Ordnung

Richtig aufräumen – Leitfaden (nicht nur) für Faule

26/07/2018

Oft erzählen mir Menschen, dass sie entweder keine Zeit oder keine Lust zum Aufräumen haben. Sie finden es lästig und gucken lieber eine Serie bei Netflix, anstatt sich um ihre Ordnung zu kümmern. Dabei gibt es viele kleine Tipps, mit denen quasi nebenbei aufgeräumt wird, ohne dass es sich nach viel Arbeit anfühlt. Kleine Aufgaben, die regelmäßig ausgeführt, einen großen Effekt haben. Die wichtigsten habe ich für Euch zusammen gefasst!

Richtig aufräumen

Der einfachste Weg, um Ordnung zu halten ist natürlich, regelmäßig aufzuräumen statt immer wieder Chaos entstehen zu lassen. 15 Minuten am Morgen oder am Abend, konsequent jeden Tag durchgeführt, bewirken wahre Wunder.

Wenn Du erst dann Ordnung schaffst, wenn sich ein Stapel Briefe auf dem Tisch oder ein Stapel Geschirr neben der Spüle gesammelt hat, wird es viel länger dauern und doppelt so anstrengend sein, als wenn Du Dich jeden Tag darum kümmerst.

Erledige zwischendurch immer eine Kleinigkeit, wie zum Beispiel den Müll rausbringen, den Fußboden saugen, die Zeitungen aussortieren. Wenn Du Arbeiten, die weniger als fünf Minuten Zeit kosten, sofort erledigst, hast Du weniger To-Dos auf der Liste und somit auch weniger Stress.

Richtig aufräumen - vorher Richtig aufräumen - nachherPrioritäten setzen

Mir persönlich ist ein sauberes Küchenfenster wichtiger als ein sauberes Schlafzimmerfenster. Deshalb wird das Küchenfenster doppelt so oft geputzt wie das Schlafzimmerfenster.

Unser Wohnzimmer ist fast immer vorzeigbar und hat keine Angst vor spontanem Besuch. Dafür herrscht ab und zu Chaos in meinem Büro, was aber nicht weiter schlimm ist, weil nur die wenigsten Gäste dieses Zimmer zu Gesicht bekommen (allerdings ist das Chaos nie so groß, dass ich einen halben Tag investieren müsste, um es zum Gästezimmer umzufunktionieren).

Was ich damit sagen möchte: lieber Prioritäten, als sich unter Druck zu setzen!

Richtig aufräumen FlurHalte Deinen Flur sauber

Der Flur ist die Visitenkarte einer jeden Wohnung und begrüßt nicht nur Gäste entweder chaotisch oder schön aufgeräumt. Besonders für uns selber sollten hier eine gewisse Grundordnung angestrebt werden, um uns selber das „nach Hause kommen“ so schön wie möglich zu machen.

Also: Schuhe in den Schrank, Jacken in oder an die Garderobe und Hundeleine, Schlüssel und Taschen sollten ihren festen Platz habe. Womit wir auch schon zum nächsten Punkt kommen:

Alles hat einen festen Platz

Einfach ALLES sollte einen festen Platz haben. Und alles sollte nach Gebrauch an den Platz zurück gelegt werden!

So simpel – so effektiv!

Alles hat seinen PlatzEinen Plan erstellen

Richtig aufräumen hat leider auch immer was mit putzen zu tun. Leider.

Für mich persönlich macht es keinen Sinn, den kompletten Samstag für den Haushalt einzuplanen. Deshalb habe ich bestimmte Aufgaben bestimmten Wochentagen zugeordnet:

  • Montag wird Staub gesaugt und die Küche gewischt,
  • Dienstag Nachmittags putze ich gerne Fenster,
  • Mittwoch wird das Bad und die Treppe gewischt,
  • Donnerstag jage ich den Staub,
  • Freitag wird gebügelt,
  • Sonntags werden alle 14 Tage die Betten gewechselt.

Wenn ich jeden Tag ein bisschen mache, fühlt es sich nicht so sehr nach lästiger Hausarbeit an.

Apropos Bügeln – mittlerweile bügel ich einiges mehr als noch vor zwei Jahren. Stört mich aber nicht, da ich immer eine kleine Achtsamkeits-Übung daraus mache!

One in, one out

Jedes Mal, wenn Du etwas Neues kaufst, solltest Du etwas Altes wegschmeißen oder spenden.

Kaufst Du also ein neues Waffeleisen, kannst Du das alte also aussortieren.

Hast Du neue Turnschuhe mit nach Hause gebracht, solltest Du mindestens die zehn Jahre alten Chucks entsorgen.

Im Loslassen liegen die Flügel der Freiheit

Brasilianisches Sprichwort
LUFT lassen

Plane beim Aufräumen LUFT mit ein. Lass auch mal zwei Bügel im Schrank frei hängen, Stapel die Shirts oder Handtücher nicht zu hoch, achte darauf, dass keine Schublade so voll ist, dass sie sich nicht mehr richtig schließen lässt und ein Bücherregal muss nicht automatisch bis oben hin voll gepackt sein. Wenn Du mehr LUFT in Deiner Wohnung, in Deinen Schränken hast, kannst Du nicht nur besser Richtig aufräumen, sondern Dich viel schneller wieder um die Dinge kümmern, die Dir wirklich am Herzen liegen (oder Dir geht es irgendwann wie mir und Du räumt wirklich gerne auf!?)

Prost Mahlzeit

Damit verabschiede ich mich in einen ordentlichen Sommerurlaub.

Der nächste OrdnungsTag erscheint am 23. August 2018 – pünktlich um 6 Uhr!!! Bis dahin kommt nur mein wöchentlicher Wochenglück-Rückblick, eine Folge Wohnfragen habe ich für Euch und ansonsten bleibt es ruhig hier bei mir!

Bis dahin,

ordentliche Grüße

Denise

  • NochEinGlasWein 26/07/2018 at 12:59

    Na dann, schöne Ferien, geniess es 🙂

  • Wagner Annemarie 26/07/2018 at 15:12

    Schönen Urlaub 😊

  • Jessi aus St 27/07/2018 at 9:27

    Liebe Denise,
    Schönen Urlaub!!
    Viele Grüße,
    Jessi aus ST

  • Iris 29/07/2018 at 11:16

    Danke für die Auffrischung der Tipps.
    Hab da auch noch eine kleine Aufräumhilfe:
    Man stellt sich vor, dass alles was man aus einem Schrank, einer Schublade etc. holt an einen Faden gebunden ist, der eine Verbindung mit der „Heimat“ der Dinge hat. Wenn alles irgenwo liegen bleibt, sieht es nach kurzer Zeit wie verworrenes Spinnennetz durch die ganze Wohnung aus. Abends sollte man dann diese „Spinnennetz“ wieder auflösen.

    Schönen Urlaub
    Gruß Iris