Inspiration Ordnung

Wie schaffe ich es dranzubleiben?

10/09/2020

Wie schaffe ich es dranzubleiben, wenn ich endlich Ordnung habe?

Ordnung ist nichts, was man einmal macht, und damit ist es erledigt.

Es ist ein stetiger Prozess.

Schließlich putzen wir auch nicht nur 1 x im Jahr die Fenster oder gehen nur 1 x im Jahr zum Frisör.

Kontinuität ist das Zauberwort für dauerhafte Ordnung.

Je weniger wir besitzen und je weniger herumsteht, desto schnell sind wir zum einen mit dem Putzen fertig als auch, um den Wunschzustand wieder herzustellen.

Nehmen wir mal den Kleiderschrank.
Heute ist er schön ordentlich.

Nächste Woche nicht mehr?
Dann sollte man genau hinschauen: ist er wieder unordentlich,

  • weil ich nicht genügend Bügel habe?
  • oder nicht genug Platz?
  • habe ich beim letzten Mal überhaupt ein sinnvolles System hergestellt?

Der Anfang ist immer das schwierigste. Deshalb fangen so viele Menschen erst gar nicht an.

Doch es ist alles Kopfsache und wenn man sich über sein Ziel im klaren ist, fällt es leichter.

So wie die einen ihren Hintern hochkriegen und endlich anfangen – so bleiben die anderen mühelos dran, weil sie wissen, dass es einfach getan werden muss.

dran bleiben

Routinen

Das Geheimnis, um dranzubleiben sind die Routinen, die guten Gewohnheiten.

Die kleinen Handgriffe, die einem in Fleisch und Blut übergehen, über die man nicht groß nachdenkt.

Ob ich jeden Mittag Lust habe, die Küche aufzuräumen, nachdem ich das Mittagessen gekocht habe?

Nein, gewiss nicht.

Manchmal würde ich mich gerne einfach aufs Sofa legen und einfach mal nichts tun.

Aber dann? Dann stehen die Sachen später immer noch rum. Irgendwann MUSS ich es ja machen.

Also mach ich es lieber direkt und freue mich dann, dass die Küchen aufgeräumt ist, wenn ich mir am Abend eine Kanne Tee koche.

  • Ich bleibe also dran, weil die Alternative Chaos bedeutet.
  • Ich sortiere meine Kleidung, weil ich am Morgen in eine aufgeräumte Schublade schauen möchte.
  • Den Abstellraum miste ich regelmäßig aus, weil ich an meine Backformen kommen möchte, ohne über Kisten steigen zu müssen und weil ich ein Ziel vor Augen habe: irgendwann einmal ohne Abstellraum auszukommen.

Ordnung halte ich nur deshalb, weil ich ein entspanntes und leichtes Leben haben möchte, frei von unnötigem Ballast. Und weil das ein tiefes Bedürfnis ist, fällt es mir leicht dranzubleiben!

Was vielleicht auch hilft: Man muss es nicht perfekt machen! In meinem Haus ist es nie überall zur gleichen Zeit gleich aufgeräumt. Mir reichen auch 80 %. Was ich nicht schaffe, bleibt eben liegen.

wie schaffe ich es, dranzubleiben

Schweinehund

Am Ende des Tages ist es wie beim Sport oder wenn man abnehmen möchte.

Man muss den inneren Schweinehund überwinden, um dranzubleiben.

Ein Cheat-Day ist erlaubt, auch muss man mal eine Verschnaufpause einlegen.

Doch wer sein Ding durchzieht, freut sich am Ende über das Ergebnis und kann stolz auf sich sein!

Wenn es heute nicht klappt – dann versuch es Morgen wieder. Bis es irgendwann in Fleisch & Blut übergeht!

dranzubleiben

Ich verrate Euch heute mal meinen Leitspruch:

Du kannst nicht immer motiviert sein.

Also musst Du lernen, diszipliniert zu sein!

 

Mit meinem Ordnungstag ist es nämlich das Gleiche. Vor über 9 Jahren habe ich mir vorgenommen, jeden Donnerstag über Ordnung zu schreiben. Lust hatte ich in der ganzen Zeit nicht immer und oft auch keine passenden Ideen. Aber egal. Ich habe es mir vorgenommen und wollte dran bleiben. Geld verdiene ich keines damit und doch weiß ich, dass mir diese Disziplin schon viele Türen geöffnet hat!

Noch mehr Inspiration findet Du in meinem Beitrag Fake it till you make it! Wie Du aus jeder Aufräumaktion einen Riesen Spaß machst!

 

In diesem Sinne,

ordentliche Grüße

 

Denise

 

 

9 Kommentare

  • Antworten Monika Egle 10/09/2020 at 8:42

    Hallo Denise,
    danke für Deinen aufmunternden Beitrag. Das stimmt schon, man muss immer dran bleiben. Das mit den Routinearbeiten bring ich noch nicht ganz auf die Reihe. Ich mach gern alles spontan – das wird mir oft zum Verhängnis. Dann ist es überall ein bischen aufgeräumt, aber nirgends so, dass es richtig sauber ist. Ich brauch da noch einen Plan für mich, den ich wöchentlich durchziehe.
    Es wäre schön, wenn Du ein paar Fotos (auch von anderen Räumen) mehr zeigen könntest, die inspirieren mich immer ganz besonders!! (:-). Wünsch Dir einen schönen (ordentlichen) Donnerstag.
    LG Momo

  • Antworten Imke 10/09/2020 at 8:43

    Liebe Denise,
    ein schöner Leitspruch! Sollte ich mal meinem Sohn an die Tür hängen….
    Ich bin ganz deiner Meinung: 80% ist völlig ausreichend, danach wird es gruselig und
    erinnert mich an “Die Frauen von Stepford“. ( falls du den Film oder das Buch kennst)

    Ich glaube auch, dass das Wichtigste ist, ein Ziel vor Augen zu haben, es zu visualisieren und
    darauf hinzuarbeiten. Ob nun der Abstellraum, der Kleiderschrank oder die Garage der Ort des Grauens ist, ist ja egal.
    Ich muss ja gestehen, dass Sortieren, Aufräumen und Ausmisten für mich keine lästigen Pflichten sind🙈
    Ich mache so etwas wirklich gerne und wäre wahrscheinlich gar nicht glücklich, wenn eines Tages alles
    “fertig“ wäre…Daher bin ich froh, dass es ein stetiger Prozess ist, wenn auch die Dinge hoffentlich immer
    weniger werden, die wir sortieren .

    Viele Grüße von Imke

  • Antworten Stefanie 10/09/2020 at 9:41

    Liebe Denise,
    die Erkenntnis, dass Ordnung ein stetiger Prozess ist, habe ich von Dir. Und dieser Leitsatz hilft mir sehr, hier dauerhaft Ordnung zu schaffen und nicht an mir selbst zu zweifeln.
    Dank Deinem Blog und des Büchleins Besser aufräumen – freier Leben habe ich in einem ersten Schritt alles ausgemistet und sortiert. Erstes Ergebnis sind viele leere Boxen, in denen sich über die Jahre viel Unnützes angesammelt hatte.
    Die nächste Runde wird nun sein, weiter auszusortieren und zu schauen, was ich wirklich behalten möchte von all den Fotos, den Briefen, Werkzeugen, Kindheitserinnerungen, Küchuntensilien usw.
    Ich kann nur sagen: Danke, danke, danke!
    LG,
    Stefanie

  • Antworten Lili 10/09/2020 at 10:22

    Liebe Denise,

    ein richtig guter Beitrag. Man hat nicht immer Lust und manchmal deprimiert die Situation, so dass man gar nicht anfängt.

    Dazu habe ich einen wunderbaren Satz von Antonio Gramsci an meiner Wand hängen:
    „BLICKT MAN AUF DIE SITUATION, MUSS MAN DEPRIMIERT WERDEN. ABER WENN MAN ÜBER AKTIONEN NACHDENKT, WIRD MAN POSITIV UND MUTIG.“

    So ging es mir gerade mit dem obigen Beitrag. In meinem Schrank hatte ich vor kurzem aufgeräumt und eine Stelle ist immer innerhalb kürzester Frist wieder unordentlich, was mich missmutig machte. Ich habe mir die drei Fragen oben aus dem Beitrag gestellt und plötzlich fiel es mir, wie Schuppen von den Augen.

    Ich hatte zwar meine Pullover prima aufgeräumt, aber auf dem obersten Brett im Kleiderschrank, den ich ohne Klappleiter nicht erreichen kann. Die Klappleiter steht nicht in der Nähe, also werfe ich die Pullover nach dem Waschen nach oben… und so sieht es dann auch aus.

    Klappleiter wäre die eine Lösung. Aber ich bin auf eine bessere gekommen: Ich nehme ein für mich passend hohes Regalbrett, auf dem die Bettwäsche im gleichen Schrank lagert, die ich so oft nicht brauche und dann wirds klappen.

    Danke für die Tipps, liebe Denise,
    Lili

  • Antworten Nicole 10/09/2020 at 11:29

    Liebe Denise,
    genauso ist es: Make it a habbit! Ich mag Putzen und Aufräumen nicht sonderlich, geschmeichelt ausgedrückt. Aber ich mache es, weil es genauso ist, wie du es sagst.
    Auch wenn wir abends mal lange Besuch hatten: Wir räumen immer auf. Denn am Morgen ist der schönste Besuch wertlos, weil du dann ans Chaos musst.
    Ich danke dir für deine Worte: manchmal ist es genau das, wo man denkt. Ja genauso.
    Und schön ist es zu wissen, dass auch ein Frl. Ordnung nicht immer mit der gleichen Ordnungsmotivation unterwegs ist.
    ich wünsche dir eine ordentliche Woche.
    Liebe Grüße
    Nicole

  • Antworten Petra von FrauGenial 10/09/2020 at 13:13

    So habe ich es tatsächlich noch nie gesehen. Aber Du hast Recht! Je routinierter ich in etwas bin, umso leichter fällt es mir, es mit Freude zu tun..besonders unser Küchenbereich stapelt sich zum Wochenende mit Sachen, die nicht in die Küche gehören oder schon längst eingeräumt gehörten..ich bleibe fleißig dran!

  • Antworten Jessi aus ST 10/09/2020 at 18:07

    Hallo Denise,

    Zu deinem Motto aus einer Aufräumaktion einen riesen Spaß zu machen habe ich einen tollen Tipp für alle Ordnungsmuffel wie mich:
    Beim nächsten Putzen von Küche/Abstellraum/Keller den ganzen Küchenkram (Töpfe, Geschirr, Gläser, Helfer, Backformen, Tupperware…etc) ausmisten und mit den Mädels, Freunden, Nachbarn eine Küchenkram-Tauschparty organisieren. Denn das was man selber nicht mehr braucht oder sowieso nur rum steht und kaum benutzt wird, kann vielleicht jemand anderes gebrauchen. Alles was am Ende nicht weg geht, wandert natürlich nicht wieder in den Keller sondern wird gespendet. 😉

    Haben wir neulich gemacht!! War ein richtig schöner Abend und wir waren uns einig, dass sollten wir regelmäßig machen.

    Viele liebe Grüße,
    Jessi

  • Antworten Nanette Maske 10/09/2020 at 19:09

    Liebe Denise,

    heute muss ich dir mal ein ganz herzliches Dankeschön für deinen Ordnungsdonnerstag schreiben. Ich freue mich wirklich jeden Donnerstag darauf und lese deine Beiträge immer wieder gern. Manche Themen sind weniger interessant für mich (Ordnung im Auto z.B., weil wir kein Auto haben und als wir eins hatten war es dort immer ordentlich), andere Themen bringen mich sehr zum Nachdenken oder Zupacken. Der heutige Beitrag war wie für mich gemacht. Den Spruch werde ich mir gleich abschreiben, der passt 100% zu mir. Es gibt Bereiche, da klappt das mit der Disziplin bei mir super, aber andere Bereiche da fehlt es an Motivation und Disziplin. Aber feste Gewohnheiten helfen immer sehr. Überall, wo ich gut strukturiert bin und alles seinen Platz hat, bin ich sehr wohl in der Lage Ordnung zu halten oder schnell wiederherzustellen.
    Vielen Dank für deine Anregungen und vielen Dank dafür, dass du jeden Donnerstag wieder für uns über Ordnung schreibst, ich weiß es zu schätzen!

  • Antworten Ilse 10/09/2020 at 22:13

    Liebe Denise,
    Zum Glück bist du dran geblieben, ich lese den Ordnungstag so gerne, freue mich immer schon auf Donnerstag.
    Immer wieder ein großes DANKE an dich 😘
    Alles liebe Ilse

  • Antworten

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