Ordnung

Donnerstag = OrdnungsTag

09/06/2016

Wie viele Erinnerungen hast Du aus Deinem letzten Urlaub mitgebracht?

Damit meine ich nicht die Erinnerungen die sich in Deinem Herzen oder in Deinen Gedanken fest gesetzt haben (davon kann man nie genug haben!) Ich meine Eintrittskarten, Prospekte, Stadtpläne, Quittungen aus dem Restaurant oder Tickets von den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Du im Urlaub benutzt hast.  Erinnerungen in Papierform, Schnipsel, Bierdeckel …

Jetzt mal ehrlich – wie oft guckst Du Dir diese Sachen tatsächlich noch einmal an?

Sollten wir nicht viel besser darauf vertrauen, dass wir die Erinnerungen in uns aufbewahren?

Einige Sachen können vielleicht in den Kalender, in ein Fotoalbum oder Reisetagebuch eingeklebt werden – doch vieles kann einfach weg, weil es keinen wirklichen Wert hat.

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Ich hatte mal eine Kundin, die beruflich viel gereist ist. Besonders in Marokko und Tunesien war sie oft und konnte viele spannende Geschichte erzählen.

Ihr Problem war aber, dass sie sämtliche Prospekte, Menüpläne und Hotelquittungen der vergangenen 20 Jahre aufbewahrt und diese in 4 Ordner verteilt hat. Diese Ansammlung war viel zu viel – viel zu unübersichtlich und am Ende völlig überflüssig, denn noch nicht einmal sie selber hat sich für den Inhalt dieser Ordner wirklich interessiert. Sie hat zugegeben, dass sie eigentlich immer nur alles wahllos abgeheftet, aber nie wieder etwas raus geholt hat. Von alleine wäre sie nie auf die Idee gekommen, sich von diesen Dingen zu trennen!

Tatsächlich hat es auch einige Wochen gedauert, bis sie diese Order ausgeleert und sich somit frei gemacht hat. Was sie davon überzeugen konnte? Die Entdeckung von zwei weiteren Ordnern. Diese neu entdeckten Ordner waren gefüllt mit Hotel-Broschüren von Häusern, die sie gerne einmal besuchen möchte.

Da erkannte sie, dass

* ein Großteil dieser Sachen nicht mehr aktuell waren,

* das meiste davon auch im Internet zu finden ist,

* sie eigentlich überfordert war von diesem vielen „muss ich noch sehen“

* dieser Ordner wertvollen Platz in Anspruch nahm. Platz, den sie dringend brauchte!

Das war dann der Auslöser, sich auch von den ersten vier Ordnern zu verabschieden.

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Dieser Job liegt mehr als zwei Jahre zurück und bei meinem letzten Telefonat mit dieser Kundin habe ich sie nach diesen Ordnern gefragt. Ob sie jemals etwas daraus vermisst hat?

Sie musste erst einmal überlegen, von welchen Ordnern ich überhaupt sprach – das war für mich Antwort genug!

Im übrigen habe ich auch ein kleines Abteil in einem meiner Ordner. Hier sammle ich Zeitungsausschnitte von Städten, die ich gerne einmal besuchen möchte. Zum Glück stresst mich das nicht – eher macht es mich glücklich, weil ich weiß, dass es noch so viel schönes zu entdecken gibt.

Ordentliche Grüße

Denise

  • Biene 09/06/2016 at 7:08

    Ich habe mich auch vor unserem letzten Umzug von vielen Reiseandenken getrennt, die ich jahrelang in mehreren Kisten rumgeschleppt habe.
    Vermisst habe ich bisher nichts davon!

    Liebe Grüße, Biene

  • Ulla 09/06/2016 at 8:47

    Früher habe ich auch solche Bücher mit Reiseandenken angelegt – aber wirklich angeschaut hat man es sich nie wieder. Ich habe auch einen Ordner in dem ich Zeitungsausschnitte aufhebe, sortiert nach Reisen, Fashion, Beauty. Für Rezepte habe ich einen, bald zwei Ordner. Und was nicht schmeckt wird rigoros weggeworfen (also das Rezept).

    Liebe Grüße

  • Jenny 09/06/2016 at 9:25

    Ich behalte nur immer eine Eintrittskarte, ein Subway-Ticket, Visitenkarte eines tollen Restaurants oder ähnliches und benutze es dann als Buchzeichen. So habe ich keinen unnötigen Ballast und der Anblick meines Buchzeichens weckt schöne Erinnerungen an den letzten Urlaub

  • Michaela Löser 09/06/2016 at 9:41

    Liebe Denise,
    du sprichst mir wie immer aus dem Herzen. Ich könnte es nicht besser in Worte fassen! Danke dir.
    Liebe Grüße
    MiLo

  • Ilka 09/06/2016 at 10:24

    Liebe Denise,
    du hast ja so recht. In unserem Schrank lagern noch 2 Packen Papier, die auf die Erstellung eines Fotobuchs warten. Dort mit hinein kommen ein paar Eintrittskarten oder gepresste Pflanzen, der Rest kommt dann weg. Das sind allerdings Arbeiten, die schlechtes Wetter und gewisse Langeweile erfordern ;o).
    Die Bücher gucken wir uns auch lieber an als Bilder am PC.
    Die Reiseempfehlung Kopenhagen lag übrigens bis vor einiger Zeit auch dort mit drin, die ist jetzt aber „verarbeitet“.
    Viele Grüße
    Ilka

  • Sonja 09/06/2016 at 11:06

    Reisesouveniers – ein großes Thema. Und meistens sind sie weder schön, noch praktisch noch werden sie wirklich vermisst, wenn sie nicht mehr da sind…
    Ich habe es mir angewöhnt, Reiseführer nach einem Urlaub schnell zu verschenken oder wegzutun. Und im Urlaub selber versuche ich, mich mit Shoppingtouren zurück zu halten.
    Liebe, sonnige Grüße,
    Sonja

  • Antonia 09/06/2016 at 11:06

    Liebe Denise,

    so viel Wahres!
    Vor Jahren habe ich mal in dem Buch „Simplify your life“ von Elaine St. James gelesen, dass sie von Reisen nur noch kleine Streichholzbriefchen aus Hotels, Restaurants, etc. mitbringt und zuhause in einer großen Glasschale sammelt. Hin und wieter greifen sie und ihr Mann sich dann eins heraus und erinnern sich an die gemeinsame Zeit, die sie dort verbracht haben. So vermeidet man typische Reisemitbringsel (Türschilder von der See, Kissenbezüge aus Nordafrika, Teppiche aus Nepal, Kimons aus Japan….), die zuhause oftmals nur deplaziert wirken und das Haus verstopfen.

    In diesem Sinne aufgeräumte Grüße,
    Antonia

  • Doro 09/06/2016 at 15:15

    Früher habe ich auch sämtliche Fetzen gesammelt, die ich so im Urlaub eingesammelt habe. Inzwischen bin ich davon aber zum Glück weg. Fotos und Erinnerungen sind mir genug ♥︎
    Wenn mir jetzt nur einer mal im Keller zur Hand gehen würde und die ganzen Schnipsel aussortieren würde… Ich bin einfach zu faul dazu 😉

    Alles Liebe, Doro

  • Barbara 09/06/2016 at 17:02

    Liebe Denise
    Das mit den Prospekten kenne ich…sind aber schon ganz viele weg.
    Was ich im Urlaub kaufe, sind Schreibwaren: Ein toller Block, ein besonderes Notizheft, ein ausgefallener Schreiber… Die sortiere ich dann in mein Schulzeug (bin ´ne „Professionelle“) und wenn die Schöler ein bischen gestö… verhaltenskreativ sind, entspannt mich der Blick auf diese schönen Erinnerungen und ich reagiere gelassen und pädagogisch wertvoll.
    Liebe Grüße aus OWL
    Barbara

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