Lifestyle

Zeit für das Wesentliche | Das Happiness Stipendium

15/10/2018

Wir sind immer gehetzt,

haben keine Zeit,

erledigen vieles auf den letzten Drücker,

warten sehnsüchtig auf das Wochenende,

an dem dann auch wieder nur eine Aufgabe die nächste jagt.

Es ist ein Teufelskreislauf, aus dem wir scheinbar nicht heraus kommen.

Wie auch?

Die Belastung steigt.

Gerade bei Frauen, die Kinder, Job, Haushalt und eine glückliche Ehe unter einen Hut bringen wollen.

Kein Wunder, dass sich so viele Frauen fragen:

Wo bleibe ich eigentlich?

Wann habe ich mal Zeit, ganz für mich alleine?

Für mich ist es ein Unterschied, ob man „ständig gestresst“ oder „viel beschäftigt“ ist. Ich würde immer letzteres wählen. Aber ich habe auch gut reden. Meine Kinder sind schon groß, mein Job erfüllt mich und ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Das weiß ich zu schätzen, denn vor 3 Jahren steckte ich noch in einer komplett anderen Situation und ich weiß, wie sich dieses Hamsterrad anfühlt.

Der Druck, die Sorgen und die Ängste. Der Blick in eine ungewisse Zukunft.

Heute lebe ich einen guten Wechsel zwischen „Ruhemomente“ und „viel beschäftigt“. Ich habe mein Lebenstempo heruntergeschraubt. Eine ganze Woche voll mit Terminen macht mir nichts aus, denn Zeit für Besinnung und Erholung habe ich gleichermaßen in meinem Kalender vermerkt.

Was ich lange üben musste, war, die Ruhe am Wochenende zu genießen. Einfach mal den Computer auszulassen, nicht durch die Küche zu wischen oder die nächste Maschine Wäsche anzustellen. Sich einfach mal in den Garten zu setzen, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und die Vögel im Baum der Nachbarn zu beobachten. Die Stille zu genießen und einfach mal nichts zu tun!

Happiness Stipendium

Happiness Stipendium

Im Juni war ich in München bei arsEdition und habe den Autor von: Journal of Happiness: Du bestimmst selbst, wie glücklich du bist kennengelernt. Vom Verlag wurde er Glückscoach genannt und er hat einen sehr schönen Vortrag gehalten. Zwischendurch gab es eine kleine Übung für uns. Wir sollten uns vorstellen, der Verlag würde einmal pro Jahr ein Happiness Stipendium vergeben.

Die Rahmenbedingungen würden wie folgt aussehen:

  • es gibt 4.000 € monatlich,
  • auf 12 Monate begrenzt,
  • und es gibt nur zwei Regeln zu beachten!

Die Regeln lauten wie folgt

  • In diesen 12 Monaten muss man etwas Neues lernen
  • und etwas geben. Zum Beispiel etwas Gemeinnütziges, Karitatives o. ä.

Wir bekamen 5 Minuten Zeit, um über dieses Happiness Stipendium nachzudenken!

  • Was würdest Du tun, wenn Dir jemand genug Geld zum Leben zur Verfügung stellt und Du frei über Deine Zeit verfügen könntest?
  • Was würdest Du mit Deiner Zeit machen?
  • Gibt es etwas, was Du gerne lernen möchtest?
  • Was würdest Du dafür geben? Wo könntest Du Deine Zeit oder Deine Fähigkeiten einbringen?

Happiness Stipendium

Wünsche, Ziele, Träume

Noch während der Glückscoach die Punkte auf dem Flipchart festhielt, traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag!

Ich brauche so ein Happiness Stipendium überhaupt nicht!

Ich habe ohnehin schon das Glück, einen Job zu haben, der sich nicht wie Arbeit anfühlt. Das Geld, das ich damit verdiene, ist für mich und meine Kinder ausreichend und meine Zeit teile ich mir schon lange selber ein.

„Mehr Reisen“ ist ein Traum, den ich mir in den vergangenen zwei Jahren schon oft erfüllt habe und der auch in den nächsten Monaten nicht zu kurz kommen wird. Das ist fantastisch und wohl auch der Grund, warum ich so glücklich bin.

Gerne würde ich noch „Holländisch“ lernen. Aber aktuell konzentriere ich mich auf meine Coaching-Ausbildung, die noch bis nächsten Sommer gehen wird. Da lerne ich gerade schon eine ganze Menge, ganz ohne Happiness Stipendium.

Nur bei der Frage, was ich geben würde, musste ich ein wenig meinen Blick senken. Zwei Jahre Schülercafé in der Schule meiner Kinder habe ich hinter mir, doch abgesehen von meiner monatlichen Spende an World Vision mache ich gerade nichts für das „Gemeinwohl“. Mal gucken, ob in der neuen Schule meiner Tochter „freie Zeit“ der Eltern für die Bücherei oder ähnliches gefragt wird. Dann hätte ich auch den Punkt wieder abgedeckt.

Happiness Stipendium

Was würdest Du tun?

Stell Dir vor, Du würdest so ein Happiness Stipendium angeboten bekommen.

Was würdest Du in den 12 Monaten machen?

Welche Wünsche hättest Du?

Welche Ziele könntest Du realisieren?

Denk dann einmal darüber nach, ob Du dieses Ziel oder diese Wünsche nicht auch ohne Stipendium umsetzen könntest.

Manchmal sind wir unseren Wünschen schon so viel näher, wie wir glauben.

Manchmal stehen wir uns einfach nur selber im Weg.

Wichtig ist, dass wir uns über unsere Ziele und Wünsche Gedanken machen und darüber klar werden, was wir wirklich wollen!

Freiheit

 

Viele Grüße

Denise

 

 

  • Aus Bremen 15/10/2018 at 20:29

    Hallo Denise!
    Wie sagt man so schön? Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das trifft auf dich zu! Das du schon so lange und konsequent diesen Blog schreibst und viele von deinen Anregungen, Tipps, Rezepte profitieren oder einfach entspannt deine schönen Fotos sehen und mitlesen! Das finde ich, gibst du der Gemeinschaft! Brötchen schmieren kann fast jede/ jeder, aber so einen Blog mit ständig neuen Ideen? Also, bitte stell dein Licht nicht so unter den Scheffel. Ganz lieben Gruß und vielen Dank an dieser Stelle.

  • evelyn p 16/10/2018 at 7:45

    Welch ein schöner Beitrag, der mich stark zum DENKEN anregt…ich bin ja auch in einer ähnlichen Situation, Kinder groß usw.
    Aber bei mir fehlt da einiges und ich könnte so ein Studium brauchen! LG Evelyn

  • Eva 16/10/2018 at 14:26

    Was für ein schöner Artikel!
    Ich finde auch, dass du schon genug für das Gemeinwohl tust. So teilst du z.B. jeden Donnerstag dein Wissen und deine Ideen rund um Ordnung, und das kostenlos.
    Bei mir hat sich durch dich so viel geändert, so dass ich mich zuhause viel wohler fühle, auch wenn ich noch nicht am Ziel bin.
    Wenn das kein Beitrag zum (Gemein)wohl ist, dann weiß ich auch nicht. 😉
    Liebe Grüße
    Eva

  • Marlies 16/10/2018 at 17:27

    Ein toller Beitrag. Danke für den Denkanstoß… Eine gute Gelegenheit nachzudenken.

  • ninifee 16/10/2018 at 21:38

    Liebe Denise …. den Spruch mit der Freiheit … genau den habe ich mir auch ausgeschnitten … und auch mir gehts ähnlich .. ein schweres Jahr liegt hinter mir.. viele Sachen zu entscheiden…. viel Arbeit…. viele neue Situationen. Aber … Daumen hoch …. wir machen das und der Ort wird jetzt regelmässig aufgesucht … manchmal hab ich noch ein bisschen schlechtes Gewissen …. aber das ist alles Übungssache:)
    Einen schönen Herbst

    LG ninifee

  • Maike 20/10/2018 at 7:07

    Liebe Denise,
    ich habe beim Lesen immer genickt, weil ich das alles so gut kenne, selbst ohne Kinder verstrickt man sich manchmal irgendwie im Leben. Ich bin im Moment noch dabei, die allerletzten Knoten zu lösen und die Idee mit dem Stipendium ist toll! Vielen Dank für`s Teilen dieses schönen Gedankenexperiment!
    Aber in einem muss ich Dir ebenfalls widersprechen: Du tust mir Deinem Blog tatsächlich viel Gutes. Die meisten Deiner Leserinnen finden hier viele Inspirationen und Anregungen für ein schönes, aufgeräumtes Leben. Insofern bist Du da ziemlich gut aufgestellt. 🙂
    Dir weiterhin viel Happyness! Viele liebe Grüße aus Dortmund!
    Maike

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