lassen wir einmal einen Mann das Zimmer betreten! Gleiche Versuchsanordnung: Neues Schränkchen bedeckt Lichtschalter, Handhabung nur noch mit einer eleganten Seitwärtsbewegung möglich. Sie ahnen was passiert? Richtig! Der zugestellte Lichtschalter wird zu ganz erheblichen Verwerfungen führen. Wutausbrüche, Trennungsdrohungen … Im positivsten Fall wird der Gatte tagelang dorthin schauen, wo ihm die freie Sicht auf den Lichtschalter verstellt wurde. Und zwar mit dem Blick eines Welpen, der versucht ein Würstchen mit den Augen vom Tisch zu bewegen. Apropos Wurst! Das ist auch so ein Männerding! Warum essen 9 von 10 Männern die Würstchen direkt aus dem Glas? Kleckern mit der Brühe ‚rum und glucksen vor Freude…? Aber für heute würde das zu weit führen. Vielleicht besprechen wir diese brennenden Fragen in unserem nächsten Brief? Sie wollten mir ja auch von den Turbulenzen erzählen rund um die Erstellung ihres neuen Blogs! Sehr schön geworden übrigens. Sie wissen ja, dass ich ein Tastendoofie bin. Alles rund um den PC muss ich mir hart und manchmal tränenreich erarbeiten, umso mehr bin ich von ihrer neuen Seite beeindruckt.

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Und noch was fällt mir ein! Irgendwo hier im Haus muss ich eine Spardose haben, die ich aus Tapetenresten und einer alten Kaffeedose gebastelt habe. Die werde ich zu einer „Alte-Wörter-Sammeldose“ umrüsten und in meinen Blog aufstellen. Ich hoffe, dass mir dann viele mithelfen werden, vom Aussterben bedrohte Wörter zu sammeln. Darf ich die Dose vielleicht auch bei ihnen und ihren lieben Ordnungsliebenden aufstellen?

Für heute empfehle ich mich mit einer Grußformel aus meiner alten Heimat, dem Ruhrpott, und sage „Tschüss“ Fräulein Ordnung! Bis bald und passen Sie auf sich auf!

Herzlich!!!

Ihre Raumseele

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Liebe Raumseele!

Kürzlich stand ich unter der Dusche und da ist mir ein ganz & gar wunderbares, vom Aussterben bedrohtes Wort in den Sinn gekommen.

Sobald ich abgetrocknet und angezogen war, war es leider wieder verschwunden … sobald ich es wieder habe, werde ich es umgehend in Ihre Sammeldose stecken! Bis dahin wünsche ich Ihnen FROHE OSTERN und bis ganz bald …

Ihr Fräulein Ordnung

 

  • Marlies 23/03/2016 at 8:04

    Einfach herrlich bei euch zu lesen, Danke für die gelungenen Texte liebe Raumseele und Fräulein Ordnung.
    Bei beiden lese ich die Blogs und lerne sehr viel betr. Ordnung und guten Tips, ein Lächeln begleitet mich in den Tag. Ihr würdet mir fehlen. Frohe Ostern liebe Grüsse Marlies

  • Eclectic Hamilton 23/03/2016 at 9:03

    Grandios! Ich liebe eure Briefwechsel!

    Greetings & Love
    Ines

  • Ilka 24/03/2016 at 10:13

    Sehr schöne Texte. Danke, das ihr die öffentlich macht.
    Das Verlieren von Worten beobachte ich auch. Meine Kollegen gucken immer noch überrascht bei „Pflaumenpfingsten“ oder „Räuberteller“. Dabei sind das Sachen, die bei uns zuhause im Sprachgebrauch normal sind (dafür weniger Englisch-Anteil).
    Liebe Grüße
    Ilka

  • Claudia 24/03/2016 at 11:59

    Also ihr Beiden,
    meine Spezies Mann würde das Problem ganz anders lösen:
    Er würde einen unbeobachteten Moment nutzen, das Schränkchen ein paar Milimeter zur Seite rücken – gerade genug und natürlich nicht abdecken, dann den Schalter abbauen, einen neuen Kabelkanal stemmen und eine neue Schalterdose legen, den Rest zu schmieren… aber eben nicht malen, zusammenfegen etc… denn Strafe muss sein.
    Ich wünsche euch schöne Ostertage
    Claudia

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