Minimalismus

Minimalismus hilft Geld sparen

05/09/2019

Minimalismus hilft Geld sparen

Kürzlich bekam ich eine interessante Kooperationsanfrage von einem Lagerraumanbieter.

Sie verfolgen den Gedanken, dem Platzmangel und Engpass in Großstädten den Kampf anzusagen.
Da auch ich mich mit Themen rund um Ordnung, Wohneinrichtung, Reisen und aktuellen Trends wie Minimalismus und neuartigen Lebensmodellen auseinandersetze, könnten sie sich eine Zusammenarbeit mit mir besonders gut vorstellen.
Mit meiner Unterstützung würden sie gerne auf das Konzept sowie die Nutzungsmöglichkeiten aufmerksam machen, denn das Dilemma sei wohl jedem bekannt:

… meine Wohnung hat keinen Dachboden und keinen benutzbaren Keller: Wohin mit all meinen Dingen?

… ich möchte in eine Großstadt umziehen: Die Mietpreise kennt jeder, wohin mit meinen Sachen bei kleinerer Wohnung?

… ich plane einen längeren Auslandsaufenthalt: Wohin vorübergehend mit meinen Sachen?

… meine Abstellkammer platzt aus allen Nähten: Wie schaffe ich es, dennoch für Ordnung zu sorgen?

Ich habe das Kooperationsangebot abgelehnt.

Auch wenn mir die Nutzungsmöglichkeiten einleuchten, halte ich nicht viel von dem Konzept.

Dafür bezahlen, dass meine Sachen irgendwo eingelagert werden?

Macht in meinen Augen nur in Ausnahmesituationen Sinn. Vielleicht, wenn man eine Zeit lang ins Ausland geht und seine Wohnung untervermietet. Doch selbst dann würde ich lieber eine andere Lösung finden, statt einen Lagerraum anzumieten.

Minimalismus hilft Geld sparen! Davon bin ich absolut überzeugt.

Ordnungstag

Wohin mit all den Dingen,

wenn meine Wohnung keinen Dachboden oder Keller hat

Ein Leben ohne Keller ist möglich! Habe ich schon gehabt und es so sehr genossen, dass ich seit dem nie wieder einen Keller haben wollte. Natürlich genieße ich jetzt den Luxus einer Garage, in dem Gartengeräte und Fahrräder stehen. Doch hätte ich nur einen kleinen Schuppen, dann würde auch der absolut reichen.

Ich sehe das so: wenn Du nur einen kleinen Balkon hast, dann wirst Du nicht viel mit einer großen Garten-Lounge anfangen können. Stattdessen wirst Du vielleicht einen kleinen Tisch und zwei Stühle dort stehen haben. Den Gegebenheiten entsprechend.

Und so ist es auch mit all dem Kram, der auf dem Dachboden oder im Keller lagert.

Was genau lagert dort?

Und warum?

Wirst du es noch einmal verwenden?

Wann?

Bevor Du einen Lagerraum für all diese Sachen anmietest, solltest Du Dir ganz genau überlegen, ob sie Dir fehlen würden, wenn Dein Keller morgen mit Wasser voll laufen würde. Welche der Sachen würdest du wirklich retten wollen?

Ein Leben ohne Keller ist möglich, denn am Ende des Tages ist er oft nur ein Zwischenlager für unnütze Dinge und Saisonware (abgesehen von den Kellern, die sinnvoll in Waschkeller, Vorratskeller und Werkstatt eingerichtet und sortiert sind – aber für diese Dinge würde man wohl auch keinen Lagerraum anmieten).

Wohin mit meinen Sachen,

wenn ich in eine kleinere Wohnung ziehen muss

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich mich schon auf das Leben in einer kleinen Wohnung freue, wenn meine Kinder in ein paar Jahren alle das Nest verlassen haben. Die Wohnung, in der ich mit Anfang 20 in Hamburg gewohnt habe, hatte die ideale Größe. 2 Zimmer, Küche, Bad, kein Balkon. Es müssen um die 50 qm gewesen sein und das war perfekt!

Aktuell hat unser Haushalt 8 Tische: 4 Schreibtische, 1 Küchentisch, 1 Esstisch, 2 Tische im Garten. Ziemlich viele, aber sie werden im Moment auch alle benutzt. Würde ich also irgendwann ohne Kinder in eine kleinere Wohnung ziehen, würde ich die nicht mehr benötigten Tische verkaufen oder verschenken.  Ich würde mich den neuen Gegebenheiten anpassen und nicht verzweifelt versuchen, alle Möbel von 120 qm auf 50 qm unterzubringen.

So würde ich auch immer jedem raten, bei einem Umzug in ein kleineres Zuhause, radikal auszumisten. Schritt für Schritt die Schubladen sortieren und halbieren, um so nach und nach die Anzahl der Möbel zu reduzieren.

Erst am Wochenende noch habe ich wieder ein Schränkchen aussortiert. Es stand neben dem Bett, mit Büchern gefüllt. Die Bücher stehen jetzt im Bücherregal im Gästezimmer und das Schränkchen habe ich über Ebay Kleinanzeigen verschenkt. Ein weiteres Stück Richtung Freiheit.

Minimalismus hilft Geld sparen – denn weniger Wohnraum kostet weniger Geld! 

Minimalismus hilft Geld sparen

Wie schaffe ich es, in meiner Abstellkammer Ordnung zu sorgen,

die aus allen Nähten platzt?

Zum Thema Abstellraum habe ich HIER und HIER schon einmal geschrieben.

 

Ihr merkt, ich bin kein Fan von Lagerraumkosten.

Lieber motiviere ich Menschen dazu, ihren Besitz zu überdenken,

unnötiges auszusortieren und zu verkaufen und

sich auf das Wesentliche zu beschränken.

 

Minimalismus

Falls ihr den Film 100 Dinge (*affiliate link) noch nicht gesehen habt, lege ich ihn Euch hiermit ans Herz.

Minimalismus hilft Geld sparen – und sich auf die wesentliche Dinge im Leben zu konzentrieren!

 

Ordentliche Grüße

Denise

 

  • Kerstin Frühwirth 05/09/2019 at 7:34

    Liebe Denise,
    ich bin vor 3 Jahren auch in eine viel kleinere Wohnung (von 70qm auf aktuelle 37 qm) gezogen und tat mir am Anfang sehr schwer. Grund war schlichtweg, dass ich 2 Wochen im Monat ohnehin nicht zu Hause war und somit meine Mietkosten in keiner Relation standen. Am Anfang wunderte sich mein Umfeld sehr, weil die alte Wohnung wirklich wunderschön war – inkl Altbau/großes Bad/große nagelneue Küche, aber ich ließ mich nicht beirren. Durch das gesparte Geld kann ich mir die eine oder andere Reise bzw. schöne Aktivität mehr leisten :). Es gibt Momente, wo ich mir denke, wohin soll ich meine ganzen Schätze packen, aber „aussortieren und nicht mehr neues kaufen“ klappt schon sehr gut. Danke dir für deinen Input immer wieder – ich wünsch dir einen schönen Donnerstag :). LG Kerstin

  • Kirjava 05/09/2019 at 9:56

    Ich sehe es bei meinen Eltern bzw. Großeltern. Diese leben gemeinsam in einem großen Haus, jeder in seiner eigenen Wohnung, aber geteilt mehrere riesige Abstellmöglichkeiten in den Nebengebäuden. Und diese Abstellflächen wurden auch reichlich genutzt. Speziell meine Großeltern leben nach dem Motto „besser haben statt brauchen“, was ich nachvollziehbar und an einigen Stellen auch sehr gut finde. An anderen Stellen ufert es dann allerdings massiv aus – wenn uralte Möbel, Klamotten, Bücher usw. usf. aufbewahrt werden, die aber eh niemand mehr haben oder anfassen will. Ich gehöre in meiner Familie auch zu der raren Spezies derer, die sich von Dingen trennen können. Also habe ich angefangen, aufzuräumen und wegzuwerfen. Manches heimlich, manches mit Billigung. Es schaut jetzt schon um einiges ordentlicher aus, ist aber dennoch immer noch reichlich. Viel Fläche und viel Eigentum können also auch zu viel Belastung führen. (Hinzu kommen dann noch die Dinge, die andere Leute mal eben bei uns unterbringen, denn „ihr habt doch soviel Platz“. Eine zusätzliche Belastung, vor allem, wenn es dauerhaft wird. Ich meine mich zu erinnern, dass du dazu auch mal einen Beitrag geschrieben hast…) Jedenfalls, ich denke, ich bin auf einem guten Weg, ein bisschen Linie in das Chaos zu bringen. 🙂

  • Ramona 05/09/2019 at 12:43

    Liebe Denise,
    ich lese deinen Blog schon seit längerer Zeit und finde ihn sehr interessant, vor allem auch das Thema „Minimalismus“. Ich finde es faszinierend, wenn Menschen sich dazu entschließen, in sehr kleine Wohnungen oder Häuser zu ziehen, und stelle, wenn ich darüber nachdenke, immer wieder fest, dass ich das nicht könnte. Denn wie lassen sich bestimmte Hobbies mit Minimalismus vereinbaren? Zum Beispiel Musik? Ich spiele mehrere Musikinstrumente, da ist es unvermeidbar, dass man diverses Zubehör und Equipment, auch für Auftritte, hat, das dann eben in Schränken oder auf dem Dachboden gelagert werden muss. Oder wie ist es mit Basteln und Handarbeiten? Das mache ich unheimlich gerne, und obwohl ich niemand bin, der „hortet“ und bei mir auch alles ordentlich sortiert ist, brauche ich dazu eine gewisse Menge an Grundmaterialien, die ihren Platz finden müssen.
    Vielleicht wäre das Thema ja eine Anregung für einen neuen Artikel… 😉
    Liebe Grüße, Ramona.

  • Aus dem Leben der Karoline 05/09/2019 at 14:28

    Hallo Denise,
    du sprichst da einen totalen richtigen Punkt an. Ich sehe den Kellerraum zwar auch als wirklich hilfreich, jedoch ertappe ich mich meistens, dass da wirklich nur Sachen lagern, die ich eigentlich nicht mehr nutze…und sie irgendwie trotzdem behalte. MIr wurde das vor allem erst letztens so richtig bewusst, als ich einer Freundin beim Umzug mithalf. Im Keller waren leere Kartoons, Sachen, über Sachen, an denen Sie sich selbst nicht erinnern konnte, das sie diese einmal besaß. Minimalismus ist wirklich überschaubar und ein guter Schritt, auch für mich schon, in sich zu gehen und zu wissen, was ich brauche und was nicht 🙂
    Ganz liebe Grüße,Karoline 🙂

  • Stella 05/09/2019 at 20:12

    Liebe Denise,
    ich sehe das ganz ähnlich.
    Ich bin in eineinhalb Jahren zwei Mal umgezogen und jedes Mal in eine kleinere Wohnung.
    Ich habe zwar Keller und Abstellraum, aber beides hat je etwa 2qm. Also musste ich mir genau überlegen, was ich brauche.
    Für mich reicht es völlig aus. Was ich allerdings im Abstellraum gemacht habe: ich habe vom Tischler Regale fertigen lassen, damit ich die gesamte Höhe des Raumes als Stauraum nützen kann. Mit 08/15 Möbeln von Ikea wäre das nicht möglich gewesen.
    Vor einigen Jahren habe ich überlegt, ein paar Möbel einlagern zu lassen – ich musste eine Wohnung ausräumen und einige Möbel waren zu schade, um sie zu entsorgen. Da habe ich bei so einem Lagerraumanbieter nachgefragt, was es denn so kostet. Mich hätte es fast umgehauen – die haben Quadratmeterpreise weit über den der teuersten Mietwohnungen in der Stadt. Ich habe dann einen anderen Weg gefunden, die Möbel unterzustellen. Also ja, Minimalismus spart ganz schön viel Geld.
    Liebe Grüße
    Stella

  • Alexandra 08/09/2019 at 19:37

    Liebe Denise, wir haben letztes Jahr nachdem beide Söhne ausgezogen waren, unser Haus verkauft und sind völlig freiwillig in eine Wohnung gezogen, die halb so groß ist, wie unser Haus war. Wir haben monatelang aussortiert. Sachen verkauft, weggeworfen und ganz viel gespendet. Es fühlt sich für uns jetzt gut und richtig an. Wir bereuen es absolut nicht.
    Liebe Grüße
    Alexandra

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