Ordnung

Ordnungstag | Haushalts Meditation

08/10/2020

Meine Haushalts Meditation

Es gibt da einen Gedanken, der immer wieder bei mir aufgeploppt ist: wie gerne ich eine Putzfrau hätte.

Eine gute Fee, die sich einmal in der Woche um das Badezimmer kümmert, meine Küchenfronten sauber hält und auch mal die hinteren Ecken reinigt. Ich neige dazu, auch mal „rund zu putzen“ also nicht jedes Mal in die Tiefe der Ecken zu gehen und irgendwie scheint immer eine leichte Staubschicht auf allem zu liegen. Staub putzen ist ohnehin der undankbarste Job, oder? Das ist wie Zähne putzen, während man Schokoladenkuchen isst. Meine Fenster hingegen sind immer sauber. Weil ich dort ein rotierendes System mit kurzen Notizen in meinem Kalender habe. Fenster putze ich allerdings auch gerne, im Gegensatz zu anderen Sachen.

Haushalts Meditation

Momente der Ruhe

To make  long story short: 

Ich bin jetzt meine eigene gute Fee und verwandle die täglichen Routinearbeiten einfach in meine ganz persönliche Haushalts Meditation, also in Momente der Ruhe.

Statt über die wiederkehrenden Aufgaben zu stöhnen, nehme ich sie schon früh am Tag in Angriff. Das Badezimmer und die Treppe werden zum Beispiel direkt am Freitagmorgen gereinigt, noch vor dem ersten Kaffee. Eat the frog first nennt man das auch im zeitManagement, also die unliebsamen Aufgaben als Erstes erledigen, um diese aus dem Kopf zu bekommen und motiviert in den Tag zu starten.

Haushalts Meditation

Neue Parole

Wenn über Deiner Hausarbeit ein großes Transparent mit einer Parole hinge, was stünde darauf? „Niemand hilft mir“ oder „Ich hasse es“?

Zeit für eine neue, Mut machende Überschriften, oder?

Wie wäre es mit: „Das ist die Arbeit, die mich erdet“ oder „Stunden der Einfachheit“. Die Arbeiten im Haushalt müssen getan werden, ob wir uns nun ärgern oder nicht. Warum sie dann nicht mit positiven Empfindungen besetzen und eine Haushalts Meditation zu etablieren.

„Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“, sagt der libanesische Dichter Khalil Gibran. Die Liebe besteht nicht darin, etwas Außergewöhnliches zu tun, sondern die gewöhnlichen Dinge des Lebens einfühlsam und sachgemäß zu erledigen – manchmal auch dadurch, dass Sie etwas ganz Einfaches mit außergewöhnlicher Meisterschaft durchführen.

Haushalts meditation

Meditation

In der Meditation geht es darum, „die Gedanken zur Ruhe zu bringen“ bzw. den Geist zu fokussieren. Der Zustand in der Meditation lässt sich nur schwer erklären und muss selbst erfahren werden. Er ist ähnlich dem Tiefschlaf, in den man hineinfällt, nur dass Körper und Geist wach sind. Meditationstechniken wurden in vielen Kulturkreisen entwickelt. Aus medizinischer Sicht sind sie sinnvoll, um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden.

Meditation ist der Schlüssel für Positivität, inneren Frieden, Kreativität und Lebensfreude. Schon 10-15 Minuten täglicher Übung verhelfen zu Ruhe und Gleichgewicht. Wir sind es gewohnt, ständig zu denken, ähnlich wie ein See, dessen Wasseroberfläche immer in Bewegung ist. So erscheint es fast unmöglich, in uns hineinzuspüren. Erst wenn die Wellen ruhig sind, können wir tiefer in uns hineinschauen.

Haushalts Meditation

Bügelwäsche Meditation

Als ich kürzlich gefragt wurde, warum ich beim Bügeln keine Podcasts höre – das würde sich doch anbieten – ist mir bewusst geworden, dass ich schon lange am Bügelbrett meditiere. Ich konzentriere mich einzig und alleine auf meine Bügelwäsche – ohne Ablenkung. Langweilig wird mir dabei nicht und oft wundere ich mich, wie schnell so eine halbe Stunde rum ist.

 

Es gibt nur ein Mittel, sich wohlfühlen. Man muss lernen, mit dem gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt!

Theodor Fontaine

 

Das Bad zu putzen gehört zwar immer noch nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten, aber ich freue mich jetzt schon darauf, wenn morgen früh um 08:00 Uhr wieder alles blitzt und blinkt. Mein Mantra dabei lautet: Ich bin es wert, ein schönes und sauberes Badezimmer zu haben! 

Hört sich für Dich zu esoterisch an? Dann probiere es mal selber aus. Schau, mit welchen Gedanken Du üblicherweise an Deine unliebsamen Aufgaben im Haushalt ran gehst. Da gibt es bestimmt Potential!

 

Ordentliche Grüße

Denise

 

passend dazu gibt es noch meine Geheimnisse für ein sauberes zuhause

 

 

 

 

15 Kommentare

  • Antworten Kerstin 08/10/2020 at 6:37

    Ich mag den Ordnungsdonnerstag sehr und den von heute besonders. Probier ich auf jeden Fall aus.
    Liebe Grüße, K. :-))

  • Antworten Helga Moser 08/10/2020 at 6:39

    Ja, so sehe ich das die meiste Zeit! Ich hatte aber auch Glück, da mir meine Mutter hier ein schönes Vorbild war – sie summte und sang bei der Hausarbeit und man konnte spüren, wie gern sie die Dinge verrichtete. Ich las mal bei Gunilla Norris:
    „Zeit , wieder Staub zu wischen.
    Zeit, mein Heim zu umarmen,
    seine sämtlichen Oberflächen zu streicheln.
    Ich will daran denken wie an eine Art , Liebe zu machen.
    …die Gelegenheit, durch Berührung wertzuschätzen
    womit ich leben und was ich in Ehren halte.“
    Diese Zeilen begleiten mich bei der Haushaltspflege.
    Liebe Grüße – Helga

    • Antworten fräulein | ordnung 08/10/2020 at 9:13

      Wie wunderschön!
      Herzlichen dank dafür, liebe Helga!

    • Antworten Simone 08/10/2020 at 16:57

      Hallo🤗, das mit der Bügelwäsche stimmt.Als die Kinder klein waren habe sehr gerne in der Zeit morgens vor dem aus dem Haus gehen gebügelt. Es war so: Ich war fertig, aber die Kinder haben getrödelt. Wer kennt das nicht. Weil mich das lange waren so nervös gemacht hat( wenn ich warten muss, renn ich ständig aufs Klo) habe ich mich morgens früher fertig gemacht.Die Kinder hatten Ihre Zeit bis 7:30 Uhr und ich hab gebügelt. Das entspannt total. Man muss ja nicht alles bügeln, zusammen legen reicht ja oft auch. Ja und dann gings aus dem Haus zur Schule bzw zur Arbeit.😉 Liebe Grüße

  • Antworten Nicole 08/10/2020 at 10:50

    Liebe Denise,
    ich mag Putzen nicht. Aber ich sehe wie du die Notwendigkeit, natürlich. Und deshalb mache ich es wie du: Feste Tage, feste Regeln, Augen zu und durch. Staub wischen und auch saugen ist in der Tat etwas undankbar.
    Bügeln liebe ich, mal im Stillen, mal mit Beschallung.
    Aber so glücklich wie du sehe ich mit meinem Wischer nicht aus. Ab heute jedoch arbeite ich daran!
    Danke für deine meditativen Tipps.
    Nicole

  • Antworten Sabine 08/10/2020 at 11:07

    Der Freitag, immer schon MEIN Putztag um ein sauberes Wochenende zu genießen, war früher sehr negativ besetzt.
    Seit ich das Ganze unter dem Titel Reinigungsyoga führe und es als zusätzliche Übung sehe , geht mir die Putzerei flott von der Hand und eine extra Bewegungseinheit zur Erhaltung der Gelenkigkeit ist es allemal.
    Herzlichen Dank für die vielen Inspirationen! Ich freue mich auf jeden Donnerstag!

    Fröhliche Grüße
    Sabine

  • Antworten Petra 08/10/2020 at 13:24

    Dein Mantra ist das Beste was ich bis dato gelesen habe..Ich glaube, dass nutze ich morgens nun um ein sauberes und schönes Schlafzimmer zu haben mit Bettdecken und Kissen richten

  • Antworten Moni 08/10/2020 at 13:51

    Wie recht du hast!
    Bei mir hat Küche blitzt am Abend bevor ich ins Wohnzimmer gehe den größten Unterschied gemacht.
    😚😚

  • Antworten Daniela 08/10/2020 at 14:40

    Liebe Denise,
    ich mag deinen Blog und deine Insta-Account schon länger total gerne und kriege hier wunderbare Anregungen! Als berufstätige Mutter überlegen wir auch schon länger, ob ein Putzhilfe gut wäre. Aber irgendwie fühlt sich das für mich nicht gut an, ich kann es auch gar nicht fassen, warum.
    Jedenfalls putze ich immer mit einem guten Hörbuch auf dem Ohr, ich sehe es als Quality-Time für mich. Schon länger überlege ich mir allerdings, mir schöne Putzutensilien anzuschaffen bzw. die vorhandenen um Schönes zu erweiteren. Als ich deine Putzlappenschublade sah, machte es „Bing“. Jetzt mache ich mir das Putzen „noch“ schöner! Und danach ein leckerer Kaffee im blitzeblank geputzen Zuhause!
    LG Daniela

  • Antworten Bina 09/10/2020 at 6:30

    Es gibt ja das Buch „Die Kunst des Achtsamkeit Putzens“. Ich glaube, da wird genau das thematisiert. Ich hab’s noch nicht gelesen, aber schon ausgeliehen.

    • Antworten fräulein | ordnung 09/10/2020 at 8:31

      Wie cool! Danke für den Tip! Direkt auf meine Wunschliste gepackt …

    • Antworten Iridia 10/10/2020 at 9:23

      „Die Kunst des achtsamen Putzens“ wollte ich gerade hier einbringen. Das hat ein japanischer Mönch geschrieben und ich fand es so inspirierend, dass ich unter ganz anderen Bedingungen putze und das sogar gern mache. Es ist alles eine Frage des Blickwinkels wie „schlechtes Wetter“ auch gesellschaftlich schon negativ gelegt. Ich „muss“ putzen. In dem Buch hat es nicht mal was mit Sauberkeit als Ziel zu tun, sondern das Ziel ist, sich u.a. selbst von Negativem zu befreien. Das funktioniert entgegen meiner Erwartungen extrem gut und hat mir ein ganz anderes Verständnis dafür beigebracht. Ich kann das kleine Buch sehr empfehlen und finde es nach Jahren noch unbezahlbar. Passt genau zum Thema hier.

  • Antworten Birgit 14/10/2020 at 8:50

    Sehr schöner Beitrag! DANKE. Auch ich gehe schon seit längerem in meinen MEDITATIONSKELLER wenn ich bügel oder die Wäsche lege. Die Arbeit erdet, ich nehme mir mal vor dies auch bei anderen unliebsamen ( eh entspannenden) Aufgaben umzusetzen.
    LG Birgit

  • Antworten Sarah 15/10/2020 at 12:53

    Toller Beitrag und eine super Inspiration, die unliebsamen Tätigkeiten im Haushalt mal durch eine andere Blickweise zu betrachten. Das werde ich mir nun jedes Mal zu Herzen nehmen und bestimmt anders an die Sache herangehen!

  • Antworten

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