Minimalismus Ordnung

CD’s aussortieren und 3 Tipps gegen das Zuviel

16/11/2017

Aussortierte CD’s, Leserpost und gaaanz viel Geduld!

Liebe Denise,

ich bin immer begeistert von Deinen diversen Ordnungsvorschlägen – nur habe ich ein ganz persönliches Problem:

Aus verschiedenen Gründen bin ich Frustkäuferin und kaufe auch viel als Ersatzbefriedigung – es sind qualitativ gute Käufe aber immer erst wenn SALE angeboten wird oder wenn die Produkte aus welchen Gründen auch immer reduziert sind. Dann ist es um mich geschehen. Es ist mir klar warum die Dinge geschehen wie sie geschehen, aber ich kann sie trotzdem noch nicht verhindern.

Somit hat mein Kleiderschrank, Küchenschrank, Badschrank etc. jede Menge Inhalt der zwar irgendwann verbraucht wird, der aber erst mal als „Zuviel“ hier rumsteht. Damit wir uns richtig verstehen – es hat gar keine Messiezüge und Ordnung ist mir sehr wichtig. Gerade deshalb rotiere ich auch so weil ich aus meiner Sicht nicht mehr genug Ordnung in die unnötig vorhandenen Vorräte reinbringe.

So und nun mein Themenvorschlag: Wie kriege ich das „Zuviel“ in Griff ohne, dass ich wegwerfen muss ?!
Irgendwelche Tricks und Kniffe wie ich das noch besser einräumen, ordnen und wiederfinden kann. Aus meiner Sicht habe ich mich schon von vielem unnötigen getrennt und ich tue es nach wie vor, aber es ist halt immer noch jede Menge da. Vor allem der Kleiderschrank bittet um neuen Durchblick und Überblick.

Wenn ich die Aufzählung von den Dingen sehe, die Du oder Andere besitzen, dann ist es gut einzuräumen und den Überblick zu behalten finde ich – aber soweit bin ich noch nicht und ich möchte gerne mehr Ordnung um mich rum haben – denn die Therapien schlagen zwar an, aber es wird noch lange dauern bis das problemlos funktioniert mit dem „einkaufs-fasten“.

3 Tipps gegen das Zuviel

In diesem Fall würde es mir helfen, wenn ich das Problem SEHEN könnte. Wie sieht dieses Zuviel tatsächlich aus? Deshalb gibt es hier 3 allgemeine Tipps gegen das Zuviel:

1. Shopping-Stopp!

Unbedingt und ab sofort nur noch nach Plan einkaufen gehen! Den SALE oder besser gleich die Stadt meiden und nur noch einkaufen, was auch wirklich auf dem Einkaufszettel steht. Es erfordert sehr viel Disziplin, doch wenn man sich nach drei – vier Wochen daran gewöhnt hat, diesen Verlockungen zu widerstehen, wird es besser.

2. Aufbrauchen!

Im Küchenschrank und Badezimmer steht einfach zu viel rum, wird aber auf jeden Fall noch benutzt? Dann unbedingt und ab sofort anfangen, die Dinge aufzubrauchen. Niemand braucht 4 Bodylotions oder 3 x Duschgel. Die Küchenschublade ist so voll, dass sie nicht mehr zu geht? Dann verwende diese Sachen und überdenke Deine Vorratshaltung!

3. Geduld!

Geduld haben ist das Zauberwort. Geduld mit sich selber und mit der Situation. Die Dinge aufzubrauchen, nicht zu viel nachzukaufen und somit ganz langsam Platz in die Schränke zu bekommen geht einfach nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht.

CD's aussortieren

CD’s aussortieren

Wie lange so ein Prozess dauern kann, kann ich gerade schön an meinen CD’s zeigen. Bereits vor 4 Jahren habe ich von meinem ersten Abschied berichtet. Vor einem Jahr habe ich von den übrig gebliebenen CD’s einen weiteren Stapel über Momox verkauft, doch meine „Lieblings-CD’s“, die durften bleiben.

Am Sonntag hat es mich gepackt und ich habe mich rigoros von sämtlichen CD’s verabschiedet! Alle, auch die alten Schätze aus meiner Jugend und meine All-Time-Favoriten wurden entsorgt. Denn: ich habe nicht eine davon in den vergangenen Monaten gehört! Ich höre Musik ausschließlich online und da wir noch nicht mal mehr einen CD Player haben, hätte ich über meinen Laptop hören müssen. Das mache ich sowieso nicht, also habe ich mich komplett verabschiedet. Ein fantastisches Gefühl!!!

Doch unter’m Strich sieht man, dass es ziemlich lange gedauert hat. Ich hatte also genug Geduld mit mir selber und freue mich nun umso mehr, dass ich es geschafft habe! Die Schublade ist leer und da der Schrank nun sowieso weg kommt, brauche ich auch keine neue Aufbewahrung für die CD’s suchen!

Ordnung ist nichts, was man einmal macht! Es ist ein stetiger Prozess!

 

Ordentliche Grüße

Denise

 

  • Steffi 16/11/2017 at 8:05

    Hallo Denise, das hört sich gut an.
    Wir haben auch viel zu viele CDs, die wir gar nicht mehr hören.
    Was hast du mit deiner CD -Sammlung gemacht? Verschenkt, in den Müll geworfen oder verkauft?
    Lohnt sich der Aufwand eigentlich, die CDs über Momox zu verkaufen?
    LG Steffi

    • fräulein | ordnung 16/11/2017 at 8:13

      Das mit Momox lohnt sich nur, wenn man im Zuge dessen auch Bücher verkauft. Viele CD’s bringen nur 0,15 € … aus diesem Grund habe ich jetzt einfach alle in den Müll geworfen – bzw. die CD’s kommen zum Wertstoffhof, die Hülle in die gelbe Tonne.

    • Stella 17/11/2017 at 10:43

      Liebe Steffi,
      ich habe vor einiger Zeit auch die meisten meiner CDs und LPs weggegeben, da ich keine Stereoanlage mehr besitze und nur im Auto einen CD Player habe. Ich habe sie damals alle an einen Second Hand Händler verkauft, der nahm alles außer Samplern. Wenig Aufwand – ich musste sie nur hinbringen – und ich bekam doch knapp 100€ dafür.
      Liebe Grüße
      Stella

  • Fashionqueens Diary 16/11/2017 at 8:50

    Oh ja, ein langer Prozess ist es durchaus! Ich habe mich das erste Mal vor geschätzt 4 oder 5 Jahren mit dem Thema Minimalismus befasst und das Gefühl, dass da immer noch viel mehr geht. Erst in diesem Jahr habe ich es geschafft, mich von vielen Büchern zu trennen. Eine weitere Kiste steht hier noch, die geht auch bald an Momox. Ich finde es nur verdammt schwer, wenn der Partner nicht mitzieht und man immer so „nebenbei“ Dinge entsorgt oder weg rationalisiert, ohne dass es ihm bewusst auffällt – aber wehe er sieht es, dann wird Teil X oder Y „auf jeden Fall bestimmt mal irgendwann“ gebraucht. 😀 Alles nicht so einfach^^

  • Claudia 16/11/2017 at 10:26

    Bis man Shampoo un Co. Verbraucht hat, vergeht ja so einige Zeit. Meine Idee für einen schnellen Soforteffekt zum Erleben übersichtlicher Regale und Schubfächer wäre es ein Vorratslager anzulegen.Nur die aktuellen Dinge bleiben in Reichweite und man hat sofort das Gefühl von Ordnung und wie es sich anfühlt weniger Sachen zu haben. Natürlich soll das nicht heißen nun auf Dauer ein Warenlager im Keller zu etablieren. Sicherlich gibt es da keine Lösung die für alle passt.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, sucht die Leserin eine Übergangslösung bis ihr Thema Frustkäufe gelöst ist. Vielleicht wäre Auslagern ein möglicher Schritt? Ich wünsche ihr jedenfalls viel Erfolg beim Überwinden der Frustkäufe. Dann gibt es irgendwann auch keinen „Einkaufskater“ mehr.
    Liebe Grüße von Claudia

    • Barbara 20/11/2017 at 22:02

      Hallo Claudia und Denise,
      das habe ich glatt so übernommen und gehe ab jetzt zum Drogeriemarktshoppen in den eigenen Keller :))!
      Das Bad ist aufgeräumt, es stapelt sich nichts in den Schubladen, danke für die Inspirationen von Euch Beiden!!

      Lieben Gruß
      Barbara

  • Susann 16/11/2017 at 10:34

    Hallo Denise und hallo Mitleserin,

    ich finde es auch ein tolles Gefühl, wenn man sich von unnötigem Ballast befreit hat. Aber, auch wenn einige Ecken der Wohnung durchaus mal wieder ausgemistet werden könnten: Der Großteil der Wohnung sieht ganz okay aus. Die meisten Stellen sind frei von Krempel. Ich finde, darauf darf man sich auch hin und wieder konzentrieren. Man ist vielleicht nicht da, wo man mal hin möchte, aber man hat schon einen guten Weg zurückgelegt und darf sich (gerade bei dem „Luxusproblem“ Ordnung) auch ruhig mal auf seinen Lorbeeren ausruhen.
    Anders gesagt: Die Konzentration auf die Dinge, die wir weggegeben/weggeworfen haben, macht uns nicht glücklich. Wenn ich mir anschaue, was ich alles noch aussortieren möchte, sehe ich die nicht getane Arbeit und die Dinge, die ich blöd finde und konzentriere mich auf dieses Defizit. Wenn ich hingegen zwischendurch mal auf die erreichten Meilensteine achte, fühle ich mich in meiner Wohnung wohler.

    Fröhliches Ausmisten und fröhliches Wohnen!
    Susann

  • claudia 16/11/2017 at 11:02

    ja, ja, ja …. schon klar. aber aus aktuellem anlass: was ist denn mit den weihnachts-cd´s ? hörst du die denn noch irgendwie? ich würde ja gerne, hab aber auch keinen cd-player mehr 🙂 hätte mich jetzt nur mal so interessiert … lg

    • fräulein | ordnung 16/11/2017 at 13:23

      Nein – keine Weihnachts CD’s. Dafür habe ich eine wunderbare Weihnachts-Playlist bei itunes – nur mit Lieblingsliedern!

  • Beate Kalauch 16/11/2017 at 12:13

    Liebe Denise,
    das ist bei mir fast zur Gewohnheit geworden und ich staune, was es immer wieder zu verschenken oder wegzuwerfen gibt. Dabei kaufe ich schon sehr lange (ca. 7 Jahre!!!!) nichts mehr, was überflüssig ist. Ich schau sehr genau hin und überlege lange, ob ich etwas wirklich und sehr gerne haben will…. und trotzdem, irgendwie benötige ich wohl weniger, mit der Zeit.
    Bei Büchern und CD´s fällt es mir sehr schwer, mich zu trennen…. zumal ich im letzten Jahr mal ein alte-Bücher-Bastelbuch geschenkt bekam. Aber die Zeit muss man auch haben….
    Konzentration aufs Wesentlich…. auch so eine Übung.
    Liebe Grüße und Danke für den Anstoß!
    Beate

  • Katrin 16/11/2017 at 14:40

    Liebe Denise!
    Ich hab schon in der Früh mal kurz reingeschaut, hatte aber keine Zeit zum Schreiben….
    Also bei uns gibt es größtenteils KinderCDs und die werden auch sehr exzessiv angehört…:) Jetzt überleg ich mir aber, ob ich den beiden Jüngsten nicht zu Weihnachten eine TonieBox schenken soll…..
    Du hattest ja schon mal einen ausführlichen Bericht darüber. (-da werd ich jetzt gleich nochmal hinscrollen..) Hast du zufällig eine Ahnung Denise, wo es die am günstigsten gibt, ob da vielleicht noch irgendwo Sonderaktionen sind vor Weihnachten??… – ihr Blogger habt da ja oft bessere Connections….;-) Ich wär jedenfalls sehr dankbar über Tipps!
    Fröhliches Ausmisten an alle, die grade dabei sind….
    Liebe Grüße
    Katrin

    • fräulein | ordnung 16/11/2017 at 15:13

      Liebe Katrin,
      leiderw eiß ich nicht, wo es die Tonie-Box aktuelle am besten / günstigsten gibt 🙁
      Aber: Wir haben unsere Box jetzt an den Sohn meiner Freundin weiter gegeben und er liebt sie abgöttisch ♥

      • Katrin 17/11/2017 at 8:12

        Gut, Danke Denise! Dann werd ich mich mal auf die Suche begeben….;-) Ich denke, eigentlich war das Thema ja vor einem Jahr am aktuellsten, aber vielleicht habe ich ja Glück und finde was….;-)
        Liebe Grüße nochmal!! Habt einen guten Wochenausklang!!:)

  • Christine 16/11/2017 at 16:57

    Shopping-Stop und Minimalismus probiere ich zum allerersten Mal aus und habe mir dafür meine Schuhen ausgesucht. Früher dachte ich, dass ich recht a-typisch wäre, weil ich nur wenige Schuhe besitze. Deswegen habe ich auch gedacht, dass das mit der Neuordnung schnell geht. Nun habe ich festgestellt, dass ich an 2 unterschiedlichen Plätzen meine Schuhe aufbewahre, wodurch ich oft immer dieselben anziehe (nämlich die, die griffbereit im Bad stehen) und sukzessive immer wieder Schuhe gekauft habe, weil ich dachte: Genau so was habe ich nicht! Jetzt habe ich mir vor kurzem ein weiteres Schuhregal fürs Bad zugelegt, um alle Schuhe dort aufzubewahren. Neben den 3 Paar „Garten“-Schuhe, die immer am Eingang zum Garten stehen und dort auch stehen bleiben werden, habe ich – sage und schreibe – 37 Paare!!! (Daovn gehören allein 10 Paare in die Kategorie Stiefel / Stiefelette.) Dabei habe ich eigemtlich nur Platz für max. 30 bis 35 Paare. Nun werde ich mich erst einmal von den reinen „Sitz“-Schuhen verabschieden. Das sind diese völlig unbequemen hübschen Dinger, in denen ich sturzfrei höchstens vom Sitzplatz im Restaurant/Theater zur Toilette komme und sich nach 5 Minuten darauf laufen schmerzhafte Blasen und rote Stellen an den Füßen bilden. (Mein Orthopäde würde schimpfen, wenn er die zu sehen bekommt.) Mal sehen, wie viele dann noch übrig sind…

  • Eva 16/11/2017 at 18:55

    Ich habe mal einen Tipp gelesen, der gegen das vermeintliche Gefuehl hilft, moeglicherweise ein Schnaeppchen zu verpassen: Kauf nur Dinge, fuer die Du auch bereit waerst, den vollen Preis zu bezahlen. Denn allzu sind ja Schnaeppchen eben Sachen, die man eigentlich gar nicht braucht / wollte, die man sich aber nicht entgehen lassen will.

  • Mumbai 17/11/2017 at 14:56

    Was mich so beeindruckt ist, dass sich so viele Menschen zur Zeit fuer das Entruempeln entscheiden. Bin absolut auch dafuer und es
    ist befreiend. Wenn man mit den Sachen auch noch vielleicht Anderen Freude machen kann, umso schoener.

  • Die Rabenfrau 17/11/2017 at 22:32

    Oh, und unter meinem Schreibtisch stehen im Regal noch unsere alten LPs… *seufz* Und dabei sind sogar noch welche von meiner Schwiegermutter, die vor 20 Jahren starb. Aber da sich der Rabenmann einfach nicht davon trennen kann (Er wollte sie dann alle digitalisieren, wenn er in Rente ist. Er ist seit 5 Jahren Rentner. Aber Rentner haben doch keine Zeit!) bleiben sie uns wohl noch eine Weile erhalten. MÄNNER!
    Grüßle
    Ursel, die sich dafür von ihren CDs nicht trennen kann

  • Mini-T 20/11/2017 at 16:18

    Ob deine Leserin die guten drei Ordnungstipps umsetzen kann? Es scheint ja ein wenig krankhaft zu sein….. Die Tipps sind super, ich gebe jetzt noch den Tipp: Mach einen Sport daraus…. Informiere eine vertraute Person, dass du nichts mehr kaufst ( was du sowieso noch im Schrank hast) und , dass du ab sofort alles aufbrauchst! – Berichte ihr die Fortschritte….
    Plane diese Woche nur Essen zu kochen, bei dem du immer auch etwas aus den Vorräten nutzt.
    Bei Shampoo, Parfum und CO. benutzte als erstes das leerste, dann hast du am schnellsten einen Erfolg.
    Nach kurzer Zeit stellst du dann auch fest, dass du zum Beispiel Artischocken aus der Dose doch NIE essen wirst oder diese eh schon seit drei Jahren abgelaufen sind, und dann fällt das Wegwerfen nicht mehr schwer.
    Oder diese Parfum nicht mehr an dir riechen kannst, und den Rest deiner Freundin schenken, die das ganz toll findet….

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