Wochen(glück)

Wochenglück-Rückblick | Solidarität und Verständnis

09/01/2021

Was hat Dich in dieser Woche glücklich gemacht?

Diese Frage stelle ich jedes Wochenende. Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu. Wer Lust hat, kann gerne beim Wochenglück-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntagabend verlinken. So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

Über Solidarität und Verständnis und meine geliebte Morgenruhe

Start happy

Da liegt es also vor uns – das neue Jahr. Wie eine Überraschungstüte, deren Inhalt für uns alle ungewiss ist. In meiner unbändigen positiven Einstellung gehe ich jedoch davon aus, dass 2021 neben einigen Stolpersteinen auch jede Menge gute Sachen für uns bereithält. Alles andere kommt für mich persönlich nicht infrage! Also … los geht’s!

 

Sonntag Abend habe ich mich wahnsinnig auf die neue Woche gefreut. Endlich wieder (ein halbwegs) geregelter Alltag, statt bis 9 Uhr mit einem Kaffee im Bett zu bleiben (was auch mal ganz schön sein kann).

Doch Montag überkam mich ein schweres Corona-Down. Ich konnte nichts dagegen tun, denn es hatte sich schon einige Tage vorher angekündigt. Bereits Samstag hatte ich meinen nächsten Workshop verschoben und die Nachrichten am Montag gaben mir recht mit der Entscheidung. Im Grunde genommen war mir schon im November klar, dass die Zahlen nach Weihnachten rapide ansteigen werden und ich so schnell kein Wochenende mit 6 – 8 fremden Frauen verbringen werde. Und doch tut es weh, wenn man wieder alles neu organisieren muss.

Bis Mittwoch hatte ich mich wieder gefangen, zum Glück, denn ich hatte gleich drei Gespräche mit Frauen, die gerade am Rande ihrer Nerven sind.

  • Eine Frau in Kurzarbeit, Homeoffice, mit einem 4-jährigen,
  • eine Selbständige, mit Mitarbeitern, einem Grundschul-Kind,
  • und eine Frau mit 2 Kindern (2 und 8), die im April eigentlich zu Ende studieren sollte, nun aber  das Leben als Alleinerziehende stemmen muss. Corona ist ein Verstärker von Gut und Schlecht. Corona zeigt uns die Defizite. Sowohl im öffentlichen Leben als auch im privaten.

Am Abend lag ich erschöpft im Bett, schwermütig, auf Grund all dieser Schicksale. All diese Frauen, überall auf der Welt. Frauen, die weiter arbeiten und trotzdem die Kinderbetreuung alleine stemmen müssen. Ich wünschte, ich hätte die ultimative Lösung.

Solidarität und Verständnis

Ich stelle mir gerade vor, wie wir alle in einigen Wochen aus unseren Häusern gekrochen kommen. Wie wir langsam wieder erwachen, verstrubbelt auf die Straße treten und schauen, was unsere Nachbarn so machen. Langsam wieder Freunde und Familie besuchen, während das Wetter freundlicher wird. Ich wünsche mir so sehr ein kollektives Erwachen, doch das ist nur eine Vorstellung.
Tatsächlich gibt es zu viele Menschen, die gerade an vorderster Front kämpfen müssen, weil viele andere sich nicht um die Maßnahmen scheren; während unsere Kinder sich ihrem eigenen Schicksal überlassen werden und viele Existenzen ums Überleben kämpfen.
Ja – ich stelle mir gerade vor, wie wir alle in einigen Wochen erwachen, und alles ist wieder gut …

Solidarität und Verständnis

Müde machen mich die Stimmen die sagen, unsere Großeltern hätten im Krieg viel Schlimmeres bewältigen müssen. Gar keine Frage. Ich hätte nicht mit meiner Großmutter tauschen wollen. Und ja, ich halte mich auch für sehr privilegiert mit meinem schönen, warmen zu Hause, mit der Tatsache, dass Homeoffice für mich und Home-Schooling für meine Kinder kaum Probleme mit sich bringen.

Aber ich sehe eben auch viele Frauen in meinem Umfeld, die auf dem Zahnfleisch gehen und ich halte es für nicht angebracht, ihnen das Gefühl zu geben, sie sollten „nun endlich aufhören zu jammern!“.

Ich sehe, wie unterschiedlich Kinder mit der aktuellen Situation umgehen und dass wir uns die langfristigen Konsequenzen gar nicht ausmalen können.

Deshalb wünsche mir ein bisschen mehr Solidarität und Verständnis für einander! Es geht nicht darum, wem es gerade am schlimmsten trifft oder dass Generationen vor uns viel Schlimmeres ausstehen mussten. Es geht darum, ein bisschen aufeinander aufzupassen und den Menschen einzugestehen, dass es im Moment viele Tage gibt, an denen es eben nicht gut ist.

Wir schaffen das! Gar keine Frage! Weil uns sowieso nichts anderes übrig bleibt. Aber dazu braucht es eben auch ganz viel Solidarität und Verständnis!

#StayHomeStaySafe – mein Beitrag vom 19.03.2020 hat nichts an Aktualität verloren.

Morgenruhe

Morgenruhe

Morgens mag ich es am liebsten.
Wenn der ganze Tag noch vor einem liegt, erst langsam erwacht.

Wenn es im Haus ruhig ist, draußen dunkel und ich mit meinen Gedanken alleine bin.
Diese Woche war turbulent, doch langsam sortiert es sich und ich sitze dort mit meiner Tasse Tee und genieße einfach die Morgenruhe.

 

Habt ein feines Wochenende

Denise

 

p.s. habt Ihr den Podcast von Potentialperlen und mir schon gehört?

 

 

24 Kommentare

  • Antworten Maike 09/01/2021 at 8:34

    Liebe Denise,
    mir ging es diese Woche genauso. Ich bin auch der ganzen Sache so müde. Dazu die ganzen anderen schlechten Entwicklungen, das zermürbt mich auch grad. Und ich verstehe so gut, dass Ihr Freiberufler*innen grad am Stock geht. Ich schicke Dir ganz viel Kraft und drücke uns allen die Daumen, dass wir es bald geschafft haben!
    Meine Glücksmomente der Woche sind daher diese Woche mehr eine Zusammenstellung von Dingen, die wir tun können, um a) gut für uns selbst zu sorgen und b) um einen Beitrag zu leisten, damit es wieder besser wird.
    https://flowers-and-candies.de/meine-gluecksmomente-der-woche-090121/
    Liebe Grüße!
    Maike

  • Antworten Yvonne 09/01/2021 at 8:45

    Frauen gehen auf dem Zahnfleisch?? „Alleinerziehende“ sind aus Ihrem Blickwinkel immer Frauen, scheint es mir.
    Alleinerziehend ist man wann? Wenn es keinen Vater gibt. Keinen! So viele Vollwaisen gibt es aber nicht.

    Getrennterziehend sollte das Thema mal sein.
    Väter reiben sich in Corona-Zeiten auf! Die Super-Duper-Mamis aber tönen laut und stöhnen unter ihrer Belastung, aber wie viele von denen bitten den Papa um zusätzliche Betreuungszeiten? Stunden, Tage, die Papas gerne leisten würden? Fast keine, denn die Opferrolle ist so bequem und der Vater eh nur „über und belastendend“.

    Alleinerziehende! Geknecktete! In fast allen Fällen selbstgewähltes und gewünschtes SCHICKSAL (Stolperfalle Ironie).

    „Frauen Frauen Frauen“ – der verbitterte Blickwinkel einer mehrfach im Stich Gelassenen.

    Wann gibt es hier auch mal den reflektierten Gedankengang zur Situation der Männer? Der Kinder und dem Umgang gerade während der der Pandemie?
    Ich denke nie.

    Nein, ich bin kein Mann.
    Ich lebe mit einem der nachgeburtlich sterilisierten Papa und leide mit unter der Macht der Mütter (der armen, armen Opfer).

    Einseitig hier.

    • Antworten fräulein | ordnung 09/01/2021 at 12:55

      Oh ha … da höre ich viel Frust raus!

      Ich dachte eigentlich nicht, dass ich die Frauen als OPFER dargestellt habe. Das war nicht meine Intention.

      Aber es ist eine Tatsache, dass zumindest die von mir genannten Frauen ziemlich alleine gelassen werden, die Beruf und Kindererziehung unter erschwerten Corona-Bedingungen schon seit Monaten weitestgehend alleine leisten müssen. Ganz ohne verbitterten Blickwinkel.
      Auch ich bin nicht verbittert. Nur müde. Besonders von Frauen, die gegen andere Frauen hetzen. Das macht mich wirklich müde!

    • Antworten Christine 09/01/2021 at 15:19

      @YVONNE: Vielleicht ist es Ihnen während der hastigen Lektüre nicht aufgefallen: In diesem Blog geht es dezidiert um Ordnung, Lifestyle und Familie.
      Wenn Ihnen das zu „einseitig“ ist, dann empfiehlt sich – vorzugsweise ohne vorheriges Hinterlassen eines derart wütenden, fast schon Troll-Kommentars – der Wechsel zu Blogs die „Ihre Themen“ bedienen. Ihnen scheint es ja hauptsächlich um ein nicht-intaktes Mutter:Tochter-Verhältnis und die Rolle des Vaters in/nach Trennungs-Situationen zu gehen.
      Für die Begriffsklärung „allein-erziehend“ konsultieren Sie am besten Wikipedia, dort wird Ihnen das leicht verständlich erklärt.
      Übrigens: Kinder ohne (lebenden) Vater sind nicht Voll- sondern Halbwaisen.
      Ihre Schlussbemerkung „Ich denke nie.“ scheint auf bedauerliche Weise zutreffend zu sein. Das ist sehr schade, denken lohnt sich nämlich. Oft sogar ganz außerordentlich. Das gilt insbesondere vor öffentlichen Meinungs-Äußerungen. Vielleicht probieren Sie’s gelegentlich mal aus…

      • Antworten Krystyna 11/01/2021 at 18:12

        DANKE Christine, für diese * gehaltvolle* Antwort

  • Antworten Petra von FrauGenial 09/01/2021 at 9:02

    Ich finde Vergleiche zu ziehen auch nicht angebracht. Es ist einfach eine Situation, die wir noch nie so hatten oder uns bewusst ist. Ich kann mir vorstellen wie das andere auf die Substanz geht und jede versucht das Beste daraus zu machen. Ich wäre ebenfalls für mehr Miteinander und will einfach nur hoffen, dass wir es irgendwie trotz Allem meistern!
    https://fraugenial.com/mein-jahr-2020-fluch-segen-zugleich/

  • Antworten Nicole von Hexen und Prinzessinnen 09/01/2021 at 9:03

    Hallo Denise,
    ich bin auch sehr gespannt wie es 2021 weitergeht und bin auch der Meinung, dass es besser wird. Nicht gleich am Anfang, aber dann schön langsam.
    Hier geht es zu meinem Wochenrückblick: https://hexenundprinzessinnen.de/meine-woche-1-und-2-21-das-neue-jahr-2021
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und LG
    Nicole

  • Antworten Frau Pratolina 09/01/2021 at 9:27

    Liebe Denise,
    Ich liebe sie auch, diese Morgenruhe. Da ist es doch toll, schon einen Teenie zu haben. Denn früher ist er um fünf aufgestanden. Jetzt bin ich die erste und es fühlt sich gut an, in Ruhe Zeit für sich zu haben. Zumindest am Wochenende.
    Mein Wochenglück: https://fraupratolina.de/vom-kleinen-glueck-ein-schneetag/
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Herzliche Grüße
    Steffi

  • Antworten Ilka 09/01/2021 at 10:18

    Liebe Denise,
    mir geht es ähnlich. Ich weiß, dass andere schlechter dran sind, dennoch macht mich die Sache gerade unheimlich mürbe. Ich versuche aber, mich „aktiv“ zu freuen: über meinen morgendlichen Spaziergang (sehr früh, ich sitze um 7:00 Uhr am Rechner), über Anrufe netter Kolleg:innen, über bunte Post und buntes Essen ( https://wasmachstdueigentlichso.wordpress.com/2021/01/09/der-nudelsalat-der-nach-sommer-schmeckt/ ). Und ich hoffe sehr, dass wir das „mit Menschen“ noch können, wenn wir es wieder dürfen.
    Viele Grüße
    Ilka

  • Antworten Nicole 09/01/2021 at 11:16

    Liebe Denise,
    Ich gebe dir mit der Solidarität absolut recht. Diese dehnt sich aber in jeden Bereich aus. Und natürlich ist es für einige sehr viel schwieriger als für andere. Aber ich finde ein Besinnen darauf, dass es viel schlimmer sein könnte, kann auch etwas aufbauendes mit sich bringen. Verständnis sollten wir haben. Das mit deinem Workshop tut mir leid- aber du wirst ihn sicher bald nachholen können.
    Auch ich wünsche mir Normalität zurück. Nicht alles muss so und sollte so sein wie früher. Wir werden aber sicher noch Geduld brauchen. Und dann schaffen wir das auch. Und wenn sich alle an die Regeln halten.
    Ich wünsche dir ein gesundes 2021
    Nicole
    P.S.: Es passt nicht richtig zu deinem Text, aber ich liebe dein Sofa und die Kissen sehen immer so wunderbar aus

  • Antworten Madame Bix 09/01/2021 at 11:19

    Danke für diesen liebevollen und verständnissuchenden Beitrag. Ja, mehr Solidarität, das trifft es gut. Allen, die kämpfen und auf dem Zahnfleisch gehen, viel Kraft!
    Und uns allen viel Zuversicht und immer wieder Auftanken im Miteinander oder im guten Mit-sich-alleine sein.
    Liebe Grüße aus Aachen

  • Antworten Rike 09/01/2021 at 13:09

    :‘-) Wunderschöner Text, liebe Denise – vielen lieben Dank! Ja, es fällt aktuell wieder schwerer, positiv zu bleiben. :-/
    Mir tut es leid, dass unser Sohn nicht in die Kita gehen darf und um den Jahresurlaub, der für die Betreuung draufgeht.
    Auch die Großeltern verpassen gerade wichtige Entwicklungsschritte bei ihrem Enkel. 😌
    Homeoffice ist für uns das einzig Gute an der Situation und ich bin unserem Arbeitgeber sehr dankbar für die Lösungen, die er dafür geschaffen hat.
    Deswegen freue ich mich auch schon sehr auf Dein neues Buch. 📖😍 Einfach eine geniale Idee, das aktuelle Thema aufzugreifen! 👍
    Ich hab’s mir hier zwar schon schön eingerichtet, werde es aber natürlich trotzdem lesen und springe vorsorglich schon mal in den virtuellen Lostopf, den es erfahrungsgemäß dafür geben wird. 🤸🏻‍♀️🗳
    Alles Gute weiterhin für Dich und Deine Lieben – bleib weiterhin so zuversichtlich und lebensfroh! 🐝🍀🤗
    Viele Grüße, Rike

  • Antworten Silke 09/01/2021 at 15:37

    Welch ein schöner Text, und schön zu lesen, dass Du trotz des Frust und der negativen Gedanken, die wohl jeden manchmal einholen, doch positiv bleibst. Das gelingt leider nicht allen. Jede-/r meistert diese Situation anders, deshalb bringt es, wie Du richtig schreibst, wenig, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
    Ich sitze auch hier mit drei Jungs (8,12 und 14). Ich habe Glück, mein Chef gibt aus Altersgründen sein Büro auf. Wie wenn ich es geahnt hätte, habe ich im Jahr vor Corona ein Stellenangebot abgelehnt. So kann ich das Ganze nun ganz gelassen betrachten, mich um unsere Jungs kümmern und mich um meine eigenen Bedürfnisse kümmern. Deshalb gelingt es mir immer, mich wieder zu erden und mich zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen: uns geht es gut, alles andere wäre jammern auf hohem Niveau. Aber das gilt für mich/uns, und es steht mir nicht zu, anderen sagen zu müssen, dass doch alles gar nicht so schlimm sei. Da muss jeder selbst durch und das Beste daraus machen.
    LG, Silke

  • Antworten Ina aus Weinheim 09/01/2021 at 18:47

    Ich gehöre zwar zu der Generation, die auf frühere Zeiten verweisen könnte, aber es wäre nicht fair, dann wir haben einen anderen Zeitgeist mit anderen Prioritäten und Lebensverhältnissen. Allerdings regt mich derzeit dieses ständige Jammern und Klagen mittlerweile auch auf. Auch in Familien gehen oftmals die Männer lieber zur Arbeit, obwohl Homeoffice möglich wäre, um dem
    „Drama“ Familie, wo plötzlich alle gleichzeitig zu Hause sind, zu entfliehen. Ist es denn wirklich so schlimm, in einer Ausnahmesituation, die Kinder zu betreuen und zu arbeiten ? Ist das denn nur „außer Haus“ möglich??? Ich wage mich weit vor mit der Äußerung: Im letzten Jahrzehnt ist es Frauen möglich gemacht worden (und das ist gut so), Karriere zu machen oder arbeiten zu gehen und gleichzeitig Familie zu haben, Immobilien zu erwerben und Reisen zu machen. Die Unabhängigkeit der Frauen macht es außerdem möglich, eine Partnerschaft schneller zu beenden, wenn es nicht so recht passt. Alleinerziehende haben es schwer – keine Frage! Und dann kommt ein weltbewegendes Ereignis wie Corona dazwischen , und das ganze mühsam aufrecht gehaltene Konstrukt einer privaten Organisation fällt plötzlich zusammen und wird mühsam. Ich provoziere, ich weiß, aber ich finde, auch dieser Aspekt sollte zumindest mal angeschaut und ausgehalten werden.
    Ich lese diesen Blog immer wieder gerne, hole mir hilfreiche Tipps fürs Ordnen und Aussortieren und bin auch gespannt auf die Meinungen einer jüngeren Generation.
    Lg Ina

    • Antworten Sonja 15/01/2021 at 13:03

      Liebe Ina,

      „„Drama“ Familie, wo plötzlich alle gleichzeitig zu Hause sind, zu entfliehen. Ist es denn wirklich so schlimm, in einer Ausnahmesituation, die Kinder zu betreuen und zu arbeiten ? Ist das denn nur „außer Haus“ möglich???“
      = Frauen zurück an den Herd?

      „Die Unabhängigkeit der Frauen macht es außerdem möglich, eine Partnerschaft schneller zu beenden, wenn es nicht so recht passt. Alleinerziehende haben es schwer – keine Frage! Und dann kommt ein weltbewegendes Ereignis wie Corona dazwischen , und das ganze mühsam aufrecht gehaltene Konstrukt einer privaten Organisation fällt plötzlich zusammen und wird mühsam.“
      = an nicht funktiinierenden Beziehungen festhalten, um „versorgt“ zu sein?
      = alle Alleinerziehenden haben sich selbst von ihrem Partner(in) getrennt?
      Es gibt übrigens auch viele alleinerziehende Väter.
      „Und dann kommt ein weltbewegendes Ereignis wie Corona dazwischen , und das ganze mühsam aufrecht gehaltene Konstrukt einer privaten Organisation fällt plötzlich zusammen und wird mühsam.“
      Unsere Berufsfeld von heute sieht anders aus als noch vor 20/ 30 Jahren. Unser Alltag auch.

      Was auch immer gern vergessen wird: Nicht jeder hat finanziell die Möglichkeit, beruflich kürzer zu treten.

      Ich dachte, wir sind mit unserem Denken schon ein bisschen weiter….

      Viele Grüße
      Sonja

  • Antworten Smaragd0504 09/01/2021 at 20:57

    Liebe Denise

    „““Ich stelle mir gerade vor, wie wir alle in einigen Wochen aus unseren Häusern gekrochen kommen. Wie wir langsam wieder erwachen, verstrubbelt auf die Straße treten und schauen, was unsere Nachbarn so machen. Langsam wieder Freunde und Familie besuchen, während das Wetter freundlicher wird. Ich wünsche mir so sehr ein kollektives Erwachen, doch das ist nur eine Vorstellung.““

    Da sitze ich mit Tränen in den Augen , wie ich das hoffe, den Frühling ersehne. Aber vorher werden wir noch eine Beerdigung hinter uns bringen müssen, meine Mann hat nur noch wenige Wochen. Werden die Firmung unseres Jüngsten verschieben müssen und auf viele Umarmungen und Freunde verzichten müssen. Life sucks!
    Aber dennoch hoffe, fiebere ich dem Licht, der Sonne und der Wärme entgegen, die sich dann hoffentlich wie ein warmer, schützender Mantel um uns legt und uns viel Kraft und Energie geben wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Danke für deinen wundervollen Blog und auch den Instagram Account, ich liebe ihn.

    Sei ganz lieb gegrüsst!
    Silvia (smaragd0504)

    • Antworten Carola 13/01/2021 at 15:30

      Liebe Silvia,

      ich wünsche Dir ganz viel Kraft und sende dir von Herzen Energie für deine Zukunft. Sei ganz lieb umarmt auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Herzlichst Carola

  • Antworten Glücksfeder 10/01/2021 at 7:11

    Hallo liebe Denise,
    in dem einen oder anderen Corona-Tief habe ich auch schon gesteckt, jedoch buddele ich mich da jedes Mal ganz schnell wieder raus, weil wir derzeit ja eh nichts ändern können und uns schlichtweg in Geduld üben müssen. Auch wenn das mitunter ganz schön schwer ist. Oberstes Gebot für mich in dieser allgemein frustrierenden Zeit ist, dass ich mir mit aller Macht meinen Humor bewahre und die schönen Seiten des Lebens weiterhin feiere. Mir hilft dabei das akribische Sammeln von Glücksmomenten, die ich auch in dieser Woche wieder hier auf meinem Glücksfeder-Blog zusammengetragen habe:

    https://gluecksfeder.blogspot.com/2021/01/glucksmomente-02-2021-schwarz-wie.html?m=1

    Ich wünsche Dir viel Kraft und starke Nerven für die kommende(n) Woche(n)! Hab einen entspannten Start in den Sonntag!
    Herzliche Grüße,
    Sarah

  • Antworten Bettina 10/01/2021 at 7:51

    Guten Morgen Denise,

    der Corona-Marathon im dem wir uns gerade befinden kratzt wohl an der Substanz von ganz vielen.

    Da durchzugehen und eben auch Durchhänger zu haben ist herausfordernd. Das spüre ich gerade mehr als deutlich bei mir.

    Den Weg damit umzugehen gibt es einfach nicht und ich bevorzuge eine Mischung aus Selbstfürsorge, Verständnis und dem Funken Hoffnung, dass nach überstehen dieser Krise auch einiges neu geordnet wird, dass auch vorher schon mehr als brüchig war.

    https://diealltagsfeierin.de/wochenrueckblick-no-01-2021/

    Hab einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße

    Bettina

  • Antworten Anja 10/01/2021 at 10:50

    Liebe Denise,

    in dem Beitrag geht es um Verständnis und Solidarität. Schade, dass du gleich so angegriffen wirst. Du berichtest aus dem Blick einer Frau und über deine Gespräche mit Frauen. Daran ist nicht verwerfliches. Früher wurden Frauen kaum erwähnt, heutzutage muß scheinbar jeder wie in einer Zeitungsannonce (m,w,d) angesprochen werden.
    Ich finde du schreibst sehr gut, interessante Themen. Es ist nicht notwendig bei allen Themen mit dir einer Meinung zu sein.
    Auch mein Mann leidet an der Situation. Er macht sich beim Arbeiten Gedanken wie es uns daheim geht. Kauft ein, weil ein Laden direkt neben seinem Geschäft ist. Beschäftigt sich mit den Kindern usw.
    Trotzdem bin ich müde. Ich bin auch selbständig. Habe mir nun drei Wochen Ruhe gegönnt weil mir klar war, dass es im Januar mit der Schule sicher nicht regulär weiter geht. Eines meiner Kinder hat Probleme beim lernen. Deshalb werde ich wieder jeden Tag mit ihm hin sitzen müssen. Mein anderes Kind hat weniger Probleme, er ist in der ersten Klasse, aber auch er benötigt Ansprache und Betreuung.
    Mir geht es finanziell gut. Bekomme aus vielen Richtungen Unterstützung (zumindest über Telefon). Ich kann wirklich nicht klagen. Mache es gern für meine Kinder. Aber der erste Lockdown hat mich an meine Grenzen gebracht und mir fehlt der direkte Kontakt mit anderen Menschen. Die schlechte Aussicht auf Besserung zumindest bis zum Frühling macht es nicht besser.
    Ja wir werden es schaffen und ja es gab und gibt Andere die mehr Probleme haben. Es sind alle an ihren Grenzen. Die einen mehr, die anderen weniger.

  • Antworten Jenny 10/01/2021 at 16:28

    Liebe Denise, du schreibst Tatsachen und vielen grade aus dem Herzen.Danke Darfur🌠.Liebe Grüße Jenny

  • Antworten Carola 13/01/2021 at 15:16

    Liebe Denise und liebe Leserinnen von Denise ihren Zeilen,

    tja, dass letzte Jahr hatte für viele große und kleine Herausforderungen. Mit meinen Zeilen möchte ich Mut machen, und Jammern weit weg schieben. Ich weiß, dass viele Frauen und Menschen gerade viele Aufgaben lösen müssen, doch es gibt ganz oft Lösungen wenn man darüber redet. Ich erzähle euch kurz meine Geschichte der letzten Monate. Mein Mann und ich sind selbständig und für uns begann die Herausforderung erst ab 7.Juli 2020. Ich hatte einen schweren Autounfall, Brustbein, fünf Rippen und das rechte Handgelenk gebrochen. Auto Totalschaden. Unfallverursacher bestreitet seine Schuld. Also musste schnell ein neues Auto her. Keine Rücklagen dafür. Erstmal Leihwagen. Wir brauchen unser Auto um unsere Kunden zu besuchen. Also musste eine Lösung her. Diese haben wir mit einem Händler in der Pfalz gefunden. Meine Brüche waren gerade so verheilt, da wurde bei mr in der linken Brust ein Tumor festgestellt. Alle Voruntersuchungen erledigt. In dieser Zeit habe ich viele Menschen kennengelernt, die haben mir Mut gemacht und mir gezeigt dass man seine Angst vor Krankenhäusern besiegen kann. Ich habe einen Arzt kennengelernt, der mich verstand, und ich durfte 24 Stunden nach der OP nach Hause. Brust verheilt gut. Durch diese Situation noch ich das Verhältnis zu meinen Geschwistern verbessern, wir reden wieder über Dinge die wichtig sind. Und ob dies nicht schon genug Aufgaben sind, war das Schicksal anderer Meinung.
    Ab 24. November durften mein Mann und ich fühlen wie sich Corona anfühlt. Erst dachten wir, dass wir beide uns nur eine schwere Erkältung eingefangen haben, doch leider stellte sich zwei Wochen später raus, dass Corona uns besucht hat. Unser Verlauf sehr starker Husten, Gliederschmerzen und totale Erschöpfung. Wir haben fast nur geschlafen. Unser Büro war zu. Wer nicht arbeitet, verdient kein Geld. Staatshilfen wollten wir nicht. Ich schreibe euch diese Zeilen, weil ich euch Mut machen möchte, auch aus solchen Situationen gut und gestärkt wieder rauszukommen. Und nein, wir sind nicht reich, haben keine Rücklagen. Allerdings haben wir ein Haus, wo wir uns ausruhen konnten und einen Garten zum bewegen. Ich habe loslassen gelernt. Und immer wieder loslassen. Wir nehmen die Herausforderungen an, sehen sie nicht als Problem und denken in Lösungen. Zwei meiner besten Freundinnen geben immer wieder neue Denkanstösse. Oft finden wir sie selbst. Vielleicht dürfen wir uns hier bei Denise austauschen, und Mut machen und vielleicht auch mit Ideen helfen. Ich wünsche uns allen Kraft für die täglichen Herausforderungen des Lebens. Herzliche Grüße Carola

    • Antworten fräulein | ordnung 13/01/2021 at 16:20

      Danke für Deine wertvollen Zeilen, liebe Carola! Ich sende Dir weiterhin ganz viel Kraft!

    • Antworten Ina aus Weinheim 13/01/2021 at 18:46

      Liebe Carola,
      ich verneige mich vor Deinem bzw. Eurem Schicksal und wünsche Euch von Herzen, dass Ihr bald wieder auf einem guten Weg sein werdet. Es sind diese ganz persönlichen Geschichten, die wichtige sind, gehört zu werden, denn so relativiert sich die eigene Situation. Es gibt schwere Zeiten im Leben, die einfach ausgehalten werden müssen – und genau diese Zeiten zeigen auf, was wirklich wichtig ist. Immanuel Kant hat schon gesagt: „Wir sind nicht auf der Welt, um immer glücklich zu sein, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen“.
      Ich wünsche Dir Kraft und Zuversicht. Sei behütet!
      Liebe Grüße von Ina

    Antworten

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