Gäste

Zucchini-Crust-Pizza und ein Dessert-Unfall

22/02/2017

Von einer entspannten Gastgeberin,

die manchmal nicht ganz genau die Rezepte liest

Vergangenen Freitag hatte ich Gäste und ich war so entspannt wie nie zuvor. Früher hätte ich einen ganzen Tag in der Küche gestanden und vielleicht sogar schon am Abend vorher irgendwelche Dinge vorbereitet. Davon habe ich mich vor einiger Zeit gelöst, denn ich musste fest stellen, dass die Gäste nichts davon haben, wenn die Gastgeberin völlig erschöpft am Tisch sitzt, weil sie ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.

So war ich Freitagmorgen erst einmal gemütlich beim Yoga, habe um 11 Uhr ganz entspannt einen Milchkaffee getrunken und mich dann in Ruhe an das Dessert gemacht. Absolut tiefenentspannt. Vielleicht sogar ein bisschen zu chillig, sonst wäre mir schon etwas früher aufgefallen, dass mit dem Dessert irgendetwas nicht stimmte …

Dessert-Unfall

Es sollte Popcorn-Schneebälle geben. Mit salzigen Macadamianüssen und süßem Popcorn. Dafür habe ich Mäusespeck und Butter in einem Topf zerlassen, später alles miteinander vermengt und zum Abkühlen auf ein Backblech verteilt. Es sah weder aus, wie im Heft und ungenießbar war es sowieso. Was genau da schief gelaufen war, konnte ich wirklich nicht sagen.

Also habe ich fix eine Tarte au Chocolate gebacken, die ich statt dessen zum „Kaffee-Granité auf Orangen-Mascarpone-Creme“ gereicht habe (erst dann sollte sich auch mein Fehler bei den Schneebällen aufklären!)

Was wirklich lecker war, war die Vorspeise.

Die wird es hier garantiert noch einmal geben! Sagenhaft LECKER!

Sieht auch aus, wie ein Unfall? War aber LECKER!

Zucchini-Crust-Pizza mit Knoblauchgarnelen

  • 12   Garnelen (ca. 250 g; frisch oder TK; ohne Kopf und Schale) 
  • 1   Zwiebel 
  • 450 Zucchini 
  • 1   Ei (Gr. M) 
  • Salz 
  • Pfeffer 
  • 30 Kichererbsenmehl (gibt es im Bioladen)
  • 2   Knoblauchzehen 
  • 3 EL  Olivenöl 
  • 1 Dose(n) (à 425 ml)  stückige Tomaten 
  • 1 TL  Tomatenmark 
  • 1 EL  TK-italienische-Kräuter 
  • 125 Mozzarella 
  • 50 junger Blattspinat 
  •     Backpapier 

Zubereitung

1. Garnelen eventuell auftauen lassen. Zwiebel schälen, fein würfeln. Zucchini putzen, waschen und raspeln. In einem sauberen Geschirr- oder Mulltuch kräftig ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Hälfte der Zwiebelwürfel und Ei zugeben, alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit Kichererbsenmehl sehr gut verkneten.
2. Ein Blech mit Backpapier belegen und den Backofen vorheizen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 180 °C/Gas: s. Hersteller). Zucchinimasse halbieren und als 2 Böden (à 18–19 cm Ø) auf das Backblech drücken. Im heißen Backofen ca. 25 Minuten backen.
3. Knoblauch schälen und hacken. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Rest Zwiebeln und Hälfte Knoblauch darin andünsten. Stückige Tomaten und Tomatenmark zufügen und aufkochen. Mit italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und ca. 15 Minuten dicklich einköcheln.
4. Garnelen kalt abspülen und trocken tupfen. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Garnelen und übrigen Knoblauch darin unter Wenden ca. 2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mozzarella abtropfen lassen und in Würfel schneiden.
5. Wenn die Zucchiniböden leicht gebräunt und kross sind, Blech herausnehmen und Tomatensoße daraufstreichen. Garnelen und Mozzarella darauf verteilen und weitere ca. 10 Minuten backen. Spinat verlesen, waschen, gut abtropfen lassen und auf die fertigen Pizzen streuen. Pizzen halbieren und sofort servieren. 

Ich würde beim nächsten Mal das Backpapier weg lassen und die Pizza direkt auf dem Backblech backen, da bei mir das Backpapier in der Mitte ziemlich aufgeweicht war … Nur so, als kleiner Tipp am Rande.

Wellfood

Zum Hauptgang gab es Spaghetti mit Linsenbolognese. Auch wieder ganz entspannt, weil sich die Bolognese so schön vorbereiten lässt und nur noch einmal warm gemacht werden muss, während die Gäste da sind und die Spaghetti kochen.

Mäusespeck statt Marshmallows

Wie immer war für Nachtisch fast kein Platz mehr, aber was muss das muss! Ich hab‘ meinen Gästen also meinen „Unfall“ gezeigt und erst dann ging mir ein Licht auf! Ich hatte Mäusespeck gekauft. Weiss der Teufel warum! Im Rezept stand ganz klar MARSHMALLOWS. So konnte es auch nicht klappen. Nun gut. Wieder etwas dazu gelernt!

Auch wenn man noch so entspannt ist – das Rezept sollte man trotzdem gründlich lesen!

Köstliche Grüße

Denise

Alle Rezepte sind aus dem Lecker Heft Ausgabe 01/2017

  • Prinzessin Erbse 22/02/2017 at 16:33

    Liebe Denise,
    das sieht alles super lecker aus! Bei deinem Dessertunglück musste ich lachen, denn ich habe spontan an Bridget Jones gedacht, die blaue Suppe serviert hat. Nicht mal Mark Darcy konnte das noch retten. Allerdings war sie auch nicht so entspannt wie du. Und kann ja mal passieren, dass man im Rezept was falsch liest.
    Liebe Grüße Patricia

  • Ninnie 22/02/2017 at 21:59

    Liebe Denise,
    beim nächsten Versuch vielleicht die ‚echten‘ Marshmallows nehmen und nicht den Mäusespeck (der hat ja immer noch extra Geschmacksmittel drinnen, ich glaube Erdbeere und Vanille). Dann stimmt die Farbe und auch vom Geschmack her sollte es neutraler sein. Wenn ich mir die Schneebälle vom Rezept ansehe, würde ich vielleicht auch das Popcorn zuvor ein wenig zerkrümeln, damit die Stücken nicht so groß sind.
    Viel Erfolg,
    Ninnie

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