Homestory

Wohnfragen | Erzähl mal, liebe Frau Piepenkötter

01/07/2018

Frau Piepenkötter – kleine Welt große Liebe

… so heißt der Blog von Vanessa aka Frau Piepenkötter, die ich im letzten Herbst endlich mal persönlich kennengelernt habe, nachdem ich ihr schon gefühlt eine Ewigkeit bei Instagram gefolgt bin. Heute ist sie Gast bei meinen Wohnfragen und ich freue mich sehr!

Wie wohnst Du eigentlich, liebe Vanessa?

Schön. Und ländlich. Haha! Aber im Ernst: Wir wohnen nun schon 13 Jahre in Hagenburg am Steinhuder Meer. Das ist in der Nähe von Hannover, wenn man den Begriff „in der Nähe“ etwas dehnt. Erst wohnten wir hier in einem Altbau von 1938, den wir saniert und renoviert haben (#chezpiepenkötter) und seit 2016 wohnen wir in unserem Neubau-Bungalow (#piepenköttersbungalove). Beim Neubau überzeugte uns die Feldrandlage des Grundstücks und die Möglichkeit alles einmal so richtig passig zu machen. Da kommt man bei Altbauten ja schnell mal an Grenzen. Der Bungalow ist bewusst ein ganzes Stück kleiner geworden als das alte Haus, dafür aber in Schnitt und Aufteilung wesentlich durchdachter. Ich liebe unser Zuhause.

Wohnfragen Frau PiepenkötterWas magst Du an Deinem Zuhause am meisten?

Schwierige Frage, denn eigentlich mag ich alles wirklich gern. Am allermeisten vielleicht den Ausblick, die Badezimmerfliesen und die Küche. Wir haben ganz viele Fenster im Wohn-/Esszimmer und der Küche und ich kann vom Küchentisch bis hin zum Deister (wer hat in Erdkunde aufgepasst? ) gucken. Das entspannt mich megamäßig. Es gibt nur einen Raum den ich wirklich nicht leiden kann. Und das ist das Schlafzimmer. Da haben wir beim Einzug quasi nur Reste verwertet. Ich hab das aber ganz fest auf dem Zettel für den Herbst. Da wird da mal ein bisschen (Fein)Tuning betrieben.

Wohnfragen Frau PiepenkötterWie oft bist Du in Deinem Leben schon umgezogen?

Sieben Mal. Hätte ich gar nicht gedacht, dass es schon so oft war, aber jetzt wo ich nachzähle…. Letztlich fanden diese Umzüge alle in einem Umkreis von 15 Kilometern rund um mein jetziges Zuhause statt. Ich bin also nicht gerad rumgekommen. Und das obwohl „Veränderung“ mein zweiter Vorname ist.

Was hast Du immer im Kühlschrank?

Ich würde jetzt gern sowas bloggermäßiges sagen, wie „Overnight Oats“ und „Infused Water“, aber die Wahrheit lautet: Butter und Pepsi light. Klingt schon sehr fancy und gesundheitsbewusst, oder? Ich trinke wirklich den ganzen Tag nur Kaffee und Pepsi light und ich finde es selber eklig. Aber ich bin zu disziplinlos um mir das abzugewöhnen und meine Hausärztin sagte mal, das mein niedriger Blutdruck das ganze Koffein schon ganz gut gebrauchen kann. Das werte ich als Freifahrtsschein. Und „gute Butter“ , wie meine Oma zu sagen pflegt, ist fast genauso wichtig. Die kommt, wenn der Tag daneben ging, am Abend auf den Toast mit Nutella.

Wohnfragen Wen würdest Du gerne mal zu Dir einladen?

Gerade mit höchster Priorität: Den Fensterputzer. Und dann meine liebsten Internetz-Menschen. Tatsächlich sind ein ganzer Haufen davon ja auch schon im echten Leben gute und enge Freunde geworden und ich habe schon einige von ihnen besucht und wir haben gemeinsam viel gute Zeit verbracht, aber die wenigsten waren bislang hier bei mir. Wundern tut mich das dann aber auch wieder nicht, denn es ist schon ein kleiner Unterschied zwischen Hagenburg und Hamburg. So vom Ganzen her. Aber ein paar davon habe ich für diesen Sommer noch ganz dick auf meinem Zettel stehen. Dem Zettel mit der Überschrift „Schmonzetti Poolparty im Bali des Nordens“ ….

Wohnfragen Frau PiepenkötterWas würdest Du niemals in Dein Zuhause lassen?

Vollflächig verlegten Teppichboden, die olle Gänsefederlampe die man jetzt gerad so gern bei Instagram hat, die schwarz-bunten 90er Jahre-Möbel die mein Mann versucht hat mit in die Ehe zu bringen, jeden einzelnen AFD Wähler und Donald Trump.

Frau PiepenkötterWas war Dein größter Fehlkauf?

Ich hab eigentlich keine richtigen Fehlkäufe. Ich ändere Dinge oft und gern und deshalb und weil wir eine Normalverdiener-Familie sind, kaufe ich nie teures Zeug über das ich mich dann ärgern müsste. Was nicht mehr gefällt oder sich als unpraktisch erweist, fliegt raus oder wird „passend gemacht“. Ich ärgere mich viel öfter über Dinge die ich nicht gekauft habe, weil ich meine Einrichtung hauptsächlich bei Ikea und im Kleinanzeigenmarkt kaufe und bei letzterem gibt es oft keine zweiten Chancen. Wenn weg, dann weg. Aus diesem Grund kaufe ich ab und an mal panisch irgendwelche Dinge, die ich am Ende doch nicht brauche. Aber ich habe alle bislang mit Gewinn weiterverkaufen oder an liebe Menschen verschenken können. Win-Win-Situation heisst das, oder?

Frau PiepenkötterDeine nächste Anschaffung für Dein Zuhause?

Wir brauchen ganz, ganz dringend ein neues Bett mit allem was dazu gehört und eigentlich ein komplettes Schlafzimmer-Makeover. Im Schlafzimmer landete nach dem Umzug alles was irgendwo „über“ war und damit es nicht ganz so schlimm wird, habe ich unser altes Bett vom Möbelschweden noch dunkelgrau lackiert. Jetzt ist der Raum aber wirklich fällig, denn der Lack verabschiedet sich allmählich an den Kopfenden (sozusagen Liegeglatzen), die Matratzen sind durchgelegen und es ist wirklich rumpelig und gar nicht schön.

Frau PiepenkötterWas würdest Du retten, wenn es brennt

(abgesehen von Menschen + Tieren)

Wenn es etwas gäbe, das ich retten wollen würde, dann wären es wohl die Erinnerungskisten der Kinder auf dem Dachboden. Jede meiner Töchter hat eine riesige Plastikkiste mit Deckel auf dem Dachboden in der z.B. das erste Outfit, die Schultüte und das Einschulungskleid, Fotos, Basteleien, Poesiealben, Geburtsbändchen etc. aufgehoben werden. Da sind auch Seepferdchen-Urkunden, Medaillen von Sportwettkämpfen, das Sportabzeichen und alle möglichen anderen Dinge drin. Ständig kommt noch etwas dazu. Schon jetzt, mit 11 und 15, schauen die beiden sich den Inhalt der Kisten gern an und ich würde mich freuen, wenn sie das irgendwann später vielleicht auch mal mit ihren eigenen Kindern zusammen machen könnten. Das sind Kisten voll mit Geschichten, Erlebnissen und Momenten, die ich ungern missen würde. Im Herzen wie in Händen.

Frau PiepenkötterWo möchtest Du alt werden?

Am Meer. Und am besten an der holländischen Nordsee. Holland wird nicht zu heiß, ist so im Ganzen überschaubar und entspricht in vielerlei Hinsicht einfach meinem Beuteschema. Im Idealfall würde ich direkt auf dem Strand ne Senioren-Blogger-Kommune gründen. Das wär fein!

 

Hach, liebe Vanessa … die Senioren-Blogger-Kommune hört sich fantastisch an ♥ Herzlichen Dank für Deine Antworten, Fotos und den Einblick in Dein zu Hause!

Wer mehr von Frau Piepenkötter sehen oder lesen möchte, findet hier IHREN BLOG und INSTAGRAM ACCOUNT.

 

Viele Grüße

Denise

 

2 Kommentare

  • Antworten Flo | Tasteboykott 01/07/2018 at 14:52

    Schöne Einblicke und wie von Vanessa gewohnt toll geschriebene Antworten, danke für das Interview!

  • Antworten Julius 01/07/2018 at 16:01

    Wo kann man den Antrag auf ein Zimmer in der holländischen Blogger-Seniorenbutze stellen?

    LG
    Julius

  • Antworten

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