Lifestyle Ordnung

Organisiere deine Social Media Feeds!

27/12/2020

Gastbeitrag von Tonia | Spirit of Eden

Neues Jahr, neue Inspiration

Organisiere deine Social Media Feeds!

Bevor das neue Jahr beginnt, haben wir oft das Bedürfnis, nochmal alles zu sortieren und neu zu strukturieren, um vorbereitet in die nächsten Monate zu starten. In diesem besonderen Jahr hast du bestimmt mehr Zeit als sonst zu Hause verbracht und früher oder später begonnen, in deinem Umfeld auszumisten, was das Zeug hält. Du hast es sogar bis zu deinem Laptop und der externen Festplatte geschafft? Umso besser! Aber da gibt es noch diesen einen Punkt, dem du dich sicherlich noch nicht gewidmet hast und der dein Unterbewusstsein mehr beeinflusst, als du es dir vorstellen kannst: der Feed deiner Social Media Apps.

Hand aufs Herz: Wie fühlst du dich, nachdem du einige Zeit an deinem Smartphone verbracht hast? In welchen Situationen lässt du dich gern durch visuelle Eindrücke auf sozialen Plattformen berieseln? Wie sieht die Bilanz deiner Bildschirmzeit aus? Swipst du das kleine Fenster, das dich an die Stunden vor dem Handy erinnern möchte, auch immer ganz schnell weg?
In Zeiten von Home-Office und Familiendinnern via Skype ist es nichts Neues, dass wir viel Zeit vor flimmernden Screens verbringen. Doch wenn wir uns schon so viel in der Onlinewelt bewegen, sollten wir doch darauf achten, womit wir unsere freie Zeit füllen, oder? Genauso wichtig wie die Meldung über die Bildschirmzeit sind nämlich die Inhalte, die wir dabei konsumieren.
In wenigen Schritten zeige ich dir, wie du die Konten, denen du folgst, achtsam auswählst und deine Bildschirmzeit bewusst zur Qualitytime wird. Damit du strukturiert und motiviert ins neue Jahr starten kannst!

Wie Social Media Inhalte dein Mindset beeinflussen

Fotos, Farben, Formen, Videos – all das schwimmt täglich an deinem Auge vorbei und beeinflusst dich sowohl ganz bewusst als auch unbewusst. Bewusst in dem Sinne, dass du vielleicht auf Pinterest nach Inspirationen für die neue Küche suchst, auf Twitter durch die Nachrichten auf der Timeline scrollst und auf Instagram Menschen bei ihrer Morgenroutine beobachtest.

FOMO

Unterbewusst können diese Eindrücke aber auch eine Art „Fear Of Missing Out“ in dir auslösen, genannt FOMO. Das kann dir viel zu schnell suggerieren, nicht genug zu sein oder nicht genug aus dem eigenen Leben zu machen. Auch wenn dir rational gesehen bewusst ist, dass du da nur wenige Minuten einer anderen Person siehst und kein Leben der Welt perfekt ist, können sich negativen Gefühle und Unsicherheiten in dein Unterbewusstsein schleichen und deine mentale Gesundheit beeinflussen.
Hinzu kommt die Anzahl der Inhalte, die du täglich aufnimmst.

Denk’ mal kurz darüber nach, wie du deinen Morgen verbracht hast, bevor du ein Smartphone hattest. Hast du Zeitung gelesen und dabei Kaffee getrunken? Saßt du nachmittags mit einem Buch auf dem Sofa? Heute werden genau diese Momente oft durch das Handy ersetzt. Soziale Medien umfassen viele verschiedene Plattformen und Inhalte und so prasseln schon zum Frühstück alle möglichen Nachrichten auf dich ein, die dein Geist erst mal verarbeiten muss.

Wie kannst du von sozialen Medien profitieren?

Genau diese Vielfalt an Informationen kann aber auch total toll sein – die Balance zwischen der Zeit online und den Inhalten selbst ist alles. Soziale Medien wurden aus dem Grund erfunden, uns mit anderen in Verbindung zu setzen und können dich zudem noch inspirieren und motivieren. Online triffst du auf Menschen aus ganz verschiedenen Lebenswelten, denen du im Alltag vielleicht gar nicht begegnen würdest.
Außerdem muss sich nicht jeder Beitrag auf deiner Timeline anfühlen, als hättest du gerade den Politikteil der Tageszeitung verschlungen. Sich am Smartphone hin und wieder einfach nur von schönen Bildern und Videos berieseln zu lassen ist völlig okay! Hauptsache du fühlst dich nach deiner Zeit vor dem Bildschirm nicht, als hätte dir jemand deine Energie ausgesaugt. Dein Wohlbefinden steht dabei ganz oben.
In erster Linie geht es darum, Social Media Kanälen ganz bewusst zu folgen. Egal, ob es sich dabei um eine Nachrichtenseite, um pure Unterhaltung oder um deine Kindergartenfreundin handelt. Du hast deinen Feed in der Hand und damit auch die Informationsquellen, die du in deine Gedanken lässt.

In 5 Schritten zu mehr Klarheit in deinem Feed

Zeit, hier endlich aufzuräumen! Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest – egal welche soziale Plattform: mit diesen Schritten verpasst du deinem Feed einen ordentlichen (verfrühten) Frühjahrsputz und machst Platz für neue Inspiration.

1) Verschaffe dir einen Überblick

Beginne damit zu checken, wie vielen Konten du folgst und klicke dich durch die verschiedenen Profile. Was davon liefert dir Infos, zum Beispiel über das Weltgeschehen, welche Freunde und Bekannte tauchen in deinem Newsfeed auf oder folgst du (dir persönlich unbekannten) Menschen, die dich mit Tipps und Ratschlägen versorgen? Scrollst du vielleicht sogar über das ein oder andere Konto, das du total vergessen hattest?

2) Let go: Das große Ausmisten beginnt

Die goldene Regel: folge nur Accounts, die dich inspirieren, informieren, unterhalten oder dir Motivation geben und so zum Handeln anregen. Alles andere darf gehen.
Bestimmt gibt es Profile, die dich mit einem unguten Gefühl in der Magengrube zurücklassen. Dieser kleine Wink von deinem Bauchgefühl kommt in der Regel davon, dass wir dazu tendieren, uns mit anderen Menschen zu vergleichen, egal wie unterschiedlich die Leben online auch sein mögen. Diesen Accounts kannst guten Gewissens entfolgen, denn hast du nicht insgeheim auch genug von den unrealistisch perfekten Lebensinhalten ohne Ecken und Kanten?

Du kannst beim Ausmisten deiner Social Media Accounts vorgehen wie im echten Leben auch: Was dir nicht guttut, fliegt raus. Dazu zählt alles, was dich mit zu viel negativen Inhalten überschwemmt oder dich schlecht fühlen lässt. Das dürfen auch Bekannte sein! Du bist nicht dazu verpflichtet, dem Online-Alltag jeder Person zu folgen, die du kennst. Wichtige Geschehnisse wirst du mitbekommen, du brauchst keine Angst zu haben, etwas zu verpassen.

Tipp: Gibt es Accounts, bei denen du dir unsicher bist? Du kannst Beiträge auch erst mal für eine Weile stumm schalten, ohne sie direkt zu deabonnieren. Klicke in deinem Instagram-Feed dafür auf die drei Punkte neben dem Beitrag und wähle „Stummschalten“. Das sorgt für einen übersichtlicheren Newsfeed ohne irrelevante Inhalte.

3) Sortiere deine Interessen

Um die Social Media Accounts, denen du folgst, etwas zu strukturieren, kannst du dir Rubriken überlegen, mit den Inhalten, die du besonders interessant findest oder deren Beträge dich motivieren, neue Projekte in Angriff zu nehmen.
Ein paar Ideen für einzelne Kategorien sind zum Beispiel Nachrichten, der Austausch mit Freunden, gesellschaftliches Geschehen und politische Bewegungen, Unterhaltung, Motivation für Sport, Yoga und Meditation, Rezepte, Minimalismus, Nachhaltigkeit, visuelle Inspiration für Einrichtung und Mode … Du siehst, hier gibt es keine Grenzen.
Du entwickelst ein Gespür dafür, wovon du gern mehr sehen möchtest und welche Rubrik du in eine eigene App auslagern kannst, wie beispielsweise das Lesen von Nachrichten.

Social media

4) Finde neue Inspiration

Da ist ein Thema, worüber du gern mehr erfahren würdest, aber du weißt nicht, woher du die Informationen bekommen kannst? Auch hier lohnt es sich zu überlegen, welche App sich für den jeweiligen Bereich anbietet.
Für visuelle Inspiration und Moodboards nutze ich persönlich gern Pinterest. Auf Instagram folge ich gern Personen, deren Leben mich interessiert und motiviert und die mir in den Instagram-Stories (reale!) Einblicke in ihren Alltag geben. Falls du passionierte Blog-Leserin bist, kannst du dir auch mal die Profile deiner Lieblingsblogger*innen ansehen. Vielleicht bekommst du hier einen Einblick hinter die Kulissen des Blogs?

Twitter und Instagram

Apps wie Twitter und Instagram geben einen guten Überblick über politische Positionen und gesellschaftliche Bewegungen, da Personen des öffentlichen Lebens hier ihre Ansichten teilen. Speziell auf Instagram findest du eine ganze Bandbreite an wunderbaren Influencer*innen, die über relevante Themen wie z.B. Nachhaltigkeit, mentale Gesundheit oder Feminismus sprechen und auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen. Der Informationsgehalt ist dir also garantiert und du kannst frei wählen, in welchem Bereich du dich weiterbilden möchtest. Auch viele Marken informieren online über Hintergründe ihres Unternehmens und bereiten Themen auf, die mit ihren Produkten zusammenhängen und dich interessieren könnten.
Gefällt dir ein Profil besonders, kannst du nachsehen, wem die Person selbst folgt und so ähnliche Inhalte finden. Damit formst du übrigens auch den Algorithmus, der dir die Posts in deinem Feed zusammenbastelt. Der Algorithmus merkt, was dich interessiert und wird dir mehr davon vorschlagen.

5) All about balance

Diese Schritte helfen dabei, Social Media bewusst zu nutzen und sich auf eine inspirierende Art und Weise mit Menschen zu verbinden. So toll das alles auch ist: Am Wichtigsten ist natürlich immer noch das reale Leben, also behalte deine Bildschirmzeit im Blick.

Ein Tipp zum Schluss: Die Doku „Social Dilemma“ klärt wunderbar über die verschiedenen Facetten der sozialen Medien auf und motiviert dazu, den eigenen Konsum regelmäßig zu reflektieren.
Richte dir feste Zeiten für die Nutzung von Social Media ein und schalte nachts dein Smartphone aus oder auf Flugmodus. Indem du Benachrichtigungen deaktivierst, vermeidest du außerdem, dass dein Blick zu oft auf den aufleuchtenden Screen des Smartphones fällt.

Nimm’ dir zum Beispiel die Stunde nach dem Aufstehen nur für dich und deine Familie Zeit. Vor dem Schlafengehen solltest du das Handy auch eher links liegen lassen. So kann dein Kopf die Ereignisse des Tages ganz in Ruhe verarbeiten. Tagsüber kannst du dir auch mal wieder erlauben, einfach nur gelangweilt zu sein und ganz ohne Ablenkung auf dem Sofa zu sitzen. Im Zweifelsfall das Handy liegen lassen, rausgehen und eine ordentliche Portion frische Luft schnappen!

 

Dieser Artikel ist von Tonia von Spirit of Eden. Wenn sie nicht gerade auf Yogamatte oder Surfbrett am Meer turnt, arbeitet sie für Spirit of Eden als Social Media Fee. Spirit of Eden ist ein kleines Yoga-Label, das Mala-Ketten im Atelier in Leipzig knüpft. Alle Malas werden fair und in liebevoller Handarbeit hergestellt, jede Kette unterstützt Projekte, die die Welt ein bisschen besser machen. 

 

 

  • Nicole Kirchdorfer 27/12/2020 at 15:48

    Da hast Du echt einen Punkt, Denise. Ich erinnere mich nicht, was ich vor dem Smartphone an einem langweiligen Sonntag gemacht habe.gelesen sicher auch, aber das mache ich heute auch.
    Sport gemacht. Mache ich auch noch.
    Musik gehört? Ja. Mache ich jetzt aber per Smartphone….
    Ist schon irre…
    Wobei der Sonntag ohne Handy liegt natürlich auch schon ewig zurück…da bin ich vermutlich mit Freundinnen spielen gegangen. Das würde ich heute noch vorziehen…
    Anyway…
    Danke für die Tipps und schönen Sonntag,
    Nicole

  • Sibille 28/12/2020 at 17:50

    Danke für den informativen Gastbeitrag, sich und die Nutzung der digitalen Medienwelt bewusster zu werden.

    LG
    Sibille

  • Aus Bremen 31/12/2020 at 7:40

    Für mich persönlich war der Artikel nicht so wichtig, ich bin nicht so viel im Internet. Instagram, Pinterest, Facebook und was nicht alles, findet ohne mich statt. Aber ich fand den Artikel sehr wichtig für meine 14 jährige Tochter! Ich habe aktuell mit ihr gesprochen, dass sie auf sich hört, wenn sie merkt, dass sie einige Zeit im Internet war und es ihr danach nicht gut geht. Zu reflektieren, dass immer nur Ausschnitte von Alltagen gezeigt werden. Nicht immer nur denken, was andere alles haben/sind.
    Meine Oma hat immer gesagt, unter jedem Dach ein Ach.
    Meine Tochter versteht diesen Spruch noch nicht so richtig. Ich finde ihn so einfach und schön.
    Vielen Dank also für diesen Artikel!
    Ich wünsche mir sehr, dass auch viele Eltern im Gespräch sind über die Medien Landschaft mit ihren Kindern, gerade in dieser Zeit, wo sonst fast nichts stattfindet.
    Danke!

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