Was hat Dich in dieser Woche glücklich gemacht?
Diese Frage stelle ich jedes Wochenende. Ich zeige 4 – 6 meiner liebsten Fotos aus der Woche und schreibe 1 – 2 Sätze dazu. Wer Lust hat, kann gerne beim Wochenglück-Rückblick mitmachen und sich bis Sonntagabend verlinken. So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

Gestern gab es um 12 Uhr ein Stück Kuchen und einen Iced Latte. Nach dem Sport. Auf meinem Balkon. Mit einem erfüllten Herzen und der Vorfreude auf ein Wochenende ohne Termine.
Mit Blick auf die Blumen, die ich mir auf dem Wochenmarkt gekauft habe.

Wochenende in Bonn
Unsere Mutter hat meine Schwester und mich zu einem gemeinsamen Wochenende eingeladen – und wir haben uns für Bonn entschieden. Das war richtig schön. Auch wenn ich den Samstagnachmittag etwas früher beenden musste.
Eigentlich hatte ich schon gut auf mich gehört. Erst habe ich darum gebeten, dass wir uns für einen Kaffee hinsetzen, kurz darauf wollte ich eine Mittagspause machen. Als ich irgendwann aus einer Umkleidekabine kam, fragte meine Schwester: „Musst du dich vielleicht mal hinlegen?“
Zum Glück hat sie das ausgesprochen. Vielleicht hätte ich sonst einfach weitergemacht, bis gar nichts mehr gegangen wäre. Stattdessen bin ich zurück ins Hotel, habe mich aufs Sofa gelegt und bin sofort in einen tiefen Schlaf gefallen. Irgendwer hatte einfach den Stecker gezogen.

Zum Abendessen im „Bahnhöfen“ habe ich es noch geschafft. Doch auch auf der Rückreise hatte ich wieder mit Kurzatmigkeit und anderen Symptomen zu kämpfen. Meine Hausärztin hat mich daraufhin für drei Tage krankgeschrieben. Seit der Diagnose der Myasthenia werde ich sehr gut betreut.

Was mir nach meiner Rückkehr ins Büro aufgefallen ist: Ich kann keine Wasserflaschen mehr öffnen. Mir fehlt schlicht die Kraft dafür. Es ist nur eine Kleinigkeit, trotzdem beschäftigt sie mich sehr.
Umso mehr genieße ich die Leichtigkeit, die mir mein Zuhause schenkt. Hier fühle ich mich gerade am besten aufgehoben. Ich kann mich hinlegen, wann immer mein Körper danach verlangt. Und das tut er im Moment ziemlich oft.

Wie sich diese körperliche Erschöpfung mit meiner Leidenschaft für die Tanzfläche vereinbaren lässt?
Diese Frage bekomme ich öfter gestellt. Manchmal schreiben mir Frauen sogar, dass sie mich um meine Energie beneiden.
Mein Geheimnis ist ziemlich unspektakulär: der Mittagsschlaf.
Wenn ich weiß, dass ich abends tanzen gehe, lege ich mich spätestens am Nachmittag für 20 Minuten hin. Und ich halte konsequent Platz in meinem Kalender frei. Ich plane heute nur noch mit etwa 50 Prozent meiner Kapazität und genau das macht es möglich, die anderen 50 Prozent mit Dingen zu füllen, die mir wirklich guttun.

Das ist gerade meine wichtigste Lektion: Nicht trotz meiner Erkrankung nach Leichtigkeit zu suchen, sondern gerade wegen ihr.
Das lässt sich auch auf alles andere anwenden, wie z.B. die Perimenopause.
In diesem Sinne.
Habt ein entspanntes Wochenende
Denise
p.s. das Rezept für den Zucchini-Kuchen vom ersten Foto findet Ihr HIER.





9 Kommentare
Liebe Denise,
vielen Dank für Deine wunderschönen Fotos + inspirierenden Bilder. Es ist so schön, ein bisschen auch an Deiner Woche teilhaben zu dürfen. ich habe über die Jahre schon das Gefühl einer Verbindung 😉
Hast Du Ergotherapie? Das kann ich empfehlen, auch weil man eine Hilfsmittelberatung bekommen kann, vor Ort in der Wohnung auch bei Bedarf- ansonsten an einen Pflegestützpunkt beim Landratsamt wenden, da viele Dinge verordnungs-+erstattungsfähig sind.
Ein schönes freudvolles Wochenende für Dich
herzlich
Helen
Danke, liebe Helen!
Ich muss jetzt erstmal mit meiner Neurologin sprechen und die neue Entwicklung besprechen. Das mit der Ergotherapie habe ich im Hinterkopf. Vielen Dank.
PS: es gibt zum Bsp. ein Tool zum Flaschenöffnen mit Hebelwirkung
Liebe Denise,
ui, das klingt wirklich nicht ganz einfach und es tut mir leid, dass diese Krankheit Dich so fordert. Danke, dass Du das mit uns teilst. Sowohl die Einschränkungen, aber auch Deinen Umgang damit und die Selbstfürsorge, die Du Dir zukommen lässt. Das berührt mich sehr.
Ich kenne das Thema mit den verminderten Ressourcen auch sehr gut. Ich lebe nun auch schon einige Jahre mit einer eingeschränkten Leistungsfähgkeit, die ich bis jetzt noch nicht wieder losgeworden bin. Und genau das ist vielleicht das, was man damit lernt: Gut auf sich selbst zu achten, ausreichend Selbstfürsorge zu entwickeln und, wie Du schreibst, dennoch genug schöne, leichte Momente ins Leben zu holen.
Damit sind wir dann auch beim Thema: Meine Glücksmomente bestanden diese Woche u. a. aus Mauerseglern, dem Abendhimmel und bester Lektüre.
https://maike-kranaster.de/meine-gluecksmomente-der-woche-01-08-26/
Alles Liebe für dich!
Maike
Gute Besserung l🌹
Ja manchmal kennt unser Umfeld uns doch besser als wir selbst. Und dann ist es schön, wenn es ausgesprochen wird. Der kuchen und die pasta sehen so lecker aus! Bonn muss ich auch mal wieder hin.
https://fraugenial.blogspot.com/2026/07/monatsrueckblick-konzerte-kurztrips-gutem-essen.html?m=1
Hallo liebe Denise,
vielen Dank für deinen tiefen Einblick und die Momente, die du mit uns teilst. Fühl dich arg gedrückt und danke, dass du so offen damit umgehst, ich glaube das macht es für viele leichter, ebenfalls so ehrlich mit dem Umfeld umzugehen. Wie schön, dass du sowohl von deinen Lieblingsmenschen als auch von deiner Wohnung so gut getragen wirst, das ist toll und hilfreich – wie eine sichere Basis.
Meine Woche war bestimmt durch das Wasserfasten, das ich seit Samstag durchführe. Hierbei wird ausschließlich Wasser getrunken und nichts gegessen. Ich brauchte nach meinem Urlaub und dem vollen Jahr einfach einen Reset für meinen Körper, wofür das Fasten nun der beste Weg für mich ist.
Hier berichte ich darüber:
https://petrabaeumler.de/2026/07/25/wasserfasten-als-neustart-fuer-den-koerper-ein-live-erfahrungsbericht/
Ich wünsche dir gute Besserung und vor allem einen guten Umgang mit deiner Erkrankung für die Zukunft, so dass du weiterhin ein angenehmes und lebensbejahendes Leben leben kannst.
Viele Grüße aus Nürnberg,
deine Petra
Seit meiner Krebserkrankung vor zwanzig Jahren bin ich kräftemäßig eingeschränkt und habe auch psychisch die Krankheit noch nicht verarbeitet (ich bin seitdem in psychotherapeutischer Langzeittherapie). Lange habe ich nach außen und vor Freunden so getan, als wäre alles in Ordnung. Ende letzten Jahres gab es dann eine Situation, und seitdem gehe ich offener mit meiner überstandenen Erkrankung und den gebliebenen Nachwirkungen um und alle lieben Menschen in meinem Leben wissen nun, wie es mir wirklich geht. Ich bin überall auf Verständnis, Liebe und Unterstützung getroffen und frage mich jetzt, warum ich so lange nach außen „die, die immer lacht“ war. Es ist nun alles leichter für mich geworden und ich bin dankbar für die wunderbaren Menschen in meinem Leben. Auch habe ich nun endlich akzeptiert, meinen Zustand anzunehmen und achte mehr auf mich und meine Bedürfnisse. Das tut mir sehr gut und ich lerne gerade so viel über Selbstfürsorge und Achtsamkeit.
Danke, dass du so offen von deiner Krankheit und den damit verbundenen Einschränkungen erzählst. Es ist nichts, wofür wir uns schämen müssten – aber das für sich selbst zu verstehen, ist nicht immer leicht. Wir müssen unser Leben lieben, mit all seinen Schönheiten und Widrigkeiten. Jeden Tag.
Liebe Denise, wenn ich Deine Wohnung sehe geht mir immer das Herz auf! Ich habe all die Jahre verfolgt, wie Du Dein Leben und Wohnen immer selbstbewussster in die Hand nimmst und es Dir schön machst. Das bewundere ich sehr!
Ich mag -sehr vorsichtig und mit dem allergrössten Respekt für unsere Individualität -noch eine Erfahrung da lassen: Mir hilft ein Regenschirm als Sonnenschutz sehr um meine Kräfte zu behalten, wenn ich länger der Sonne ausgesetzt bin. Gerade in der Stadt…Kleine Frequenzen sind kein Thema. Ich bin auch eine überzeugte Mittagschlafhalterin 🙂 Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Körper zu gesundes Essen (also Smoothies, viel Ingwer und sowas…) schlechter verträgt als normales. Da fühle ich mich auch schwächer. Wenn ich aber ’normal‘ essen im Sinne , was ich als Kind schon gern gegessen hab dann geht es mir wesentlich besser. Falls Du mehr wissen willst schreib mich gern an.