Bücher Familie Ordnung

Pro-Tipp für Alleinerziehende? slow family

23/11/2017

Auf Grund einer Leserpost, über die ich mir in den Herbstferien Gedanken gemacht habe, gibt es heute einen etwas anderen OrdnungsTag. Passend zu der gestellten Frage habe ich ein schönes Buch gelesen, das ich gerne empfehlen möchte.

slow family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern

Hallo liebe Denise!

Vielleicht hast du mal einen Pro-Tipp für Alleinerziehende? Bei uns ist ja immer an allem knapp, ich schaff es auf jeden Fall kaum mit gutem Gewissen, Haushalt, Arbeit, Therapiethermine, Spielzeit, aber auch ein bisschen Me-time unter einen Hut zu bekommen. Ich hoffe, du kannst das Haushaltthema ein bisschen entspannen.

Alles Liebe und ein riesiges „DANKE“ für deinen Ordnungstag, er schafft es immer wieder, dass etwas gehen kann und damit „Freiraum“ schafft, sowohl platztechnisch als auch zeitlich und vor allem seelisch/emotional Raum zu geben für neues.

Grüße Sabine

Pro-Tipp für Alleinerziehende

Vielen Dank für Deine Leserpost.  Als Deine Frage bei mir ankam, fühlte ich mich sofort in das vergangene Jahr zurück versetzt. Auch wenn die Phase nur einige Monate anhielt, habe ich ziemlich oft ziemlich erschöpft Abends im Bett gelegen und war todunglücklich. Ein Job und ein Blog, ein Haus und ein Garten und dann die Kinder, die nicht nur eine warme Mahlzeit sondern auch Liebe und Aufmerksamkeit brauchen und hier einen Termin und dort eine Verabredung haben. Ich wusste nicht, wo mir der Kopf stand und an Me-Time war nur selten zu denken, es sei denn ich habe an anderer Stelle Abstriche gemacht. Der Haushalt zum Beispiel. Der Stand ganz unten auf meiner Prioritätenliste und die meiste Zeit habe ich nur oberflächlich für Sauberkeit gesorgt und mir den Rest der Zeit eine Putzfrau gewünscht.

slow living

Stress vermeiden

Dann kam der Punkt, an dem ich mich an den wichtigsten Grundsatz überhaupt erinnert habe: NUR WENN ES MIR ALS MAMA GUT GEHT kann ich der Motor für die Familie sein. Mir war zudem klar, dass ich unnötigen Stress vermeiden muss, um das Gleichgewicht innerhalb der Familie zu bewahren.

Wenn wir am Tag zu wenig Inseln der Ruhe, Momente des Innehaltens und Pausen haben, leidet unsere geistige Gesundheit. Und unser Umgang mit den Kindern. Stress ist für Familien massiv schädlich. Schädlicher, als viele von uns wissen.

Über diese kleine Passage bin ich in dem Buch Slow Family: Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern gestolpert. Ein ganz ruhiges, achtsames und schönes Buch, dass ich nicht nur alleinerziehenden Müttern empfehlen kann, sondern allen, die mit kleinen Kindern zu tun haben und sich schöne Anregungen für entspannte Gedanken wünschen.

EINE GROSSE LESEEMPFEHLUNG!

slow family

Was mir in besonders stressigen Wochen hilft ist, die gesamte Woche im Überblick zu haben und mir die Zeiten für Arbeit, Zeit mit den Kindern, Haushalt und sonstiges einzuplanen und realistisch mit meinem Zeitbudget zu sein.

Nehmen wir mal diese Woche. Arbeiten konnte ich von Montag bis Donnerstag, da ich für Freitag bis Sonntag Pärchen-Zeit und somit PC-freie-Tage eingeplant habe. Das bedeutet, ich muss bis heute Abend alles erledigt haben, was auf meiner To-Do-Liste steht. Den Haushalt habe ich auf die 4 Tage verteilt und zum Elternsprechtag musste ich auch noch. Mir war klar, dass ich keine Zeit haben würde, um mit meiner Freundin Kaffee zu trinken, also habe ich das auf die nächste Woche verschoben. Ebenso wie den Punkt „Wohnzimmerfenster putzen“.

Mir hilft es, Prioritäten zu setzen! Jede Woche auf’s Neue.

Letzte Woche hat der Haushalt gelitten? Dafür läuft es in der nächsten wieder besser.

Diese Woche habe ich keine Zeit für „soziale Kontakte“? Dann finde ich bestimmt in der nächsten Woche einen Nachmittag dafür!

Und zu allem, was nicht unbedingt sein muss oder was mich in unnötig stressen würde, sage ich einfach NEIN!

Haushalt entspannen

Wenn Du mich also fragst, wie man mit gutem Gewissen, Haushalt, Arbeit, Therapiethermine, Spielzeit, aber auch ein bisschen Me-time unter einen Hut bekommt dann kann ich nur empfehlen, auch mal FÜNFE GERADE SEIN ZU LASSEN. Der Boden muss nicht jeden Tag geputzt und die Oberteile nicht immer alle gebügelt werden. Es reicht, wenn man jeden Tag ein bisschen macht und die Kinder am Wochenende mit einbindet, um die Arbeit gemeinsam zu erledigen. Irgendwann werden auch wieder entspanntere Tage kommen! Es hilft keinem, wenn Mama völlig erschöpft in der Ecke liegt, dafür aber die ganze Bude glänzt!

Was auch hilft: aus der To-Do-Liste eine Could-Do-Liste machen.

 

In diesem Sinne, gebt fein auf Euch acht!

Ordentliche  Grüße

Denise

 

 

2 Kommentare

  • Antworten Chrissi 23/11/2017 at 7:47

    Liebes Fräulein Ordnung, vielen Dank, dass Sie dieses Thema angesprochen haben. Ich habe in meinem Umfeld viele Frauen, die abends bzw. nachts todmüde ins Bett fallen und mit sich hadern, weil sie nicht alles geschafft haben bzw. ihren Ansprüchen nicht gerecht geworden sind. Dies sind Alleinerziehende, Frauen mit kranken Angehörigen, gestresste Geschäftsfrauen. Mein Rat hierzu: man und nichts muss perfekt sein und falls es irgendwie geht, sich eine Putzhilfe leisten. Das muss ja nicht wöchentlich sein, es reicht auch alle zwei Wochen oder auch nur 1x im Monat. Aber es ist ein herrliches Gefühl in eine geputzte Wohnung zu kommen, ohne dass man es selbst erledigt hat. Mich erfreut es jedes Mal, mehr als ein Friseurtermin, ein Termin bei der Kosmetikerin oder ein teures Essen. Liebe Frauen hebt Sorg für euch!

  • Antworten Juliane Preu 24/11/2017 at 22:29

    Seit wann ist Leben mit Kindern „einfach“…? Solange man nicht komplett aus allen Anforderungen Dritter aussteigt, finde ich das fast unmöglich. Vor allem die Schulen sind da sowas von taub…

    Beispiel:
    Gerade habe ich in den beiden Schulen meiner Mädchen (8 und 11) vorgeschlagen, angesichts der sehr kurzen Adventszeit in diesem Jahr die obligatorische Elternteestunde auf den Januar zu verschieben und ein Neujahrsfest draus zu machen – abgelehnt. Angeblich freuen sich die Kinder so sehr drauf… Meine tun das nicht, die würden eine Neujahrsfeier toll finden. Aber NICHT dabei sein, wenn es dann doch stattfindet? Das wollen sie dann doch nicht.

    Also haben wir genau so viele Termine wie sonst in 4 Wochen Adventszeit, die halt jetzt in 3 Wochen reinpassen müssen.
    Druck rausnehmen können wir da nur, indem wir das massiv zusammenstreichen, was wir am Advent am liebsten haben: bei Kerzenschein Kekse backen, vorlesen, Musik machen. Quality time in der Familie. In solchen Momenten könnte ich heulen…

    Naja. Dann müssen wir jetzt Augen zu machen und durch. Also beginnen wir nach unserem Totensonntags-Gang mit den Laternen auf den Friedhof mit dem Kekse backen. Und sagt jetzt nicht, ich soll welche kaufen. Meine ältere Tochter ist gegen Eier allergisch. Findet mal Weihnachtskekse ohne Eier… vor allem, wenn Eure 11jährige weiß, dass man sogar Zimtsterne eifrei backen kann. Mit Eischnee aus Kichererbsenwasser. Jawohl.

    Seufzende Grüße,
    Juliane

  • Antworten

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