Ordnung

Ordnung im Bücherregal

17/06/2021

Robert hat mir geschrieben. Und weil ich sein Thema so spannend fand und es in meinen Fingern gejuckt hat, gibt es heute einen Ordnungstag für Euch:

Ordnung im Bücherregal

Hallo Denise,

mir ist kürzlich das erste Mal bewusst aufgefallen, dass bei vielen Buchliebhabern offenbar die Buchrücken direkt an der Vorderkante des Bücherregals stehen. Anders, als bei mir, der seine Bücher wie selbstverständlich immer schon ganz nach hinten ins Regal geschoben hat. Meine eigene Sortierung erschien mir praktischer, weil ich dadurch zusätzlichen Platz gewinne, um z.B. noch Reclam Editionen und andere kleinere Bücher, aber auch Postkasten oder kleine Figuren, etc. vor die Bücher legen / stellen zu können.

Auf Deinen Blog bin ich gestoßen, weil ich nach Inspirationen resp Erklärungen gesucht habe, ob es sachhaltige Gründe dafür gibt, die andere Art der Sortierung zu wählen?

Ergänzend anmerken möchte ich, dass ich kürzlich umgezogen bin und mich sehr lange davor gedrückt habe, meine Bücher zurück in meine Regale zu sortieren. Das Problem der Sortierung ist für mich derzeit also brandaktuell. Insgesamt haben sich bei mir über die Jahre rd. 3.500 Bücher angesammelt. Der Großteil davon sind Fachbücher. Eine Sortierung nach Farben oder Verlagen scheidet daher aus. Stattdessen orientiere ich mich bei meiner Sortierung an Fachbibliotheken. Nicht selten kommt es daher vor, dass sehr kleine Bücher direkt neben sehr großen Büchern landen. In der Tiefe des Regals wirken sie dadurch hoffnungslos verloren und ich übersehe sie leicht. Zudem wirkt es auch disharmonisch.

Staub putzen

In Deinen Kommentaren stand auch, wenn die Buchrücken vorne im Bücherregal stehen, muss nicht so oft Staub geputzt werden. Ich sehe darin keinen Vorteil. Im Gegenteil, der Staub sammelt sich trotzdem, nur eben auf und hinter den Büchern und ist von dort viel aufwendiger wieder zu entfernen.

Ein anderer Aspekt, den ich noch nicht prüfen konnte, ich lege vorne unter die Regale immer kleine Münzen, um so zu gewährleisten, dass die Regale nicht wackeln. In Altbauten sind die Dielen und Wände selten gerade. Stehen die Buchkanten nun vorne, bin ich nicht sicher, ob die Regale nicht umfallen könnten. Ikea hat in den Billy Regal Anleitungen immer diese lustigen Montagebildchen, die genau davor warnen.

Was ich auch sehr spannend finde, ist die Frage der unterschiedlichen Wirkung, wenn Bücher mit der Buchkante vorne im Regal stehen oder wenn sie hinten einsortiert werden. Könnte es zB nicht sein, dass sich der Raum kleiner anfühlt, wenn die Buchkanten vorne stehen? Mir scheint das fast so.

Stehen die Bücher dagegen hinten im Regal, empfinde ich das als luftiger, allerdings auch als unruhiger. Dies ist einer der Gründe, wieso mich das Thema gerade sehr stark fasziniert. Ein richtig oder falsch, wie Du selbst anmerkst, gibt es zu dem Thema natürlich nicht.

Allerdings hab ich gerade Lust auf Veränderung, daher hatte ich testweise in zwei Regalen die Bücher nach vorne gezogen, um mir der Wirkung bewusst zu werden (s. meine Ausführungen oben).

Tatsächlich gefällt mir die Sortierung im Moment ziemlich gut. Nur, was mache ich jetzt mit den vielen Devotionalien, die bisher vorne in den Regalen gelegen haben? Wohin mit den vielen Postkarten, Buddha Figuren, chinesischen Drachen, Räucherstäbchen, usw?

Wie hast Du das für Dich gelöst?

Liebe Grüße
Robert

Ordnung im Bücherregal

Ordnung im Bücherregal – eins meiner Lieblingsthemen!

Bücherliebhaber haben generell ein Problem, sich von Büchern zu trennen. Auch ich gehörte früher dazu und jedes weitere Buch, das in mein Bücherregal kam, war ein zusätzlicher Beweis, der mich nach außen hin als Leseratte klassifizieren konnte. Heute muss ich mich zum Glück nicht mehr mit einer großen Bücherwand beweisen.

Lange Zeit war es undenkbar für mich, mich auch nur ansatzweise von der Hälfte meiner Bücher zu trennen. Ich liebe Bücher! Doch wenn man einmal im Prozess des Loslassens steckt, findet man irgendwann keinen Halt mehr. Heute besitze ich wirklich nur noch die Bücher, die ich auch mit in ein Tinyhouse nehmen würde (ok – die Kochbücher müsste ich dann noch reduzieren…). Da ich nach wie vor eine große Leseratte bin, aber nie wieder zurück möchte zu einer riesigen Bücherwand, entscheide ich nach der Beendigung einer Lektüre sofort was mit dem Buch gescheit:

  • Bei Momox verkaufen?
  • Weitergeben in der Familie oder an eine Freundin?
  • Aufbewahren, weil es so schön war?
  • Oder aufbewahren, weil es als Fachliteratur dient?

Ich kenne das Gefühl, Bücher besitzen zu wollen, sich nicht von ihnen trennen zu können.

Aber ich bevorzuge das Gefühl von Freiheit. Das Gefühl, nicht alles besitzen zu müssen.

Ich vertraue darauf, das ich nicht auf die Bücher zurückgreifen muss, die ich schon weitergegeben habe.

Kommen wir jetzt aber zu der Ordnung

Für mich ist es in der Tat einzig und alleine ein ästhetische Sache, weshalb ich meine Bücher bis an die vordere Kante ziehe. Bevor ich meinen Bücherbesitz komplett reduziert habe, standen Bücher auch bei mir in zweiter Reihe. Furchtbar! Damit verbarrikadiert man sich alles und wenn man was sucht, findet man es garantiert nicht. Zu diesem Zustand möchte ich nie wieder zurück! Lieber habe ich einen guten Überblick.

Das mit den Devotionalien ist so eine Sache. Postkarten, Buddha Figuren, chinesischen Drachen, Räucherstäbchen, usw. …

Handelt es sich hierbei um Einzelteile, die wirklich geliebt werden?

Oder ist es ein wirres Sammelsurium, das lästig wird, wenn es zum Staub putzen kommt?

Ordnung im Bücherregal bedeutet für mich auch, möglichst wenig Aufwand beim Hausputz.

Bücherregal

Geschmacksache

Mein Bücherregal beherbergt mittlerweile eine Mischung aus Büchern, Vasen, ganz wenige Dekoartikel und einige Weinflaschen. Es ist meine persönliche Ausstellungsfläche mit dem Ziel, meine Augen zu erfreuen, aber nicht zu überfordern.

(Das große Bücherregal von früher hat mich eindeutig überfordert)

Es ist also Geschmacksache, ob man die Bücher nach hinten oder nach vorne schiebt. Doch bei all meinen Einsätzen als Ordnungscoach in den vergangenen 10 Jahren habe ich eindeutig immer alle Bücher nach vorne geholt! Der dekorative Kleinkram wurde eingesammelt,  zum Schluss wurde entschieden, was davon wirklich dauerhaft als „Stehrümchen“ bleiben darf und ob es sonst einen besseren Ort dafür gibt.

Ich vergleiche Ordnung gerne mit einem 10.000 Teile Puzzle. Einige Dinge müssen wir mehrfach in die Hand nehmen, bis wir den perfekten Platz dafür haben, bis es ein schönes Bild abgibt.

Für mich ist Ordnung eine Gefühlssache. Es muss sich gut anfühlen und dann ist es auch egal, wenn andere Menschen sagen, bei mir sei es zu spartanisch – oder aber immer noch zu voll gestellt. Beide Parteien gibt es durchaus und das ist ok. Ordnung liegt immer im Auge des Betrachters.

Jeder muss das für sich entscheiden. Jeder darf für sich entscheiden, bis wohin der seine Bücher zieht.

So wie es sich für Dich gut anfühlt, so ist es genau richtig.

 

In diesem Sinne, ordentliche Grüße

Denise

 

p.s. Angst vor umfallenden Bücherregalen? Ein Grund mehr, um über eine Reduzierung nachzudenken. Oder um der richtigen Montageanleitung vom Möbelschweden zu folgen. Was den Staub angeht – natürlich wird das Bücherregal nicht wenige staubig, aber doch ist es bei der wöchentlichen Reinigung irgendwie einfacher, wenn die Bücher vorne stehen. Die Grundreinigung bleibt am Ende so oder so aufwendig. Bücher von Staub zu befreien ist wirklich lästig!

 

 

 

  • Valomea 17/06/2021 at 7:34

    Eine ganz spannende, fast philosophische Frage, lieber Robert, liebe Denise!
    Wir gehören zu der Kategorie Menschen mit den genannten 3.500 Büchern und der Herr des Hauses möchte sich auch von keinem trennen. Die erwachsene Tochter ist Buchhändlerin und von der habe ich gelernt, was es für eine große Erleichterung ist, wenn die Bücher an der vorderen Kante stehen – unabhängig deren Größe. Denn Robert, Du hast natürlich Recht, dass eine Sortierung nach Fachbereichen die einzig sinnvolle ist, wenn man Fachbücher besitzt. Wir haben auch thematisch sortiert.
    Spinnen wohnen immer im Bücherregal. Egal, ob die Bücher vorn oder hinten stehen und obendrauf muss man sowieso entstauben. Aber den Aufwand finde ich enorm viel kleiner, wenn die Bücher vorn stehen. Einmal im Jahr oder alle zwei Jahre müssen eben mal alle raus. Das macht sich Fach für Fach leicht. Wenn man sich aber mal einen Überblick verschaffen möchte, lohnt es sich, ein Wochenende zu investieren. Das haben wir vor Jahren mal gemacht im Kreise aller Bücherbesitzer des Hauses. Haben jedes Buch in die Hand genommen (das ist die Empfehlung des Aufräum-Guru Marie Kondo) und haben überlegt, ob es wirklich einem von uns wichtig ist. Weit über 100 Bücher kamen damals weg, weil sie nur aus reiner Gewohnheit in unserer Bibliothek rumstanden. Und plötzlich war wieder Platz für die Devotionalien! Die stehen nämlich bei uns zwischen den Büchern, ab und an ist ein Fach oder ein Teil eines Faches frei. Unser Bücherrregal hat allerdings auch den Vorteil, dass in Höhe von etwa 70 oder 80 cm ein Vorsprung ist, die unteren Fächer sind 10 cm tiefer.
    Anblick: nicht unruhig und trotzdem gemütlich und belebt.
    Pflegeaufwand: gering. wöchentliches Staubwischen nur auf dem Vorsprung!
    Anmerkung am Rande: Bücherregale gehören angeschraubt! Egal, ob die Bücher vorn oder hinten stehen!
    PS: ich bin seit Jahren dabei, unsere Besitztümer nach und nach zu verschlanken. Das gelingt auch gut. Aber Bücher finde ich dabei das schwerste Kapitel, das sicher bis zum Schluss ein heißes Eisen bleiben wird und damit eine Erblast… *lach*
    Herzliche Grüße an Euch beide
    Elke

  • Heike 17/06/2021 at 8:31

    Ooh, der Umgang mit Büchern ist genau mein Thema 🙂
    Zum letzten Geburtstag bekam ich zwei Bildbände geschenkt: „Biblio-Style“ war das eine (wie man sich mit Büchern zu Hause stylish einrichten kann) und in dem anderen werden die schönsten Buchhandlungen der Welt präsentiert – noch Fragen? 🙂
    Mein Mann und ich lieben Bücher, aber natürlich stellt sich hier auch regelmäßig die Frage der Aufbewahrung…
    Ich handhabe es inzwischen so, dass ich nur die Bücher behalte, die ich noch einmal (und noch einmal) lesen würde. Und das tue ich dann auch:-) Regelmäßiges Sortieren zwischendurch schadet natürlich nie!
    Ich habe die Bücher ganz nach vorn gestellt, mir gefällt es so besser…ungefähr sortiert nach Autor*innen.
    Liebe Grüße, Heike

  • Ilka 17/06/2021 at 8:45

    Jetzt muss ich schmunzeln, bei uns steht die vordere Reihe Bücher auch nicht ganz vorne an der Kante. Staubig wird es eh.
    Übrigens klappt bei Fachbüchern gelegentlich auch die Farbsortierung (die Ingenieursreihe verläuft in Blautönen, bei mir ist viel gelb und blau).
    Aussortieren war vor der Renovierung des Arbeitszimmer dran, einiges ging in die öffentlichen Bücherschränke, einiges gezielt verschenkt und anderes in die blaue Tpnne.
    LG Ilka

  • Nicole Frank 17/06/2021 at 8:52

    Liebe Denise,
    meine Bücher füllen ungefähr vier Fächer eines schmalen Billy Regals. Ein Fach davon enthält Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Die Bücher in den anderen drei Fächern behalte ich, schaue da aber auch regelmäßig rein.
    Die gelesenen Bücher, die ich nicht behalten möchte, kommen in öffentliche Bücherschränke. Ab und zu finde ich hier auch etwas für mich, nach dem Lesen wandern die meisten dann auch wieder zurück. Mein Kindle ist aber auch gut gefüllt. 😉
    Ich lese ständig und überall. Als Kind ist mein Vater sonntags mit mir über Flohmärkte gestreift, da gab es Bücher für fünfzig Pfennig bis eine Mark. Ich habe habe da immer eine große Tüte nach Hause getragen und jeden Sonntagnachmittag schon mindestens zwei davon gelesen. Meinen Lesehunger mit neuen Büchern zu stillen, hätte meine Eltern wohl an den Bettelstab gebracht.
    Die Bücher habe ich also im Griff.

    Mein Problem sind Fotos, da haben wir sehr viele, die vor der Digitalfotozeit entstanden sind. Da fällt mir das Aussortieren echt schwer.

    Und das Zimmer meiner Tochter, die vor fast fünf Jahren ausgezogen ist, aber deren Zimmer noch so voll gestellt ist, wie vorher. Bei jedem Besuch packe ich ihr eine Kiste mit Zeug, die ich ihr dann mitgebe, aber das dauert mir alles zu lange. Ich hab auch mit dem Kistenpacken erst dieses Frühjahr angefangen. 🙄

    Vielleicht sind das ja Ideen für zukünftige Ordnungstage.

    Liebe Grüße
    Nicole (queeninsilver auf Instagran)

  • Ingrid 17/06/2021 at 12:30

    Der Kommentar von Elke spricht mir aus der Seele. Ich kann mich gut von Gegenständen trennen, aber bei Büchern wird es schwierig. Während der Corona-Zeit habe ich viele Buecher aus meinem Bestand ein zweites Mal gelesen und danach entsorgt (öffentlicher Bücherschrank, davon gibt es inzwischen viele hier in der Stadt). Auf diese Weise sind nun allmählich einige Lücken in meinem Teil der Bücherwand entstanden. Allerdings entfällt der größere Teil unserer Buecher auf meinen Mann, der sich auch nicht nur nicht gerne trennt, sondern noch regelmäßig dazu kauft. Ich habe ihm rigoros verboten. die freien Stellen in meinem Regal mit seinen Büchern zuzustellen. Übrigens gehöre ich zur Fraktion Buecher nach hinten stellen, damit davor noch Platz ist, mein Mann zur Fraktion Buecher an den Rand. Generell bin ich immer dafür nicht so viel Zeug anzusammeln, auch Buecher nicht, scheitere aber mit der Empfehlung schon an meinem eigenen Ehegatten. Minimalist trifft auf Sammler. Hier ist wohl tatsächlich ein gewisses Mass an Gelassenheit angesagt. Herzliche Gruesse
    Ingrid

  • Lili 17/06/2021 at 12:41

    Wir lassen immer Platz vor unseren Büchern, weil wir unsere Favoriten gern offen hinstellen.

    Wenn ich was gelesen habe, was ich lohnend fand, stelle ich es offen hin, quasi werbend, damit mein Mann weiß, dass es sich aus meiner Sicht gelohnt hat und er machts umgekehrt. Haben wirs dann beide gelesen, wirds in den Schrank eingereiht. Ist es aber für uns beide toll gewesen, dann stehts noch eine Weile „werbend“ herum. Auf diese Weise sprechen wir oft über diese Bücher, eben auch mit Dritten und verleihen dann diese Bücher auch gern mal.

    Stehrumsel vermeide ich aber vor den Büchern weitgehend.

    Liebe Grüe
    Lili

    • Anne 18/06/2021 at 11:26

      Das ist ja eine tolle Idee mit der Buchwerbung! Danke für die Inspiration, Lili!

      Generell hat mir dieser Blogbeitrag besonders gut gefallen. Es war eine Freude, die Gedanken, die Robert sich gemacht hat, zu lesen. Vielen Dank für’s Teilen!

  • Katrin 17/06/2021 at 14:36

    Hallo! Spannendes Thema, vielen Dank! Ich finde den Satz von dir klasse „das Gefühl von Freiheit und nicht alles besitzen zu müssen.“
    Ich bin auch eine Leseratte und habe immer eine Handvoll Bücher die „als nächstes dran sind“ – hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass immer wenn der Vorrat weniger wird auf einmal von irgendwoher neue spannende Bücher kommen 😉
    Und da ich jedes Buch nur einmal lese, geht es dann ebenfalls auf die Reise zu Freundinnen oder Verwandten… quasi ein Buchkreisel!
    Wo ich mir noch etwas schwer tue sind Bilderbücher und Kinderbücher – hier habe ich die Regel im Kopf „wenn das Regal zu voll wird dürfen wieder einige Bücher gehen.“ Ich würde kein neues Regal kaufen – auch wenn mein Mann schon öfters die Idee hatte 😉
    Viele Grüße und eine gute Zeit! Katrin

  • Petra von FrauGenial 17/06/2021 at 14:59

    Den Satz merke ich mir. Die Augen erfreuen und nicht überfordern. Ich tat mich damals auch sehr schwer mich von Bücher zu trennen, obwohl ich diese rauf und runter gelesen habe und durchgeblättert habe. Das gehört zum Glück der Vergangenheit an. Bin Vieles über Momax los geworden aber auch Freunde und Familie nahmen diese Schätze entgegen und schenkten es wiederum weiter. Heute in meinem Bücherregal ist es wirklich überschaubar.

  • Nadine 18/06/2021 at 22:48

    Ich bin Team hinten, aber ggf. soweit vorgezogen, dass die Buchrücken aneinander reihen. Das sieht ruhiger aus. Die meisten Bücher leihe ich aus, die gekauften kommen direkt weiter, außer sie sind wirklich, wirklich, wirklich toll. Aber das sind wenige, meist zu Achtsamkeit/Zen oder Erziehung und Beratung, alles Fachliteratur für mich. Maximal ein halbes 80 cm breites Billy-Regal für mich. Das ist meine natürliche Grenze, und damit komme ich gut aus. Ich hebe nur Bücher auf, in die ich wirklich immer und immer wieder gucke und lese. Sonst gehen sie…
    Keine Steherümchen…

    Was ich für die Nachfrage nach dem Ordnungstag gedacht habe, wäre es eine Option für dich so eine Kategorie „Aus dem Archiv“ zu schaffen, und einen alten Artikel zu veröffentlichen und das eben zu Kennzeichen.
    Das hab ich bei vonguteneltern.de gesehen.

    Gibt es eigentlich irgendwo ein Label/Reiter Ordnungstag?

    Ich selbst finde es völlig okay, dass du Dinge veränderst! LG Nadine

  • Sabine 18/06/2021 at 23:56

    Moin moin, ich hatte auch SEHR viele Bücher und bin dreimal mit VIELEN Bücherkisten umgezogen. Bis in einer von mir bewohnten Altbauwohnung hinter den Bücherregalen Schimmel in sehr großem Ausmaß entstand. Den habe ich recht spät bemerkt und ich musste /wollte die meisten Bücher entsorgen. Der folgende Umzug war dann echt entspannt 😉 Seitdem leihe ich fast nur noch in den Büchereien aus oder verschenke doch gekaufte Bücher umgehend. Allerdings haben sich dann durch Erweiterung meines Arbeitsbereichs einige Fachbücher mehr (ca. 50 Exemplare) breit gemacht und ich überlege stark, welche ich entsorgen kann. Viele Infos ändern sich schnell und sind im Internet aktueller verfügbar bzw. die Büchereien haben aktuellere Ausgaben.

    Stehrümli verwahre ich in einer Schublade und am ersten jeden Monats dürfen einige auf dem Regal oder dem Bildschirmplatz neu sichtbar werden. So habe ich Abwechslung, es staubt nicht stark ein und ich kann gut reinigen.

    Ein schönes Wochenende, Sabine

  • stefanie 21/06/2021 at 11:15

    Uih, so viele Bücherfans hier!
    Die Anfrage und Denises Erläuterungen finde ich sehr spannend und erhellend.
    Ich habe drei Billy-Regale (80,80,60) im Wohnzimmer und ein kleines Herzensbücher Regal im Schlafzimmer. Ach, und FAchbücher im Arbeitszimmer. Wenn der Platz nicht mehr ausreicht, wird aussortiert. Im Wohnzimmer gibt es ein Fach für in diesem Jahr gelesene Bücher und eines „to read“. Ich stelle auch Bücher aus, die mir wichtig sind, die ich besonders lesenswert oder erhellend fand.
    Für mich ist lesen und Bücher um mich haben Lebensqualität. Sie belasten mich nicht und mit meinen Büchern will ich niemandem etwas beweisen, sie tun mir einfach gut. Ich stelle mich gerne mit einer Tasse Kaffee vor mein Regal, und lasse meinen Blick über die vielen gelesenen Welten schweifen, denke an die Gespräche, die ich mit lieben Menschen über die Romane geführt habe und freue mich einfach.
    Getrennt habe ich mich in den diversen Lockdowns von veralteten Fachbüchern und einigen Romanen und auch nichts sagenden Kinderbüchern.

    Vielen Dank Denise, für Deine unmermüdlicher Arbeit an meiner Ordnung ;-), seit fast zwei Jahren wird mein zu Hause immer luftiger durch Deine Inspirationen,

    Stefanie

  • Katja 21/06/2021 at 16:07

    Liebe Denise und lieber Robert,

    die Frage fand ich sehr spannend und auch die Antwort darauf. 🙂
    Ich kann mich Denise nur anschließen.
    Ich hatte lange Jahre viele Bücher und kam mir auch sehr belesen vor, wenn der Besuch das Bücherregal bewundert hat.
    Mittlerweile habe ich vielleicht noch ein Drittel dieser Bücher und möchte auch weiter reduzieren (ein stetiger Prozess).
    Meine Bücher stehen aktuell hinten, sie standen aber auch schon an der Kante. Ich fühlte mich aber durch diese Wand, die die Bücher dann bilden erschlagen, auch wenn es nicht mehr so viele sind. Mittlerweile stehen sie hinten, was mir das Staubwischen erleichtert (schön dass ein Mann darüber nachdenkt, meiner käme gar nicht auf die Idee Staub zu wischen).
    Stehrümchen gibt es auch in diesem Regal, aber nur vereinzelt und wirklich ausgewählte Stücke. Ich würde wahnsinnig werden, wenn ich ständig irgendwas wegräumen müsste um an ein Buch zu kommen.
    Ich würde hier definitiv ausmisten und nur wertvolle (im Sinne von emotional wertvoll) behalten. Eventuell würde ich auch darüber nachdenken diese Teile anderswo zu lagern, wo sie zur Geltung kommen . So lenken diese Stücke von den Büchern ab und umgekehrt.

    Liebe Denise, eine Frage habe ich noch an dich:
    Du schreibst oft vom Traum ein Tiny House zu haben (ich kann dich sehr gut verstehen und wäre mein Mann nicht, hätte ich auch schon längst eines). Meinst du damit ein wirklich transportables Haus oder einfach ein kleines fest stehendes Haus? Sorry, ich bin einfach neugierig und liebe dieses Thema. :o)

    • fräulein | ordnung 21/06/2021 at 18:02

      Liebe Katja,

      am liebsten wäre mir ein kleines Mini-Haus, wie man es bei Pinterest findet, aber realistische ist vermutlich eine kleine, gemütliche Wohnung.
      Hauptsache wenig, was geputzt werden muss, aber immer noch die Möglichkeit zu haben, das Gästesofa auszuziehen.
      ursprünglich war mein träum, auf einem Hausboot zu leben. Doch dafür fehlt mir der finanzielle Spielraum 😉

      viele Grüße
      Denise

  • nocheinglaswein 22/06/2021 at 10:21

    Ein sehr interessanter Artikel, die Frage von Robert und Deine Antwort!
    Bei mir stehen die Bücher ganz hinten, so kann ich weitere Bücher davor legen (Bücherrücken nach vorn und nur so halb hoch, damit ich sehe, was dahinter ist). Ansonsten geht es mir wie Valomea – ich kann kein Buch wegwerfen (mein Grossvater hat immer gesagt – Bücher und Brot wirft man nicht weg). Immerhin entsorge ich inzwischen Bücher sofort, die mir nicht gefallen haben. Allerdings nehme ich auch oft Bücher aus Bücherschränken mit, die überall rumstehen. Weniger wird es also nicht. Im Moment sage ich mir – ich habe den Platz, was solls. Wenn ich mal keinen Platz mehr habe, muss ich mir was überlegen.
    Nachträglich noch herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

    Liebe Grüsse
    NochEinGlasWein

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