Lifestyle

Von der OP-Schwester zur Yogalehrerin

01/11/2020

Mich haben Geschichten anderer Menschen schon immer interessiert. Die echten Geschichten von Angesicht zu Angesicht erzählt. Ich will wissen, wie es den Menschen geht, was sie gerade fühlen, was sie denken. Welche Ängste sie haben, aber auch, welche Hoffnungen sie antreiben. So ist im März meine Idee zu „Momentaufnahme“ entstanden und seit dem Skype ich mit den verschiedensten Menschen.

Nach einigen Wochen Pause, habe ich in den letzten Tagen (mit steigenden Infektionszahlen und dem nächsten Lockdown vor der Nase) das Bedürfnis gehabt, diese Reihe wieder aufzunehmen. Just in dem Moment wurde mir bei Instagram ein Foto von Nina angezeigt. Wir folgen uns schon seit mehr als 6 Jahren über Instagram, damals war sie noch keine Yogalehrerin und lebte noch in München. Sie schien  die perfekte Interviewpartnerin für diese Momentaufnahme zu sein.

Momentaufnahme einer Yogalehrerin

Nina ist 48 Jahre alt, ausgebildete OP-Schwester und inzwischen auch ausgebildete Yogalehrerin. Sie hält Vorträge über gesunde Ernährung, Resilienz, Stressbewältigung, gesunder Schlaf, im Grund sehr großflächige Vorträge über das Leben an sich und die Schwierigkeiten, die das Leben mit sich bringt. Sie wohnt seit fünf Jahren mit Mann und Kind am Niederrhein.

Yogalehrerin

Von der OP-Schwester zur Yogalehrerin

Liebe Nina, wie alt sind Deine Kinder?

Mein Sohn ist fast 26, meine Tochter fast 15 Jahre. Man positioniert sich nochmal ganz anders, wenn Kinder größer werden. Der Radius wird wieder größer, weil die Kinder einen nicht mehr permanent brauchen und sich selber ein paar Nudeln kochen können. Das bringt so viel Freiheit.

Ich bin mit einem Mann verheiratet, der sehr wenig zu Hause (gewesen) ist und sehr viel arbeitet. Mit der Geburt unserer Tochter ging seine Karriereleiter rauf und ich war für alles alleine zuständig: die Kinder, die Renovierung, alles. Aber das ist keine Beschwerde. Wir haben uns das Leben so ausgesucht und es ist alles wunderbar.

Als unsere Tochter klein war, gab es schwierige Phasen, weil es nicht einfach ist so allein mit einem kleinen Kind zu sein. Es gab keine Großeltern in der Nähe und da wir zu der Zeit in München Schwabing gelebt haben, gab es auch  keinen Babysitter, den man sich ständig locker leisten konnte. Das ging einfach nicht.

Der Große war also in der Pubertät, die kleine in der Trotzphase. Es wäre der ideale Zeitpunkt gewesen, Alkoholikerin zu werden, es ist aber nie dazu gekommen *lacht*. Es war nicht so ein heimeliges Familienleben, wie sich das andere gönnen können. Auf der anderen Seite hatten wir dadurch andere Vorteile.

Ich glaube, Du wirst im Leben nie alles das bekommen, was zu Du haben möchtest. Du wirst immer wieder Prüfungen bestehen müssen und dann gehst Du gestärkt aus diesen Zeiten raus. Wenn wir heute von diesen Zeiten reden, müssen wir selber lachen. Da ist schon der ein oder andere Teller Spaghetti an der Wand gelandet, weil ich doch sehr temperamentvoll bin. So ist das Leben!

Im OP

Ich konnte damals leider nicht arbeiten, das war sehr schwierig für mich. Die Kleine hatte mit 2 Jahren endlich einen Krippenplatz. Nur bis mittags, aber immerhin. Ich bin dann gleich wieder in den OP gegangen, in die plastische Chirurgie. Doch das war das Schlimmste, was ich machen konnte, weil ich gleich von zwei Seiten Druck bekommen habe. Auf der einen Seite die Krippe – da musste ich pünktlich sein und dann mein Chef. Das habe ich ein halbes Jahr gemacht, dann war’s das. Die Medizin ist leider keine geeignete Berufssparte für Mütter, wenn man keine Spontanität mitbringen kann.

Wenn Du das damals ausgehalten hast, haut Dich die aktuelle Lage sicher auch nicht um?

Die jetzige Situation hat mich am Anfang umgehauen, weil ich es nicht gewohnt bin, so viel Zeit mit meiner Familie komprimiert in einem Haus, miteinander zu verbringen. Ich dachte, ich dreh durch, ich ertrage das nicht. Den ganzen Tag jemanden um mich zu haben: Kind und Mann.

Mein Mann ist permanent mit dem Kopfhörer durch das Haus gelaufen und hat telefoniert, sodass ich mich kaum getraut habe, durch das Haus zu gehen, zu staubsaugen, zu irgendwas. Wir mussten uns erst gemeinsam an die Situation gewöhnen.

Plötzlich sind alle meine Yogakurse ausgefallen und ich stand da – was machst Du mit der Freizeit? Ich habe dann angefangen zu renovieren – wie alle Menschen, wahrscheinlich. Die viele Zeit, die wir an einem Ort waren, aber nicht zusammen was erlebt haben, mein Mann musste ja ganz normal arbeiten.  Zwei Wochen lang war ich wirklich nölig. Bis ich dann beschlossen habe, dass die ganze Nölerei nichts bringt und das wir eigentlich gesegnet sind.

Mein Job ist zwar weggefallen, der hat uns aber sowieso nicht ernährt, doch mein Mann hat einen sicheren Job. Ich bin ganz demütig geworden und habe mich mit viel Yoga und viel Meditation eingenordet.

Ich habe im ersten Lockdown weder mehr gegessen, noch mehr Alkohol getrunken. Statt dessen habe ich nur für mich mehr Yoga gemacht, um mich wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Verschwörungstheorien

Ich habe eine Freundin, die komplett ins Lager der Verschwörungstheorien geraten ist. Es war eine liebe Freundin, von der ich mich aber tatsächlich trennen musste. Den Kontakt habe ich komplett aufgegeben, denn das ist nicht meine Welt. So wie ich für Rassismus kein Verständnis habe, habe ich für diese Leute kein Verständnis. Die sollen auch bitte schön eine Patientenverfügung bei sich tragen, in der klar geschrieben steht, dass sie auf eine medizinische Behandlung verzichten, und diese in der Klinik auf den Tisch legen, wenn sie ihre Demos hinter sich gebracht haben und Hilfe in der Klinik benötigen.

Traurig finde ich auch, dass sich in der Gesundheitsbranche nichts verändert hat – alleine dass die Leute mit Lavendel abgespeist werden, ist unglaublich.

Die Automobilbranche wird unterstützt und unterstützt, doch das, was wirklich wichtig ist, um eine Gesellschaft am Leben zu halten? Ich kann nur allen wünschen, die dort gerade auf die Bremse drücken, das dieser Zweig unterstützt wird, dass die mal in der Klinik landen und ganz schlechte Pflege erfahren. Wissen wir aber alle, dass das nie passieren wird.

Momentaufnahme

Wann hast Du Dich zur Yogalehrerin ausbilden lassen?

Im letzten Jahr habe ich meine Prüfung gemacht, obwohl das nie mein Plan war. Ich habe in der Reha gearbeitet und dort ganz normale medizinische Dinge erledigt und auch Vorträge gehalten. Dann kam der Wunsch der Reha Abteilung, ob ich nicht auch Yoga anbieten könnte.

Vor knapp 15 Jahren bin ich zum Yoga gekommen, damals zum schwangeren Yoga und ich fand es furchtbar, weil ich mich wie ein Walross gefühlt habe. Nach der Schwangerschaft habe ich jedoch weitergemacht und festgestellt, dass es als Nicht-Walross eigentlich ganz cool ist.

Je nach Lebensphase habe ich es mal mehr mal weniger praktiziert, seit wir wieder zurück im Pott sind, dann wieder mehr. Da hab ich mir dann gedacht: Warum soll ich nicht auch das noch machen?

Am 23.12.2019 habe ich dann die Prüfung zur Yogalehrerin gemacht. War ein bisschen stressig war, da wir Weihnachten mit dem Wohnmobil weggefahren sind.

Weihnachten im Wohnmobil?

Ja, ich bin kein Fan von Weihnachten. Ich bin eine von wenigen, die das nicht so heimelig finden. Ich finde es toll, gut zu essen. Doch dadurch, dass die Familie so sehr verteilt ist und man nie alle sehen kann, finde ich Weihnachten schwierig.

Heiligabend haben wir letztes Jahr noch bei meinen Großeltern (92 und 93 Jahre alt) Gans gegessen und sind dann nach Domburg gefahren. Dort haben wir auch Silvester gefeiert, das war so cool! Das vermisse ich auch am meisten, dieses Jahr. Dass man diese spontanen Trips nicht machen kann, dass wir kaum mit dem Wohnmobil unterwegs waren.

Das ist Jammern auf höchstem Niveau und ich schäme mich auch, das zu sagen, aber ich brauche das Meer so sehr, diese Ruhe, diesen Meerblick. Das fällt mir sehr schwer, muss ich sagen.

Ich fühle mit Dir!

Dein Mann ist jetzt noch oder wieder Zuhause?

Ja, das wird auch erstmal so bleiben.

Geht es ihm gut damit? Fühlt er sich entschleunigt?

Ja, total. Er hatte jetzt ein großes Projekt, das bedeutet: maximal 2 Stunden Schlaf, wenn überhaupt. Das Projekt wurde heute Nacht abgeschlossen. Ich habe ihn gefühlt seit 14 Tagen nicht gesprochen. Wir leben zwar im gleichen Haus, haben aber kaum Berührungspunkte, wenn solche Projekte anliegen. Er schläft dann auch in einem anderen Zimmer, nimmt auch keine Mahlzeit mit uns ein, ich bringe ihm das Essen ins Büro.

Wir kennen solche Projekte, wenn er sonst in Madrid oder Berlin unterwegs war, wusste ich auch nie, wann er nach Hause kommt. Ich habe mein Leben immer so geplant, dass ich ohne ihn zurechtkomme.

Habt ihr jetzt mehr Qualitytime zusammen?

Ich glaube schon. Wir hatten in diesem Sommer, unter der Woche, viele lange gemeinsame Hunderunden. Ich weiß gar nicht, ob es das vorher überhaupt jemals gab. Sonst kam er frühestens gegen 20 Uhr nach Hause, da war ich mit der Hunderunde schon durch.

Jetzt gibt es wesentlich mehr Interaktion. Wir haben jetzt auch mal die Möglichkeit, beim Mittagessen zu sprechen, und wenn es nur 10 Minuten sind. Das ist schon toll.

Welchen Hochzeitstag hattet ihr dieses Jahr?

Den 15. Hochzeitstag. Obwohl wir den nicht feiern und oft vergessen. Außer meine Oma, die dann anruft und sagt „Kind! Es ist wieder soweit“.  Mir ist das nicht wichtig. Mir ist das tägliche miteinander wichtiger: Der Kaffee, den man ans Bett gebracht bekommt, ist wesentlich schöner, als ein Blumenstrauß von der Tankstelle.

Stichwort Deine Oma. Wann hast Du sie das letzte Mal gesehen?

Ich sehe sie regelmäßig, weil ich sie versorge. Bis Februar haben sie sich noch alleine versorgt, jetzt geht es nicht mehr. Ich kümmere mich um die Einkäufe, sie bekommen Essen auf Rädern. Ich bin regelmäßig dort, aber ganz klar mit Abstand und Mundschutz! Es gibt keine Umarmung, keinen gemeinsamen Kaffee am kleinen Tisch.

Im Frühjahr konnte ich damit besser umgehen. Da war meine Tochter nicht in der Schule und ich wusste, dass sie nichts anschleppen kann. Als die Zahlen jetzt immer mehr gestiegen sind, könnte ich mir nicht mehr sicher sein. Meine Tochter könnte was aus der Schule anschleppen und wir ohne Symptome. Das kann keiner sagen. Deshalb sind wir sehr diszipliniert.

Ich mache mir um mich keine Sorgen. Mir tun aber die Kinder wahnsinnig leid. Mit fast 15 Jahren so die sozialen Kontakte zu limitieren, ist schwierig. In der  Schule sitzen sie zu 30 Kindern in einer Klasse und am Nachmittag sollen sie sich nicht treffen. Das ist auch schwierig zu argumentieren.

Kinder & Schule

Ich mache mir auch Sorgen, wie es mit der Schule weiter geht. Warum werden keine Gruppen gebildet / die Klassen geteilt und auch am  Nachmittagsunterricht angeboten? Das ärgert mich. Auf die Kinder hätte man mehr eingehen müssen. Ich glaube nicht, dass alle unbeschadet da durch kommen. In einer Zeit, in der sich die Persönlichkeit manifestiert. Viel reden, Mut machen, ist gerade besonders wichtig.

Es gibt ja gerade keine Perspektive. Wir könne nicht sagen „Komm in zwei Wochen ist es vorbei.“

Ist es ja nicht! Ich bin auch nicht sicher, ob es nächsten Winter schon vorbei sein wird. Ganz realistisch: es kommen noch ganz harte Zeiten auf uns zu. Ich glaube nicht, dass wir die Spitze des Eisberges schon erreicht haben. Deshalb bin ich ganz vorsichtig.

Yogalehrerin

Was für Pläne hast Du für die nächsten Wochen?

Ich renoviere wie eine Irre im Haus, es gibt noch genug Projekte. Im Sommer habe ich mich im Garten ausgetobt, jetzt geht es drinnen weiter.

Ich habe meine Kamera nicht mehr angefasst, seit dem mein Vater verstorben ist. Durch Zufall ist mir die Kamera jetzt wieder in die Hände gefallen, ich hab ein bisschen probiert und festgestellt Wow! es geht noch. Das hat mich so gefreut, daß das wieder zurückgekommen ist und ich Spaß daran habe.

Sollte es so sein, dass man zu Weihnachten wieder reisen kann, sind wir sofort weg. Das Wohnmobil ist noch gepackt, wir können also jederzeit los. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, aber im Moment gehe ich davon aus, dass es nicht so sein wird und dass wir auch die Familie nicht besuchen werden. Auch das ist dann gut. Wir müssen das Beste aus der jetzigen Situation machen.

Wir leben im Hier und Jetzt, wir können die Situation nicht ändern. Die Gelassenheit an den Tag zu legen und das anzunehmen, was ist, beugt viel Stress vor. Ich bin so dankbar, dass ich kein kleines Kind habe, das ich in dieser Zeit bei Laune halten muss. Ich bin ebenso dankbar, dass es nicht zu unserer Zeit passiert ist, als es nur ein Festnetztelefon gab, wo jede Minute einzeln abgerechnet wurde und es nur drei Programme im Fernsehen gab. So wie es jetzt ist – da kommen wir gut durch!

 

Liebe Nina, so ein schönes Schlusswort.

Ich danke Dir sehr für diese Momentaufnahme und wünsche Dir und Deiner Familie von Herzen alles Gute.

Denise

 

 

 

 

12 Kommentare

  • Antworten Nicole Kirchdorfer 01/11/2020 at 15:15

    Was für eine tolle und sympathische Frau. Meine Schwägerin hat einen ähnlichen Weg gewählt und ist statt Hebamme nun auch Yoga Lehrerin.
    Wenn ich die beiden so betrachte, sollte ich dringend auch Yoga machen, um so zu strahlen.
    Alles Liebe von hier aus.

  • Antworten Andrea Hartmann 03/11/2020 at 8:57

    Liebe Denise,
    puh, eher schwierig zu lesen. Es gibt weniger privilegierte Frauen, die diese Zeit mit Kind und Kegel wuppen, ohne Partner in best bezahlten Jobs. Für mich wirklich jammern auf hohem Niveau. Da wird die ein oder andere Mutter einen Stich spüren. In der jetzigen Zeit nicht förderlich.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Antworten fräulein | ordnung 03/11/2020 at 9:27

      Liebe Andrea,

      an welcher Stelle hast Du das Gefühl, dass hier gejammert wird?
      Mir ist es wichtig, bei der Momentaufnahme verschiedene Frauen zu Portraitieren.
      Dafür hatte ich ja auch bereits eine junge Mutter, die gerade das 3. Kind erwartet und sich politisch engagiert.

      Ich bin auch nicht in so einer privilegierten Situation wie Nina und habe dennoch keinen Stich gespürt. Ich finde es einfach nur spannend, in das Leben anderer Menschen blicken zu dürfen.

      Liebe Grüße
      Denise

  • Antworten Sonja 04/11/2020 at 10:11

    Hallo Denise,

    ich kann Andrea absolut verstehen.

    Mir sind es generell im Netz auch zu viele Kommentare, die „auf hohem Niveau jammern“.
    Das sind in der Regel keine Leute, die ihre Posts schreiben, während sie versuchen, Job, Kinder unter einen Hut zu bringen und in der 2,5-Zimmerwohnung nicht durchzudrehen.

    Vielleicht sollte man die Menschen interviewen, deren Existenz auf dem Spiel steht und die trotzdem nicht verzagen….
    Es gibt so viele tolle Beispiele: Pflegekräfte, Lehrer, Kindergärtner, Reinigungskräfte, Verkäufer im Einzelhandel………..

    Es ist einfacher, sich mit einem (finanz-)starken Partner im Rücken beruflich zu verwirklichen. Alleinerziehend wäre man wahrscheinlich noch OP-Schwester und nicht Yoga-Lehrerin, weil man einfach seine Famlie ernähren und funktionieren muss und auf das Einkommen angewiesen ist. Wahrscheinlich steht dort auch kein gepacktes Wohnmobil vor der Tür, im Idealfall ein gebrauchter Kleinwagen, von dem man hofft, dass er durch den nächsten TÜV kommt.

    Ich meine das nicht böse oder wertend und ich finde die Dame symphatisch, aber das fällt mir zur Zeit extrem auf.
    Vielleicht sollten wir uns einfach darauf besinnen, dass es genug Schönes gibt, auf dass wir uns focussieren können. Wir leben hier alle immer noch sehr privilegiert.

    Liebe Grüße
    Sonja

  • Antworten Ingrid 04/11/2020 at 12:21

    Ich habe mir das Interview nochmal durchgelesen und kann an keiner Stelle daraus Jammern erkennen. Im Gegenteil. Nina sagt, dass sie demütig geworden sei. Sie weiss sehr wohl um ihren privilegierten Status. Mir hat das Interview sehr gut gefallen, auch, wegen der deutlichen Aussage zu Verschwörungstheoretikern. Ich erlebe auch einen ähnlich gelagerten Fall im Bekannntenkreis und finde es schwierig, damit umzugehen. Letztlich ist so gut wie jeder in irgendeiner Form von Corona betroffen.

  • Antworten Christine 04/11/2020 at 14:14

    Hallo zusammen, die Momentaufnahmen finde ich toll und die Mischung macht es doch aus. Ich lese gerne aus den unterschiedlichen Welten. Habe auch nicht das Gefühl, daß hier gejammert wird. Außerdem finde ich tatsächlich, daß mit diesem Beitrag gezeigt wird, daß auch diese Familie ihre Herausforderungen hat. Es ist bestimmt nicht immer einfach, dem Mann in so einer (wohl höheren) Position den Rücken frei zu halten. Es hat eben alles seinen Preis.
    Grüße

  • Antworten Monika S. 04/11/2020 at 15:11

    Liebe Denise,
    mir hat die Momentaufnahme mit Nina sehr gut gefallen. Ich finde sie so toll, dass ich mir den Beitrag schon mehrmals angeschaut habe.
    Du hast schon viele interessante und sehr verschieden Frauen vorgestellt. Ich freue mich schon auf die nächste Momentaufnahme.
    Herzliche Grüße
    Monika

  • Antworten Heike S. aus N. 05/11/2020 at 8:34

    Interessante Momentaufnahme einer sehr sympathischen Frau! Allerdings habe ich etwas Bauchschmerzen, dass hier das alte Rollenbild weiter propagiert wird und eben ohne Bedenken gelebt wird. Ist ja bisher auch alles gut gegangen. Aber was, wenn der Mann inzwischen gegangen wäre?
    Es ist ja immer schön, wenn es so für alle „passt“, aber Frauen gehen in solche Ehen meines Erachtens auch heute noch gerne sehr blauäugig rein…das Familien- und Unterhaltsrecht ist inzwischen ein anderes und Altersarmut leider ein sehr weibliches Thema (gab neulich eine sehr ernüchternde TV-Dokumentation dazu).
    Daher hätte ich einen erläuternden Satz dazu, wie Ninas Altersvorsorge dennoch gesichert wurde (das wünsche ich mir sehr für sie) gut gefunden.
    Viele Grüße, Heike

  • Antworten Nathalie 05/11/2020 at 12:25

    Was für ein wunderbares Interview. Schon beim Lesen spüre ich die Energie dieser Frau und sie strahlt Kraft an mich ab. Toll! <3

  • Antworten Andrea 07/11/2020 at 13:29

    Warum muss man sich als Frau immer rechtfertigen, wenn man nicht „arbeitet“ und sich daheim um die Kinder kümmert. Was geht andere meine Altersvorsorge an? Wenn mehr Frauen /Männer bereit wären, auf manches im Leben zu verzichten (Urlaub, teure Kleidung…), könnten sie vielleicht weniger arbeiten und hätten mehr Zeit für die Familie. Und wir hätten vielleicht weniger Betreuungsnot in solchen Zeiten….Kinder mit Fieber in der Schule (leider nicht selten)…
    Ich kann es manchmal echt nicht mehr hören, wenn man als Frau von Frauen angegriffen wird, weil man sich für Familie und gegen Arbeit entschieden hat.
    Danke für das tolle Interview.

  • Antworten Alexandra 09/11/2020 at 13:29

    Vielen Dank für dieses offene und ehrliche Interview mit Nina! Es ist schön, wenn jemand ehrlich und unverblümt darstellt wie das Leben mit Familie und Job aussieht und wie schwer es ist, alles unter einen Hut zu bringen. Ich habe immer Vollzeit gearbeitet und mich um meinen Sohn gekümmert und ihn bis zum Abi unterstüzt. Nach meinen Hobbys brauchte man mich in dieser Zeit nicht zu fragen…Nun ist mein Sohn Erwachsen und geht seinen Weg und ich kann stolz auf mein Kind und das von mir geleistete zurückblicken. Ich freue mich schon jetzt, noch mehr solcher Interviews zu lesen.

    Viele Grüße, Alexandra

  • Antworten Laura 20/11/2020 at 11:40

    Bin ich die Einzige, die sich Sorgen um den Mann macht?
    Zwei Wochen lang zwei Stunden Schlaf pro Nacht klingt lebensgefährlich – ich hoffe, das war eine leicht übertriebene Angabe.

  • Antworten

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen